EM Tagung in Graubünden

Der langjährige und erfahrene EM-Händler Sebastian Dönz lud im Oktober 2017 Kunden zu einer eintägigen EM-Tagung im Forstgarten Rodels ein. Hier wird seit einiger Zeit EM erfolgreich eingesetzt wird. Am Nachmittag gab es Vorträge in der Bündner Arena in Cazis.

Mikroorganismen bestimmen unser Da­sein. In einer Hand voll Erde leben so viele Mikroorganismen wie Menschen auf der Erde. Wenn das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Bo­den stimmt, werden die Pflanzen gesund und resistenter gegen Schädlinge. Vermehren sich jedoch Fäulnisbakterien, verbreitet sich Ge­stank, und bei den Pflanzen Krankheit. Mit EM kann dies wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Sebastian Dönz aus Urmein arbeitet seit 2004 erfolgreich als EM Berater, seine Gäste an diesem Anlass waren Ueli Rothenbühler (EM Schweiz), Peter Andrey (arbeitet seit 1999 mit EM in der Landwirtschaft), Simona Brot (Pfle­gefachfrau und Beraterin in Gesundheit und Haus) sowie Paul Urech (ehem. Bio Berater). Sie alle haben wertvolle Erfahrungen gesammelt, die sie an ihre Kundschaft und weit darüber hinaus verbreiten möchten.

Reto Obrist, Betriebsleiter des kantonalen Forstgarten in Rodels zeigte und erklärte die Entstehung junger Bäume und Sträucher für den Kanton Graubünden. Deren Samen müs­sen aufwändig gesammelt, vorsichtig gela­gert und gesät werden. Je widerstandsfähiger schon die kleinen Bäume sind, desto grösser ist die Überlebenschance. Darum werden die Sa­men mit EM-Keramikpulver behandelt; so wer­den sie pilzresistenter während der Keimzeit.

EM-Boden in Berglagen

Die Besucher erfuhren aber auch, dass Heu-Tee (Bergkräuter mit Wasser angesetzt) das Wachstum von Unkraut dämmt. Glyphosat wird deswegen heute nicht mehr eingesetzt. Dafür unterstützt der verbesserte Boden das Wachstum der Jungpflanzen. Denn auch da hat sich einiges getan. So erklärt Alfio Camina­da von den Erfolgen seiner Bodenbearbeitung. Der tonhaltige Boden erlaubt kaum Lebensraum für Würmer. Ohne Humus schwemmt das Wasser wertvolle Nährstoffe weg. Spezielle Fräsen lockern den Boden sehr vorsichtig. Auf eine Hektare Gründüngung gelangen 120l EMa gemischt mit 600l Wasser; dies wird dann 2 cm in den Boden eingefräst. Nach mindestens 10 Tagen Ruhe darf weitergearbeitet werden. Ein hoher Zuckergehalt in den Grün­pflanzen garantiert eine gute Nahrung für die Mikroben, die für eine stabile Humusbildung sorgen. Wie Alfio an einer Bodenprobe zeigte, hat sich die Qualität in den oberen ca. 20 cm Boden deutlich verbessert: er wurde lockerer und belebter.

Stolz zeigte Simmi Solinger seine „EM Küche“. Er ist zuständig für die Produktion von EMa und EM5; er experimentiert gerne mit Wasser, Kräutern, Mikroorganismen und allem, was in der Natur zur Verfügung steht. Auch hier zeigt sich, dass der Jahresplan ein wichtiges Detail ist. Dank dem Einsatz von engagierten Fach­kräften wird so schon von Grund auf Rücksicht auf die Natur genommen und schädliche Che­mikalien aus der Umwelt verbannt. Die Pflan­zen sind durch EM vitaler, weniger angreifbar und robuster geworden.

Landwirtschaft

In der Landwirtschaft ist die Anwendung und Vielseitigkeit beinahe grenzenlos. Wird EM bereits im Futterbau verwendet, gelangen die Bakterien über die Tiere und den Mist in den ganzen Kreislauf und erreichen damit mehr Erfolg ohne Chemie. So erzählt Landwirt Peter Andrey von seinen langjährigen Erfahrungen mit EM: bei seinen Tieren Bokashi und Car­bonfutter, im Ackerbau gegen Krautfäule (Pflanzenfit und Biolit, auch gegen Drahtwür­mer und Schnecken) und im Garten gegen Schädlinge (EM5). Beikräuter (Unkraut) ver­lieren ihre Aufgabe und lassen den Kultur­pflanzen mehr Raum, vor allem, wenn diese EM-gestärkt werden. Riecht es unangenehm, sind meist Fäulnisbakterien an der Arbeit, die­se können durch EMa in einen positiven Zer­setzungsprozess geführt werden, ebenfalls in der Gülle.

Auch Sebastian Dönz spricht von seinen lang­jährigen Erfolgen, an diesem Anlass speziell von verunreinigen Seen durch Algenbildung, hier am Beispiel des Laaxer Sees (siehe die Be­richte im EMJournal 30 u. 55). Durch den Ein­satz von EM lösten sich die Algen und konnten leicht entfernt werden. Ihre Kompostierung mit EM schliesst diesen Kreislauf wieder.

Die menschliche Gesundheit

Simona Brot setzt EM vor allem im Haushalt ein; sie erzählte von ihren Erfahrungen in der Gesundheit. Das Wichtigste dabei liegt im Darm, unser grösstes Immun- und Abwehrsystem. Ist dieser gesund, bilden sich im Körper mehr Abwehrstoffe. Der Darm ist der Motor des Körpers, er nimmt wertvolle Nährstoffe, Vitamine etc. auf und verteilt sie. Durch die Einnahme von EM können z.B. Sodbrennen und Entzündungen gemildert und Stuhlgang verbessert werden. Zusätzlich heilen die Mikroorganismen (direktes Aufsprayen der Wunden) Verletzungen, mildern Schmerzen bei offenen Wunden und hinterlassen weni­ger Narben bei Verbrennungen. Juckreiz durch Insektenstiche oder Ekzeme werden geringer.

Meist denken wir erst bei Problemen an eine Lösung. Achten wir jedoch schon von Anfang an auf uns und unsere Umwelt, gelangen die Probleme gar nicht bis zu uns. Setzen wir EM schon beim Vorbeugen ein, kommt es gar nicht (oder weniger) zu Erkrankungen. Che­mische Mittel bekämpfen nur die Symptome, der Ursprung des Problems wird dabei nicht gelöst.

So wie der Darm das Verdauungsorgan des Menschen ist, ist der Boden das Verdauungs­organ der Erde. Wer dafür Sorge trägt, hilft mit, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

Regula Schmid (gekürzter Bericht)

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