Hochwasserhilfe 2013

Die erste Hilfsaktion des frisch gegründeten EM e.V. war die Unterstützung zweier Gemeinden an der Elbe in Sachsen-Anhalt nach der Hochwasser-Katastrophe im Sommer 2002. Mit nur wenigen Mitgliedern und kaum Kenntnissen über EM in den betroffenen Regionen wurden dennoch mehr als 4.000 Liter an die Bevölkerung verteilt. Bei den großen Überschwemmungskatastrophen in anderen Länder konnten wir später mit Spendengeldern unserer Mitglieder immer wieder helfen, sei es nach dem Tsunami im Indischen Ozean, als in Thailand die Folgen mit EM gemildert werden konnten oder jüngst in Japan nach dem gewaltigen Tsunami mit den bekannten schlimmen Folgen.

Sobald sich das Wasser zurückgezogen hat, bleiben Schmutz, organische Bestandteile, die sich schnell beginnen zu zersetzen, Öl und andere problematische Stoffe an Wänden, Böden und Gegenständen zurück – und entwickeln üble Gerüche. Schnell entstehen unhygienische Bedingungen und selbst nach ersten Reinigungen folgt häufig hartnäckiger Schimmel. In Gärten und auf Feldern lagern diese Stoffe großflächig und bedrohen die Fruchtbarkeit des Bodens. Problematisch ist, dass man nicht sieht, welche Stoffe sich wo befinden. Ist es sehr trocken, kann das problematische Gemisch in Form von Staub Mensch und Tiere belasten und natürlich auch in entferntere Regionen geweht werden. Der Einsatz von EM bietet überall schnelle Hilfe: Fäulnis wird verhindert oder in Fermentation umgewandelt, Gerüche werden umgehend gebunden und Schimmel in seiner Entstehung gehindert. Ist er aber schon da, können die Effektiven Mikroorganismen ihm die Lebensgrundlage entziehen. Auch wenn hinterher renoviert werden muss, ist EM in verschiedenen Formen eine große Hilfe, z.B. als Keramikpulver in Putz und Farben. Auch Wochen nach der Flut kann EM auf Freiflächen eingesetzt werden, um die Ablagerungen in Dünger umzuwandeln und belastete Böden zu reinigen. Viele betroffene Familien kennen die umfassende Wirkung von EM noch nicht. Wir hoffen, viele Menschen davon überzeugen zu können, so dass sie nicht nur jetzt in der Not, sondern auch in Zukunft EM in ihr Leben integrieren. Im Vordergrund steht aber nun die schnelle unkomplizierte Hilfe. Die ist nur möglich durch den Einsatz entschlossener und engagierter Helfer – in unseren Fällen überwiegend Mitglieder im EM e.V.

Südsachsen

Marco Naumann hat begonnen, im Vogtland EM zu vertreiben. Wo er wohnt, kommt das Wasser zwar nicht hin, aber in und um Zwickau erreichte die Mulde Höchststände. Mit Hilfe der örtlichen IHK wurden 1.000 Liter von der Firma EMIKO zur Verfügung gestelltes EM in 10-l Kanister abgefüllt und unter die Leute gebracht. Bemerkenswert war die Tatsache, dass auf Nachfrage nach ein paar Wochen keiner der EM-Anwender Schimmel im Haus hatte, was sonst ein großes Problem ist.

Gemeinde Deggendorf/Donau

Die niederbayrische Gemeinde Deggendorf an der Donau hat es bekanntlich schlimm getroffen. Als das Wasser kam, hatte der langjährige EM-Berater Reinhard Schiller schon seine EMa Fermenter angeworfen, so dass er bald nach dem Rückzug des Wassers den beiden EM-Beratern Thomas Max und Helmut Hintermaier fertiges EMa zur Verfügung stellen konnte. Während Thomas seinen Betrieb als permanente Abholstelle zur Verfügung stellte, besorgte Helmut rechtzeitig hochwertige Elektro-Sprüher, die dankbar in Anspruch genommen wurden und von Hand zu Hand gingen. Mittlerweile sind dort 6000-7000 Liter verteilt worden. Inzwischen hat auch ein Kleingartenverein um Hilfe gebeten, der mehrere Tausend Liter benötigt.

Nach dem Dammbruch an der Mulde (Sachsen und Sachsen-Anhalt)

Während sich die Flut die Flüsse hinabschob, erhielten wir eine Anfrage von ADRA, einer internationalen Hilfsorganisation, die in der „Aktion Deutschland hilft“ eingebunden ist. Einer ihrer Mitarbeiter, der überflutete Häuser begutachtet und den Betroffenen dann Trockner zur Verfügung stellt, kannte EM von der ersten Hilfsaktion des Vereins 2002 an der Elbe. Durch ihn kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem EM e.V., der EM und Melasse besorgte, die dann bei EM-Sachsen, vom EM-Berater Franz Kapser, fermentiert wurden. An der Mulde, die Bitterfeld mit seinen Industrieparks bedrohte, haben sich drei Gemeinden, Löbnitz, Gruna und Altsaßnitz für die EM-Hilfe entschieden. Zum einen wird EM an die Bevölkerung verteilt, zum anderen wollen die Gemeinden selbst mit Hilfe ihrer Feuerwehren überschwemmte Flächen mit EM versorgen.

Hilfe mit EM wird immer bekannter

Zum Glück gibt es nach 13 Jahren Aktivitäten in allen Bundesländern EM-ler, oft Mitglieder im EM e.V., die sich für die Hilfe mit EM einsetzen, wenn solche Katastrophen eintreffen, manche wenden sich an uns, andere an die EMIKO, manche helfen einfach mit dem, was sie herstellen können. Inzwischen haben weitere Gemeinden unsere Hilfe angefragt. Dank Ihrer aller großzügiger Hilfsbereitschaft brauchten wir bisher niemandem absagen. Wer Hilfe benötigt, bekommt sie.

Pit Mau

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