Ausländische Mitbürger produzieren eigenes EM-Gemüse

Rudolf Solbach, beim Caritas-Verband e.V. in Remscheid (NRW) im Fachdienst für Integration und Migration u.a. mit der Betreuung italienischer Mitbürger beauftragt, hat einen schönen Erfolg mit EM erzielt. Auf seine Anregung hin wurde auf dem Gelände der Lebenshilfe Remscheid e.V. ein Gelände zur Verfügung gestellt, auf dem er mit der Hilfe ehrenamtlich tätiger italienischer Mitbürger einen Garten anlegen konnte. Dort wurde zum Jahresbeginn Erde aufgeschüttet und eingeebnet. Dann wurde Küchenbokashi eingearbeitet und mit EMa gegossen, ca. zwei bis drei Wochen später würde gesät und gepflanzt. Schon im Spätsommer hatten die Neugärtner über 11 kg Kartoffeln von einem Quadratmeter ernten können. Salate sowie Beerenfrüchte und Gemüse standen natürlich schon länger zur Ernte an.

Am 2. Oktober wurde das Projekt der Presse und örtlichen Vertretern der Politik vorgestellt. Diese waren von der Erfolgsbilanz des Projektes mit erst so kurzer Laufzeit beeindruckt: Zwei junge Erwachsene, bisher den schwer Vermittelbaren zugeordnet, hatten so viel Freude an der Arbeit bekommen, dass sie in geregelte Ausbildungswege vermittelt werden konnten. Das Ziel der Arbeit, nämlich den Migranten Selbstvertrauen zu vermitteln und sie mit dieser neuen EM-Technik vertraut zu machen, damit sie mit mehr Lebensfreude ihr Schicksal wieder in die eigene Hand nehmen, sahen die Vertreter der Politik als sehr realistisch an. Auch das Arbeitsamt sieht in diesem Ansatz große Chancen für die Reintegration bisher nur bedingt ansprechbarer Personen. Man ist offen dafür, bei dem Projekt eine Stelle einzurichten, damit die Gartenarbeit noch mehr Früchte tragen kann und diese noch mehr Menschen zugute kommen kann.

Das so erzeugte EM-Gemüse wird kostenlos an die Mitarbeiter und an bedürftige Mitbürger – überwiegend Alleinerziehende – abgegeben. In seiner Projektvorstellung betonte Rudolf Solbach, dass man auch den gesundheitsfördernden Aspekt nicht unterbewerten dürfte. Der angesprochene Personenkreis isst normalerweise Konserven und weniger gehaltvolle Nahrungsmittel. Nun haben sie selbst erzeugte, frische, gesunde Lebensmittel zur Verfügung. Sie haben darüber hinaus erlebt, dass sie das, was andere als Abfall und Problemstoff bezeichnen, als wertvollen Rohstoff nutzen können. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Veränderung der Gesellschaft. Selbstachtung, Stolz und frisches Gemüse verändern ihr Leben.

Ernst Hammes

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