EM-Konferenz in Polen: Die EM-Technologie in der Nahrungskette

Vom 11.-12.6.2010 fand im nationalen Veterinär-Forschungsinstitut in der ostpolnischen Stadt Pulawy ein Kongress statt, zu dem Prof. Higa aus Japan angereist war. Trotz einer kurzen Vorbereitungsphase war es der Firma „Greenland Technologia EM“, die seit 2000 EM in Polen mit großem Erfolg verbreitet, gelungen, ein interessantes, internationales Programm zusammenzustellen. Unter dem allgemeinen Titel „Die EM-Technologie in der Nahrungskette“ stand der erste Tag ganz im Zeichen des EM-Einsatzes in der Viehzucht. Mit einem Paukenschlag begann Greenland-Chef Pawel Zajaczkowski die Konferenz, indem er bedrückt von einem Dammbruch in der Nachbargemeinde des Firmensitzes berichtete, durch den gerade eine ganze Gemeinde überflutet worden war. Die Bewohner hatten mitten in der Nacht nur 30 Minuten Zeit, ihre Häuser zu verlassen, die dann z. T. bis zum Dach unter Wasser standen. Nachdem Prof. Higa in seinem Einführungsvortrag auf das übergeordnete Thema eingegangen war, nämlich die Bedeutung von gesunden Nahrungsmitteln, die mit Hilfe der EM-Technologie erzeugt werden können, sprach er über die Bedeutung von EM in allen Milieus, um dann auf Beispiele des EM-Einsatzes bei Naturkatastrophen einzugehen. Er erwähnte ein Waldstück in Thailand, das regelmäßig in der Regenzeit überflutet wurde, nun aber nach jahrelangem EM-Einsatz keine Probleme mehr hat, weil der Boden die Wassermassen bewältigen kann. Er erwähnte das verheerende Erdbeben in Kobe Mitte der 90er Jahre, wo die Hygiene ein großes Problem war. Großflächiges Versprühen von EM ist die naheliegende Lösung dafür – und auch für die Folgen von Überflutungen wie in diesem Sommer in Polen.

Ein Teil der europäischen EM-Familie (mit Referenten und Mitgliedern d. Instituts): 1 Prof. Teruo Higa 2 Pawel Zajaczkowski (Greenland EM, Polen) 3 Nicole Grospierre Slominska (Greenland EM, Polen) 4 Shinsuke Cchju (Chujo s.l., Spanien & Portugal) 5 Gabriella Höfler (IG-EM Schweiz) 6 Ueli Rothenbuehler (EM Schweiz AG) 7 Reinhard Mau (Emiko Deutschland) 8 Helmut Kokemoor (EM-RAKO Deutschland) 9 Hideo Kuwabara (EMRO Deutschland /EMRO Europa) 10 Konstantina Zafeiropoulou (EM Hellas, Griechenland) 11 Dr. Gerd Koschik (EM Hellas, Griechenland) 12 Frances Box (EM Effective Microorganisms Ltd, England) 13 Jan Feersma (EM AGRITON BV, Niederlande) 14 Albert de Puijsselaar (EM AGRITON BV, Niederlande) 15 Veronika Klinar (Slowenien) 16 Mr. and Mrs. Orimoto (Punto EM s.r.l., Italien) 17 Dmitry Biryukov (Ukraine) 18 Asher Maimon (EM Israel) 19 Ned Jaonanovic (Kroatien)

Besonders interessant für das Konferenzthema waren seine Ausführungen über Tiergesundheit und -krankheiten. In diesem Jahr wurde er wegen ausgebrochener Maul- und Klauenseuche in Japan zu Hilfe gerufen. Mit intensivem Einsatz der EM-Technologie war es möglich, die Krankheit innerhalb von zwei Wochen unter Kontrolle zu bekommen – kaum zu glauben für konventionelle Veterinäre. Daher sei EM in Japan auch als Vorbeugemaßnahme für Seuchenbehandlung anerkannt. Sein Resümee, das er auch auf andere Bereiche ausdehnte: das A&O der Prävention ist der konsequente und breite Einsatz von EM, um die zunehmende Oxidation zurückzufahren und überall das Immunsystem zu stärken. Bei den Fachvorträgen ging es im Wesentlichen um den Nutzen der EM-Technologie bei der Schweinezucht und in der Hühnerhaltung. Auch Ernst Hammes fasste in seinem Vortrag Erfahrungen deutscher Schweinezüchter mit EM zusammen. Auch EM-Chef in der Schweiz, Uli Rothenbühler, befasste sich mit der Schweinezucht; er stellte die erfreulichen Erfahrungen des Futterbokashi-Einsatzes in der Schweiz vor. Nicht nur die vielen erfolgreichen Beispiele, sondern auch die Tatsache, dass eines der führenden europäischen Veterinärinstitute die EM-Technologie als gleichwertigen Forschungsgegenstand angenommen hat, stimmt positiv. Vielleicht schauen westliche Forschungsinstitute zukünftig auch einmal auf die Ergebnisse aus Polen und nehmen diese in ihre Arbeit auf. Vor allem am zweiten Tag gab es neben den landwirtschaftlichen Themen auch Berichte aus anderen Bereichen. So schilderte eine Japanerin ihre EM-Pension in Polen, Veronika Klimar stellte eine neue, interessante EM-Creme aus Slowenien vor; Ned Jonavanovic zeigte einen Film über seinen Masterplan für EM in Kroatien und Nicole Grospierre-Slominska berichtete über die gemeinnützigen Aktivitäten in Polen.

Für viele waren aber die Gespräche am Rande oder an den langen warmen Abenden das Wichtigste, denn dort konnte man die neuen Gesichter der EM-Familie kennen lernen, alte Freundschaften aufleben lassen und länderübergreifende Projekte planen. Eine der häufigsten Bemerkungen: Wir sollten uns öfter sehen!

Pit Mau

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