EM e.V.
Gesellschaft zur Förderung regenerativer Mikroorganismen

Projektberichte

EM-Gesundheit

Im November 2014 organiserte der EM e.V. Deutschland in Zusammenarbeit mit dem EM Verein Schweiz und Prof. Higas weltweiter Organisation, der EMRO, Vorträge des japanischen Mediziners Dr. med. Yoshimi Tanaka in vier deutschen Städten: in Singen (Bad.-Württ.), München, Siegburg (NRW) und Hamburg. Mit durchschnittlich knapp 200 Besuchern waren die Veranstaltungen sehr gut besucht. Im EMJournal 51 / Februar 2015 finden Sie einen Bericht darüber.


Bokashi-Network New York

Im August 2013 kam eine tolle Nachricht aus New York, wo die EM-Bokashi Aktivistin Vandra unentwegt unterwegs ist, um dem Unsinn der gegenwärtigen Müll-Praxis des Big Apple mit EM & Bokashi zu begegnen. Das Thema hat es in die TV-Nachrichten geschafft:
www.youtube.com/watch?v=ex94zkOuLqM&feature=c4-overview-vl&list=PL-YmrHBeVXmtIJi9Y0sgMYHj5pguKHfB4

Einen Bericht über Vandras Firma "Vokashi" und die Urban-gardening Szene in New York ist im EMJournal 45 erschienen.
 


Gewässersanierung in den historischen Parkanlagen von Gut Zichtau, Sachsen-Anhalt und Gut Aštrioji Kirsna (Litauen) unter modellhafter Anwendung der EM (Effektive Mikroorganismen) - Technologie

Der Projektbericht ist nun auf der Datenbank des Hornemann-Instituts unter e-Publications in der Rubrik "Projekte" veröffentlicht und steht zum Download bereit.

URL:  http://www.hornemann-institut.de/german/epubl_projekte135.php
pdf Download direkt: http://dx.doi.org/10.5165/hawk-hhg/75
 


Nach dem Tsunami - Seuchengefahr mit EM kontrolliert

Die schreckliche Katastrophe in den Ländern um den Indischen Ozean zum Jahresende 2004 hatte eine beispiellos Welle der Hilfsbereitschaft auf der ganzen Welt ausgelöst. Auch der EM e.V. konnte binnen kürzester Zeit mehr als 3000 Euro sammeln und an die Partnerorganisationen in Thailand schicken.

Wer auch Erfahrung mit den Effektiven Mikroorganismen hat, weiß wie schnell und nachhaltig Gerüche gebunden und die Verbreitung von pathogenen Mikroben mit dem Einsatz von EM verhindert werden kann. Dies war nach der Flutwelle eins der vorangigsten Probleme in den tropisch-heißen Ländern, die betroffen waren.


Die Helfer schützten sich selbst durch gegenseitiges Besprühen mit der EMa-Wasserlösung.


Eine EMa-Wasserlösung wurde mit Hilfe der örtlichen Feuerwehren an die betroffenen Orte gebracht und versprüht. Alle Vertiefungen in der Landschaft, kleine Teiche, Gruben, Niederungen, waren mit Salzwasser und allem möglichen an organischem Material gefüllt, das in der Hitze Thailands bald begann zu verwesen und zu stinken. Soweit möglich, wurde mit der EMa-Wasser Lösung großflächig gesprüht und so der Fäulnisprozess in Fermentation umgewandelt.


Leichen in Massengräbern wurden mit EM besprüht, um Seuchen vorzubeugen. Auch die notwendige Desinfektion vor dem Betreten von Gebäuden konnte mit einer EM-Lösung durchgeführt werden.

Einen Bericht darüber finden Sie im EMJournal 11 (Februar 2005).
 


