Besonderes Futter für besondere Hunde

Neue Räume: EM Keramikpulver im Estrich und Wandfarbe

Neue Räume: EM Keramikpulver im Estrich und Wandfarbe

Über das Züchten von Hunden

Seitdem der Mensch vor ca. 20.000 Jahren begonnen hat, den Wolf zu domestizieren, hat der daraus entstandene Hund eine schier unglaubliche Vielfalt an Variationen erfahren. War er anfangs wohl in erster Linie nach seinen Eigenschaften als Helfer beim Hüten der Viehherden gezüchtet worden, so erweiterte sich sein Aufgabenbereich über die Zeit als Spezialist für verschiedene Jagden, als Wachhund für Haus und Hof, bis hin zum heutigen Blindenhund. Und nicht erst heute werden Rassen aus repräsentativen, ästhetischen oder gar modischen Erwägungen gezüchtet.

Die Bedeutung der Hundezucht kann darin gesehen werden, dass es überall auf der Welt Hunde-Zuchtverbände gibt – in Deutschland etwa den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V., dessen Züchtervereine über 250 Hunderassen betreuen – und mit dem FCI (Federation Cynologique Internationale) den größten weltweit agierenden Verband. Interessant ist, dass auch heute noch ständig neue Rassen gezüchtet werden.

Warum heute züchten?

Wer sich einen Hund anschafft, hat sich in der Regel aus sehr individuellen Gründen für eine Rasse entschieden, die zu ihr/ihm passt oder einfach in die sie/er sich verguckt hat. Manche dieser Liebhaber entscheiden sich dann eben, genau diese liebgewonnen Merkmale und Eigenschaften so rein wie möglich weiterzugeben, d.h. mit Sorgfalt zu züchten. Der Aufwand ist groß, die Freude über den Nachwuchs ebenso.

Es gibt auch Menschen, die das Besondere, das Außergewöhnliche lieben und bereit sind, dafür stattliche Summen auszugeben. Entsprechend professionell muss die Zucht sein. Züchter und Halter solcher – oft empfindlicher – Tiere suchen natürlich auch ein besonderes Futter.

Ein besonders gutes Futter kann aber auch bei Hunden erforderlich sein, die lange falsch bzw. fehlernährt worden sind, nach Krankheiten empfindlicher oder einfach alt geworden sind und deshalb sensibler auf Futter reagieren.

Rolf Zaugg befüllt den Extruder

Rolf Zaugg befüllt den Extruder

Hundefutter aus der Schweiz

Konventionell hergestelltes Hundefutter bekommt nicht allen Hunden. Warum das so ist und wie man es besser machen könnte, überlegte sich Peter Gerber. Der Hundeliebhaber und Hundefütterungsspezialist aus dem Schweizerischen Emmental hat sich an der Herstellungsweise konventionellen Hundefutters gestört. Grob gesagt wird Hunde-Trockenfutter üblicherweise in Extrudern hergestellt. Dabei wird das Futter unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen (z.T. über 100°C) produziert, in kürzester Zeit getrocknet und anschließend mit künstlichen Vitaminen und Fetten geimpft. Das Futter ist so hoch aufgeschlossen, dass die Hunde solches Futter fast ohne Verdauungssäfte verdauen können. In der Folge verkümmern Organe, die Verdauungssäfte produzieren (z.B. die Bauchspeicheldrüse).

Das ist nicht natürlich und vielfach entstehen Allergien und andere gesundheitliche Probleme; die Hunde können oftmals „normales“ Futter gar nicht mehr verdauen.  Peter Gerber wusste, dass EM schon lange in der Fütterungsindustrie verwendet wurde, um natürliche Verdauungsvorgänge zu unterstützen. Deshalb gehörte EM für ihn selbstverständlich in ein natürlich hergestelltes Futter. Peter Gerber entwickelte ein Verfahren, das die natürlichen Rohstoffe sorgfältig mischt und beim Herauspressen der Masse die Temperatur immer unter 28°C hält, damit keine Inhaltsstoffe verloren gehen. Der anschließende Trocknungsvorgang dauert ca. 36 Stunden; auch hier wird die Temperatur konstant unter 28° gehalten.

So bleiben Vitamine, Fette und andere probiotische Stoffe erhalten. Dann wird abgepackt und sofort verkauft. Nach wenigen Tagen ist das Futter beim Hund. Natürlich spielen die Ausgangsstoffe eine wichtige Rolle. Wird das Futter stark erhitzt, spielt dessen Qualität eine geringe Rolle, denn es wird erst am Schluss mit Fetten und Vitaminen angereichert.

Futtersorten mit genau dosierten, jeweils anderen Ausgangsstoffen

Futtersorten mit genau dosierten, jeweils anderen Ausgangsstoffen

Bei den PetSano Produkten wird auf qualitativ hochwertige Ausgangsprodukte geachtet, die entsprechende Vitamine und Fette enthalten, denn diese gehen im Herstellungsprozess nicht verloren. Zusätzlich wird ein spezielles Bokashi mit diesen hochwertigen Komponenten hergestellt und dem Futter beigemischt, damit verdauungsregulierende Mik-roben (EM) im Verdauungstrakt der Hunde ihre volle Wirkung entfalten können.

Zu dem Konzept gehört, dass eine ganze Reihe von Futtermischungen entwickelt wurden, je nachdem um welche Hunde und Hunde-Bedürfnisse es sich handelt. Neben Futter für „normale“ Bedürfnisse gibt es Futter für Welpen, für ältere Hunde, Futter für Hunde mit sensibler Verdauung, für Hunde, die besonders aktiv sind und vieles mehr. Hundehalter entdecken dieses Qualitätsfutter zunehmend, sogar Tierkliniken kaufen es für ihre „Patienten“.

Die neue Produktionsstelle

In dem schönen alten Emmentaler Bauernhaus von Renate und Rolf Zaugg, über dessen Bokashi-Manufaktur wir im EMJournal 66/November 2018 berichtet haben, ist im vergangenen Winter die Produktion der PetSano Hundefutter Produkte eingezogen.

Dies hat mehrere Vorteile. Zum einen produziert Rolf Zaugg schon seit langer Zeit hervor-ragendes Bokashi, das mit Hilfe von Menschen mit Beeinträchtigungen abgefüllt wird. So sind weitere Arbeitsplätze für Menschen entstanden, die sonst nur schwer eine Aufgabe in der Gesellschaft finden. Hier werden sie gebraucht, und das wissen alle zu schätzen.

Das fertig getrocknete Futter wird abgefüllt

Das fertig getrocknete Futter wird abgefüllt

Da die Räumlichkeiten für die neue Produktion komplett saniert und eingerichtet werden mussten, konnte in alle Materialien EM und EM-Keramikpulver eingebaut werden, in den Estrich, in Putze und Farben. Im Gegensatz zu den weniger praktischen, verwinkelten und verwohnten Räumen an alter Stelle, herrschen hier optimale Produktionsbedingungen. Auf diese Weise ist im Untergeschoss des alten Hofs eine EM-schwingende Basis entstanden, die auch in die darüber liegenden Stockwerke einwirkt.

Von Anfang an läuft die Produktion reibungslos und alle Beteiligten sind glücklich über dieses neue ganzheitliche EM-Projekt im Schweizer Emmental.

Pit Mau

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