Die EMRO Sunshine-Farm

Am Tag nach der Konferenz hatten die gut 200 Gäste Gelegenheit, die neu angelegte „Sunshine Farm“ der EMRO unterhalb des EM-Hotels „Costa Vista“, in dem sich die Zentrale der EMRO auf Okinawa befindet, zu besichtigen. Aufgeräumt und ganz in seinem Element als EM-Praktiker stellte Prof. Higa sie vor. Nach ausgiebiger Besichtigung war unter Zeltdächern ein zünftiges „Barbecue“ angerichtet, bei dem man sich in Ruhe über die Beobachtungen austauschen konnte.

Das Ganze hatte als “Ryu no Tani Project” im Frühjahr 2011 begonnen. „Ryu no Tani“ bedeutet „Tal des Drachen“ und geht zurück auf alte Legenden über einen mächtigen Drachen, der einst in dieses Tal hinabgestiegen sein soll. Die Flächen, die voll waren mit Bauschutt und anderem Müll, lagen auf Grund ihrer minderwertigen Qualität schon länger brach und konnten entsprechend günstig übernommen werden. Mitarbeiter der EMRO und Freiwillige hatten die Felder gereinigt und neu angelegt – natürlich mit Bokashi, viel EMa und EM-Keramikpulver. Durch die örtliche Nähe bietet es sich an, dass sämtliche organischen Abfälle des Hotels, in dem sich zwei Restaurants befinden, als Bokashi auf diesen Feldern verarbeitet werden. Da das hier produzierte Gemüse wiederum für die Restaurants vorgesehen ist, hat man auf diese Weise einen ökologisch hochwertigen Kreislauf begonnen. Auffallend ist der Gemüseanbau auf breiten Dämmen. Dies erleichtert nicht nur die Bearbeitung, es ist vor allem notwendig wegen des gelegentlich starken Niederschlags, der ja typisch für diese Klimazone ist. So gab es auch im vergangenen Sommer ein Unwetter mit extremem Starkregen, der viele Pflanzen beschädigte oder gar auf den Boden warf, wie die jungen Papaya-Bäumchen. Dank der vollständigen EM-Pflege sind die Pflanzen aber stark und regenerieren schnell. Besonders anschaulich war dies bei den Papayas, die nach so kurzer Zeit aussehen, als sei nie etwas gewesen.

Über die Obst- und Gemüseproduktion hinaus soll die Farm der Kern für die flächendeckende Verbreitung von EM in dem Dorf Kitanakagusuku sein, zu dem das Hotel mit der EMRO Zentrale gehört. Die ersten Ziele sind schon in Angriff genommen: Die örtliche Fischer-Kooperative wird EM einsetzen, ein Großhandel für organisches Obst und Gemüse und weitere Kooperationen sind in Vorbereitung. Seit November 2011 ist die Sunshine-Farm für die Öffentlichkeit geöffnet und Prof. Higa gab der Hoffnung Ausdruck, dass sie zu einer EM-Farm heranwächst, die den Einsatz von EM vorbildhaft zeigen kann. Praktikanten sind übrigens herzlich willkommen.

Pit Mau

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