Hilfe für Kibera - Hilsprojekt für Kenias größten Slum wieder aufgenommmen

Im fünften EMJournal, im August 2003, berichteten wir über ein interessantes EM-Projekt in dem damals 800.000 Bewohner zählende Slum der Hauptstadt Nairobi, Kibera. Der Kenianer John Murkuku, der an dem Projekt beteiligt war, kam 2004 nach Europa und stellte es bei der internationalen EM-Konferenz in Amsterdam vor. Dort konnten wir ihm einen Scheck über 1820 Euro überreichen, der diesem Projekt zugute kommen sollte (EMJournal 10, November 2004). Im Jahr darauf besuchte John Deutschland, um sich in der EM-Technologie für die Landwirtschaft weiterzubilden. Zurück in Kenia baute er ein Zentrum für die Ausbildung von Landwirten im Bio- und EM-Landwirtschaften aus.
Viele unserer Mitglieder hatten weiter Geld für Kibera gespendet; auf Initiative von Christoph Fischer kauften wir davon sieben Wasseraufbereiter, die nicht nur sauberes Wasser zum Trinken, sondern auch zur Herstellung von EMa produzieren sollen. Dann gab es aber über längere Zeit leider keinen zuverlässigen Ansprechpartner in Nairobi mehr, also warteten die Geräte eine Weile auf ihre Verschiffung. Nun ist es endlich soweit! Anfang November 2008 gehen die Filter plus Erstzpatronen auf die Reise und werden von Offiziellen des Gesundheitsministerium in Empfang genommen. Diese wollen sie an Schulen in Kibera weitergeben, wo sie sicher untergebracht sind und entsprechend sachkundig behandelt werden können.
Wir werden an dieser Stelle über den Fortgang des Projektes wieter berichten. Hier noch einmal der Bericht im EMJournal 5 (August 2003) über den Beginn des Projektes:

Hoffnung für Kibera
Großes EM-Projekt für Nairobis 800.000 Slum Bewohner


Kibera – Der größte Slum im ostafrikanischen Kenia liegt am Rand der Hauptstadt Nairobi und ist mit geschätzten 800.00 Bewohner „Heimat“ für etwa 1/4 der Stadtbevölkerung. Armut und für uns unvorstellbare sanitäre Bedingungen haben die Häufigkeit ansteckender Krankheiten und AIDS in die Höhe schnellen lassen. 60% der Bewohner sind HIV positiv. Abfälle und Unrat sowie ungeklärtes Wasser verseuchen zudem den nahe gelegenen Stausee des Flusses Ngong, der im Tal am Rande von Kibera fließt.
Die Kombination von belastetem Haushaltswasser, Verseuchung der Flüsse und die daraus resultierende Überwucherung von Wasserflächen durch Wasserpflanzen sind ein ernstes Problem für viele Entwicklungsländer in der subtropischen Zone, erläutert Prof. Higa.
Im November 2002 wurde vom Gesundheitsministerium Kenias ein Programm zur Verbesserung der Umweltsituation in den Slumgebieten Nairobis mit EM beschlossen, das am 1. April 2003 in Kraft trat. Mehrere Organisationen unterstützen dieses Projekt, allen voran Prof. Higa und die EMRO Japan, das dem Gesundheitsministerium angegliederte Kenya Medical Research Institute (mediz. Forschungsinstitut), die Niederlassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Okinawa, EM Kenya und der Africa Children Education Fund, eine regierungsunabhängige Organisation. Letztere hat mit der Gründung der EM Research Farm (EM Forschungs-Farm) in der Nähe der Stadt Embu 1991 EM in Kenia eingeführt. Dort werden Versuche mit dem Anbau von Gemüse und Früchten mit EM gemacht und Bauern ausgebildet. Ihre Initiative zur erfolgreichen Sanierung von verseuchten Abwasserteichen, die Ausgangspunkt für eine Thyphusepedemie 2001 in Embu waren, legte den Grundstein für den hohen Respekt, den die EM-Technologie in Kenia heute hat. Die Maßnahmen des neuen, dreijährigen Projektes beinhalten im Wesentlichen 4 Aspekte:

1. Lösung der sanitären Probleme
Als erstes werden anstelle der bisherigen Latrinen (kaum mehr als eine pro 10.000 Menschen) so viele einfache Toiletten mit 3-Kammer Klärgruben wie möglich aufgestellt, in denen EMa und EM-Bokashi eingesetzt wird. Sobald EM die Dominanz darin übernommen hat, verschwindet der Gestank ebenso wie die Fliegen und Kakerlaken. Der Überlauf der 3. Kammer hat dann einen BOD (biologischer Sauerstoffbedarf) unter 10 ppm (parts per million), was weniger ist als der Grenzwert von 20 ppm in vielen entwickelten Ländern. Das Wasser reinigt dann nicht nur die (offenen) Abwasserkanäle von Schlamm, sondern unterdrückt das Aufkommen von Moskitos – eine gute Maßnahme gegen Malaria. Schließlich fließt das Wasser in den Fluss bzw. den Stausee, und reinigt das Wasser dort. Den Bewohnern wird gezeigt, wie sie EMa in Plastikflaschen herstellen. Dies kann dann für Reinigungsdzwecke, zum Wäschewaschen etc. benutzt werden. Dadurch lernen die Menschen, die Quellen der Umweltverschmutzung als Ressource für die Umweltreinigung zu nutzen.

