Bokashi für Pferde

„Bokashi“, ein japanischer Begriff, bedeutet etwa „fermentiertes organisches Material“. Viele EM-ler kennen diesen Begriff vor allem aus dem Gartenbereich. Dort werden organische Reste statt auf dem Komposthaufen zu landen, mit einer EM-Lösung vermischt und dann unter Luftabschluss fermentiert. Es ist das Prinzip von Sauerkraut. Die aktiven Mikroorganismen machen mehr aus dem Ursprungsmaterial, sie reichern das Gemisch an mit vielen probiotischen Stoffen und machen es so schnell verdaulich für den Boden, aus dem sich dann die Pflanzen mit ihren feinen Wurzeln vollwertig ernähren können. Wenn Landwirte EM benutzen, um ihre Silage zu verbessern, profitieren die Kühe, die damit gefüttert werden davon, denn auch sie bekommen ein reicheres, vielfältigeres Futter.

In der Pferdehaltung wurde schon früh von guten Erfahrungen mit dem Besprühen des Heus für die Pferde mit einer EM-Lösung berichtet (z.B. EMJournal 12 und 14). Seit einem guten Jahr steht nun ein professionell hergestelltes Pferde-Bokashi zur Verfügung, dessen Basis das original EM1 von Prof. Higa ist: EMIKO®HorseCare Ergänzungsfuttermittel fest. Die Basis bilden fermentiertes, hochwertiges Getreide und ausgesuchte Kräuter. In dem Fermentationsprozess produzieren die effektiven Mikroorganismen Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und verschiedene Antioxidantien. Die Beimischung von natürlichem EM-Salz reichert dieses Zusatzfutter mit allen lebenswichtigen Spurenelementen an. Dadurch entsteht eine stabile Darmflora beim Pferd. Welche Auswirkungen es hat, wenn die Darmfunktionen nicht in Ordnung sind und wie leicht dieses Problem mit diesem EM-Ergänzungsfutter behoben werden konnte, beschreibt der folgende Bericht, der uns von einer begeisterten Anwenderin zugeschickt wurde.

Ich besitze eine nun 11jährige Trakehner Stute, Inka, welche sehr gute Bewegungen hat und von mir dressurmäßig gefördert und ausgebildet wird. Sie geht jedoch nicht auf Turniere, denn dafür habe ich zu wenig Zeit. Momentan befinden wir uns ungefähr auf einem Stand zwischen L und M Niveau. Leider hatte ich immer wieder furchtbare Probleme dahingehend, dass die Stute schon beim Warmreiten sehr klemmig ging, den Rücken nicht aufwölbte und sich gegen die Hilfengebung wehrte. Andauernd blieb sie stehen, hob den Schweif, als wollte sie abäppeln, und gab schreckliche „Grunzlaute“ von sich, genau so wie wir Menschen, wenn wir mal nicht „können.“ Das Problem existierte sozusagen von Anfang an – ich besitze sie seit sechs Jahren – und es wurde im Laufe der Jahre sogar noch schlimmer. Nachdem sie von verschiedenen Osteopathen behandelt worden war und somit Probleme des Wirbelsäulenapparates beseitigt waren, überprüften wir mit einem kompetenten Sattler auch den Sitz des Sattels, konnten aber auch hier keine Unregelmäßigkeiten entdecken.

Also versuchte ich, über diesen Punkt „hinweg“ zu reiten, was jedoch schwieriger war als erwartet. Dabei fiel mir nach einiger Zeit auf, dass die Stute sofort locker wurde, wenn sie ein- oder besser noch mehrmals geäppelt hatte. Danach konnte man alles reiten und es gab keine Probleme mehr. Ich fing an, diesen Zyklus zu beobachten und nach einigen Wochen war ich mir sicher, das Problem ging vom Darm aus. Ich recherchierte im Internet, dort gab es diverse Tipps, was man füttern könne. Ob es aber wirklich eine Abhilfe dieses Problems gibt – oder eher nicht, blieb offen. Es gab und gibt also einige Pferde, die auch ein Problem hatten, leicht und gelassen zu gehen, bevor sie geäppelt hatten. Auf den unterschiedlichen Foren sprach man über die Zufütterung von Mash, von Milchzucker, von Apfelessig und verschiedenen Schüsslersalzen sowie anderen homöopathischen Stoffen. Ich probierte alles der Reihe nach aus, immer einen Monat lang, damit ich sicher wusste, ob das jeweilige Mittel auch die gewünschte Wirkung zeigte. Dieses war zu meinem großen Bedauern jedoch nicht der Fall und jedesmal war ich hinterher so schlau wie vorher. Irgendwann gab ich auf. Dann lernte ich auf einem Reitseminar des berühmten Eckart Meyners eine Tierheilpraktikerin kennen. Während des Lehrgangs trat das Problem nämlich sehr offensichtlich zu Tage und wir diskutierten in der Runde der Teilnehmer darüber. Die Frau, die glücklicherweise ganz in meiner Nähe wohnt, kam nach dem Kurs vorbei und schaute sich Inka noch einmal in Ruhe an.

Dann empfahl sie mir, BOKASHI bei der Firma EMIKO zu bestellen und ein- bis zweimal täglich einen halben Messbecher unter das normale Futter zu mischen. Da ich eh keine bessere Idee hatte, tat ich wie mir geheißen und bestellte den Eimer, zumal ich noch bei mir dachte, dass es nicht wirklich teuer ist … Als dieser dann nach einigen Tagen eintraf, öffnete ich ihn und dachte im ersten Moment, das frisst Inka bestimmt nicht, weil es so sauer roch! Wir begannen also mit der Fütterung: täglich mischten wir etwas unter den Hafer und erstaunlicherweise fraß sie es sofort! Schon nach ganz wenigen Tagen stellte sich der Erfolg ein. Die Stute war wie ausgewechselt. Sie äppelte schon beim Warmreiten am langen Zügel und vor allem lief sie, auch wenn sie noch nicht geäppelt hatte, trotzdem locker und gelöst los. Das Klemmen und alle andern Probleme waren einfach verschwunden. Mittlerweile kann sie sogar im Galopp äppeln, daran war vorher nicht im Traum zu denken. Heute habe ich den zweiten Eimer bestellt und bin wirklich glücklich, diese für mich und mein Pferd doch sehr unangenehme Situation so einfach gelöst zu haben. Dazu kommt, dass die Stute viel einfacher durch den Fellwechsel kam und ein sehr schönes und glänzendes Fell bekommen hat; Blähungen hat sie überhaupt keine mehr und der dicke Bauch, den sie früher durch das Fressen großer Mengen Heu und Gras hatte, ist auch völlig verschwunden. Ich kann jedem Pferdebesitzer mit ähnlichen Problemen nur wärmstens dazu raten, dieses Ergänzungsmittel zu probieren – das Ergebnis hat mich vollkommen überzeugt!

Sabine Satwat

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