EM-Keramik aus der Eifel

Im August 2003 stellten wir im EMJournal 5 die erste EM-Töpferin vor. Bis dahin wussten wir nur aus Prof. Higas Buch Eine Revolution zur Rettung der Erde (edition EM 2009), dass es eigentlich ganz einfach ist, EM in Ton zu integrieren. Seitdem konnten wir verschiedene Töpfer oder Keramiker vorstellen, die mit großer Überzeugung und Erfolg EM-Töpferware bzw. EM-Keramik herstellen. Wir wissen aber, dass es viele gibt, die dies auch tun, von denen wir aber nichts wissen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie jede/r dieser KunsthandwerkerInnen einen ganz eigenen Stil entwickelt hat, also auch ganz unterschiedliche Geschmäcker anspricht. Diesmal möchten wir die Töpferei Moses aus der Nordeifel vorstellen, die es zwar schon seit 1975 gibt, seit kurzem aber ausschließlich EM-Keramik herstellt. Wie ist es dazu gekommen?

Ein langer Weg zu EM

In dem kleinen Ort Scheven abseits der Hauptstrasse, die von Köln in die Eifel führt, hat Michael Moses mit seiner Frau, der Textilkünstlerin Verena Hielscher einen 300 Jahre alten, denkmalgeschützten Vierkanthof zu einem Kunsthandwerkzentrum aufgebaut. Auch wenn die Aktivitäten in den letzten Jahren zurückgefahren wurden, finden hier immer noch Ausstellungen, Events und Vorträge – nicht zuletzt über EM – statt. Ein solches Zentrum strahlt natürlich in die ganze Region – so kannten auch die im gleichen Kreis wohnenden EM-Pioniere Helga und Franz Mau sowie Edith und Wolfgang Sassenscheidt die Töpferei. Früh schon konfrontierten sie Michael Moses mit der Möglichkeit, EM in seine Arbeit zu integrieren. Auch wenn er sich interessiert zeigte, dauerte es noch einige Jahre bis er von der Qualitätsverbesserung seiner Ware durch EM überzeugt war. Im Gespräch erwähnt er z. B. die ausgezeichnete Qualität der EM-Tomaten von Sassenscheidts, die ihn fasziniert hatten. Der Kölner EM-Berater Daniel Zippel, der bei ihnen Vorträge über Wasser und EM hielt, öffnete mit seinen klaren Vorträgen endgültig Michael Moses die Augen. Ein weiterer Grund war sicher das Erreichen des Rentenalters 2007. Jetzt hatte er mehr Zeit, um sich EM zu widmen. Er und seine Frau begannen selbst EMa herzustellen und überall auszuprobieren. Schnell sahen sie erste Erfolge: Bei ihren Blumen im Innenhof, besonders ihren Rosen, der Hund liebt EM ganz offensichtlich und in der Wohnung roch alles frischer und sauberer. Der Nass-Staubsauger bekommt natürlich keinen chemischen Reinigungszusatz, sondern lediglich EMa, das dreckige Wasser nährt die Blumen im Hof. Nach all diesen Erfahrungen entschloss er sich, nur noch EM-Keramik herzustellen.

Die Praxis

Michael Moses ist neugierig, deshalb hat er immer schon gern experimentiert. In seinem Gas-Brennofen entstehen reduzierte Brände, Brände ohne Sauerstoff. Bei dieser Art von Brand spielt der Keramiker mit dem Zufall. Zwar sind die farblichen Möglichkeiten sehr viel größer, aber er weiß nie genau wie die Farben herauskommen. Außerdem kommt der weitgehend anaerobe Brand der EM-Wirkung entgegen. Dass er so erfolgreich war, wusste er gleich. Er selbst sagt, seit er sich voll und ganz auf EM eingelassen hat, spüre er die gute Energie von EM schon mit den Händen. In seiner Töpferei wird nur handgedrehte Keramik gefertigt, die bei 1280 Grad im Gasofen gebrannt wird. Er verwendet ausschließlich selbst entwickelte, bleifreie, ungiftige und spülmaschinenfeste Glasuren. Die Formen und Farben sind sehr natürlich, erdnah, vielfältig und sehr individuell. Natürlich begann er mit Wasserkrügen, da die am ehesten nachgefragt werden. Sie haben wie fast alle seine Gefäße einen sehr praktischen Deckel. Schalen, Dosen und alle anderen seiner Kreationen folgten als EM-Keramik. Nutzer schwärmen auch von den schönen Keksdosen, in denen Backwaren nicht zu altern scheinen.

Neben der Gebrauchskeramik haben Michael Moses und seine Frau auf ihre Initiative hin schon früh hochenergetische EM-Perlen aus schwarzer Keramik produziert. In schöne Ketten integriert müssen sie aber genau auf die Träger abgestimmt werden, weil nicht jeder eine solche Energie braucht bzw. vertragen kann.  Wie bekommt er EM in seinen Ton? Wenn er die Masse bekommt, ist die recht trocken. Er muss sie also brechen und zerlegen, dann gibt er sie in einen Behälter und gießt sein EMa darüber bis er vollständig bedeckt ist. Zum Schluss kommt noch eine Flasche EM-X Gold dazu. Das Ganze wird mit einem luftdichten Deckel verschlossen und bis zu drei Monaten sich selbst überlassen. Wenn er den Ton herausnimmt, schillert er in verschiedenen Farben, die sich in der Luft wieder verändern. EM hat die Masse dann vollständig durchdrungen. Lassen Sie mich zum Abschluss eine persönliche Erfahrung berichten: zu Weihnachten bekam ich zwei schöne Weinpokale geschenkt – aus Ton! Bis dahin war ich ein großer Freund von funkelndem Wein in einem dünnen, kristallklaren Glas. Nun sollte ich den Wein nicht mehr betrachten können? Unmöglich! Ich stellte die beiden Gefäße erst einmal beiseite, bis ich mir mehr zufällig einen Rest Rotwein dort einschenkte. Es war ein solch angenehmes Gefühl, den Wein aus diesen perfekt geformten und Lippen-schmeichelnden Gefäß zu trinken, dass ich seitdem erheblich öfter daraus trinke als aus den gewohnten „echten“ Gläsern. Und, da bin ich mir sicher, der Wein schmeckt auf keinen Fall schlechter als gewohnt.

Pit Mau

www.toepferei-moses.de

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