2. Küchenabfälle und Plastik receyceln
Gleichzeitig soll ein System etabliert werden, das die Küchenabfälle aus Haushalten in Nairobi mit EM zu Tierfutter und organischem Dünger fermentiert. Mit diesem Dünger soll dann ein Stück ungenutzte Savanne in der Nähe des Flughafens von Nairobi urbar gemacht werden. Daraus soll sich ein Tauschsystem entwickeln, in dem Küchenabfälle gegen Gemüse und Tierprodukte getauscht werden, so dass sowohl diejenigen profitieren, die ihn in Empfang nehmen, als auch die Bauern.
In einer weiteren Maßnahme wird Plastikabfall geschreddert und mit Erde, Zement und EM gemischt, um starke Baumaterialien herzustellen.
Plastikabfälle können auch als Brennmaterial für Öfen, die EM-Keramik enthalten, genutzt werden, ohne Dioxin zu erzeugen. Das Recycling von Plastik soll zudem Straßenkindern Jobs geben und Slumbewohnern die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen.

3. Den Stausee reinigen und Wasserhyazinthen kompostieren
Das Wasser aus den mit EM behandelten Toilettensystemen sollte ausreichen, den Stausee zu reinigen. Wenn dies aber nicht ausreicht, wird zusätzlich regelmäßig EMa in den See gegeben. Die heute alles überwuchernden Wasserhyazinthen werden abgefischt und zu Tierfutter und organischem Dünger verarbeitet. Diese neuartige Methode funktioniert folgendermaßen: Wasserhyazinthen aus dem See werden klein geschnitten, mit EMa besprüht und dann entweder als Mulch in Obstplantagen ausgebracht oder als Dünger untergepflügt. In diesem zweiten Schritt, wenn der Gestank des Sees abgebaut und das Wasser klar ist, werden die dann gewachsenen Wasserhyazinthen geerntet und als Basis für Tierfutter genommen. Sie werden klein geschnitten, mit EMa und Melasse besprüht und unter einer Plane 3-6 Tage anaerob fermentiert. Dieses Material wird dann wie Silage genutzt. Auf diese Weise wird die Wasserhyazinthe, die gegenwärtig große Sorgen macht, zu einer wertvollen Ressource.

4. Verhinderung des Ausbruchs von AIDS Symptomen und Behandlung von AIDS Patienten
Dieser Plan basiert auf den 10-jährigen Erfahrungen, die die EMRO in Thailand mit AIDS Patienten gemacht hat. Um den Ausbruch von AIDS zu verhindern, wird ein Fruchtsaft aus EM·1 Und stark antioxidant wirkenden Früchten und Gemüse wie Aloe, Karotten und Kräutern gemischt, der mit Honig oder Sirup gesüßt wird.
Patienten, bei denen AIDS ausgebrochen ist, werden in erster Linie mit EM-X und EM-Salz behandelt. Die Ergebnisse einer vorherigen Studie sind sehr vielversprechend. Beide Methoden der Therapie gegen AIDS basieren auf der Stärkung des Immunsystems infizierter Menschen und sind dafür gedacht, AIDS Patienten ökonomisch ohne teure Medikamente zu behandeln.

Diesem großen und ambitionierten Projekt, an dem glücklicherweise mehrere potente Organisationen beteiligt sind, kann man nur Glück wünschen. Abgesehen davon, dass es Vorbildfunktion für viele ähnliche Gebiete am Rande von Großstädten der Dritten Welt haben kann, ist den Menschen, die in diesen Slums leben müssen, jede Verbesserung ihrerer Lebenssituation von ganzem Herzen zu wünschen.
Viele Menschen müssen mit Überzeugung und Engagement mitwirken, damit dies Projekt im ganzen Umfang zum Erfolg kommt. Wichtig wird dabei sein, die Betroffenen zu überzeugen und zu begeistern, denn letztendlich werden sie sich selbst helfen müssen. Dabei kann EM eine riesengroße Hilfe sein und in diesem Fall eine wohl begründete Hoffnung für die Menschen von Kibera.