EM-Mudball Days in Bad Zwischenahn

Obwohl wir überall lesen können, wie schlecht es den Gewässern landauf landab geht, scheint es nicht ganz einfach zu sein, eine Gruppe von Enthusiasten für eine Wasserreinigungsaktion mit EM zusammenzubekommen. Umso schöner, wenn es doch klappt. In dem beschaulichen Kurstädtchen Bad Zwischenahn im niedersächsischen Ammerland hat der örtliche EM-Stammtisch mit der Unterstützung des Bremer Stammtischs ein interessantes Gewässer aufs Korn genommen. Mechthild und Peter Herr, EM-Berater vor Ort, sind die Initiatoren des Stammtischs und haben auch diese Aktion organisiert.

Das Zwischenahner Meer

Das Bad Zwischenahner Meer ist natürlich kein Meer, sondern nur ein immerhin 500 ha großer See. Den Menschen muss er vor langer Zeit aber riesig vorgekommen sein. Heute ist Bad Zwischenahn ein beliebter Ausflugs-, Kur und Ferienort. Wie bei fast allen Seen stellen sich aber zunehmend Probleme in den Sommermonaten ein: Algen wuchern, vor allem die giftigen Blaualgen verhindern ungetrübtes Freizeitvergnügen. Das sieht nicht nur hässlich aus, die Algen entwickeln bei ihrer Zersetzung auch ziemlich unangenehme Gerüche, die auch über die Abflüsse Anwohner und Gäste belästigen. Eigentlich müsste das ganze Meer, insbesondere die dicke Sedimentschicht behandelt werden.

Zielsetzungen des Projektes

Nun besteht im Rahmen unserer kleinen Gruppe von Menschen nicht die Möglichkeiten einer Komplettbehandlung des Bad Zwischenahner Meeres. Deshalb hatten wir uns vorgenommen, anlässlich des Internationalen EM-Mudball Days am 8.8.2013 einen Teilabschnitt des Zwischenahner Meeres – den Abfluss des Meeres in die Aue – im Rahmen unseres Projekts mit
Effektiven Mikroorganismen zu behandeln. Die Aue ist im Grunde ein Zu- und Ablauf des Zwischenahner Meeres. Sie fließt bis zu einem Stauwehr, dort haben wir die ersten Mudballs eingebracht. Wenn wenig Wasser im Meer ist, läuft das Aue-Wasser zurück. Ist das Meer übervoll, fließt es in die Aue. (Auf der anderen Seite des Meeres fließt die Aue in den See hinein.) Also bewegt sich EM im ganzen Bereich (einige 100 Meter) hin und her. Wir konnten am Schaum nach dem Einbringen von EMa auch gut sehen, dass es erst in der Strömung langsam abwärts floss, eine Weile später wieder Richtung Zwischenahner Meer. Deshalb hatten wir zwei Aktionspunkte festgelegt: den Beginn der Aue nach dem Segelboothafen und der Aktionspunkt 2 direkt vor dem Stauwehr. Hier sammelt sich in der Regel sämtliche organische Fracht (Algen, Blätter, usw.), die der Bachlauf mit sich bringt.

An diesen beiden Stellen der Aue wollen wir das biologische Gleichgewicht durch die Zugabe von Effektiven Mikroorganismen gezielt unterstützen. In jedem Fall können wir mit der Zugabe der Mudballs und des flüssigen EMa eine Verbesserung der biologischen Aktivität dieses Bachlaufbereiches erreichen.

Zwei Aktionen

Unseren ersten Einsatz hatten wir Ende Juni, weil wir die warme Sommerzeit für die Wirkung der Effektiven Mikroorganismen nutzen wollten. Im Mai hatten wir gemeinsam ca. 1.500 EM-Mudballs hergestellt, die wir dann an den beiden Aktionspunkten in die Aue warfen. Zusätzlich gossen wir pro Einsatztermin ca. 300 l EMa ins Wasser. Der Haupteinsatz war aber für den 8.8. geplant. Bestärkt von den positiven Reaktionen – jemand vom Fischerei-Vereinsvorstand hatte schon bestätigt, dass die Aue in diesem Jahr nicht stinkt! – und der Unterstützung des Bremer Stammtischs, der mit einigen Kisten eigener Dangos angereist war, trafen wir uns bei gutem Wetter an der Aue. Neben dem guten Gefühl, etwas Wertvolles für die Natur und unsere Umwelt zu tun, war das Kennenlernen der beiden Gruppen eine echte Bereicherung. Daraus wird sich sicher noch mehr in der Zukunft ergeben.

Ergebnisse

Der erste positive Aspekt war die Berichterstattung. Über den Sommer hinweg gab es immer wieder Berichte, die das Thema der Algenbelastung und der notwendigen Behandlung diskutierten. Anwohner, Nutzer und städtische Verantwortliche haben uns bestätigt, dass die Geruchsbelästigung in diesem Jahr bei der Aue nicht mehr eingetreten ist, auch wenn die Algenbelastung des Zwischenahner Meeres hoch war. Allen Beteiligten haben die Aktionen viel Spaß gemacht und alle sind vom Erfolg überzeugt. Über den Winter werden wir überlegen, wie wir das gute Projekt fortführen können, denn die einmalige Aktion wird kaum ausreichen, um Algenwachstum und Geruchsbelästigung zukünftig verhindern zu können. Eine Wiederholung im nächsten Jahr wäre eigentlich notwendig. Jedenfalls war unsere EM-mudball-Aktion am 8.8. richtig gelungen. Danke an alle, die dazu beigetragen haben. Wir haben nur positive Resonanz bekommen.

Mechthild und Peter Herr

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