Humus und Bodenleben Teil 12

Bodenbearbeitungsgeräte und -werkzeuge aus Kupfer

Victor Schauberger entdeckt die Bedeutung von Kupfer für den Boden

Victor Schauberger, der geniale Mensch und Erfinder, akzeptierte die konventionelle Bodenbearbeitung mit Pflug, Egge und Grubber, denn zu seinen Lebzeiten wurden noch große Teile des Ackerlandes mit Zugtieren bzw. leichten Schleppern aufbereitet und weniger tief bearbeitet als es heute der Fall ist. Trotzdem schrieb Schauberger 1896: „Wohin wir schauen, zeigt sich dieser furchtbare Zerfall der Brücken des Lebens, der Kapillaren und der von ihnen aufgebauten Körper, hervorgerufen durch die mechanische und sinnlose Arbeit des Menschen, die dem Blute der Erde, dem Wasser, die Seele nahm.“
In Anbetracht neuester Erkenntnisse über die tiefwendende Bodenbearbeitung ist anzunehmen, dass Schauberger bereits vor mehr als 60 Jahren die Nachteile und Folgen dieser Wirtschaftsweise erkannte. In den 90er Jahren erhielt Schauberger von dem bulgarischen König Boris den Auftrag zu klären, warum die Erträge in den nördlichen Landesteilen, verglichen mit den südlichen mit türkischer Bevölkerung, stark zurückgingen. Schauberger sah die Ursache im Wasser als Nährstoffträger, das durch die schädliche Wirkung von Stahl und Eisen auf die Wasserqualität ausgelöst wurde. Er führte die nachlassende Bodenfruchtbarkeit im Norden des Landes auf den Einsatz von „schneller geschleppten“ Stahlpflügen zurück. (Callum Coats, Naturenergien verstehen und nutzen: Viktor Schaubergers geniale Entdeckungen, 2001.)

Schon Hochkulturen im alten Kaiserreich China verwendeten zur Bearbeitung ihrer Anbauflächen Werkzeuge aus Kupferlegierungen. Bei der Bodenbearbeitung werden (Kupfer-)Teilchen freigesetzt, die im Gegensatz zu Eisen und Stahl keinen extremen Wasserentzug des Bodens zur Folge haben. Basierend auf diesen Kenntnissen startete Schauberger nach dem 1. Weltkrieg eine Reihe von Versuchen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und Ertragssteigerung. Zunächst verwendete er als Übergangslösung herkömmliche Geräte wie Pflüge etc. und überzog diese mit Kupfer. Nach ersten eindrucksvollen Ergebnissen bezeichnete der Erfinder dieses Ackergerät als den „Goldenen Pflug“. Denn durch die Verwendung von Kupfer entstehen bio-elektromagnetische Wirkungen anstatt ferro-elektrische (Coats). Erstere lassen Ionisationsvorgänge entstehen, die Wachstum und Bodenfruchtbarkeit fördern.

Polarität kurzgefasst

Unter Polarität versteht man das Verhältnis der Gegensätzlichkeit zwischen zwei voneinander abhängigen, sich gegenseitig bedingenden Momenten oder Prinzipien. In der Biologie: Die unterschiedliche Ausbildung einander abgewandter Enden (Pole) von Körperachsen.

Schauen wir uns einmal die Gegensätze + und – näher an:

plus (+) = männlich = warm = hell = Yang = außen

minus (-) = weiblich = kühl = dunkel = Yin = innen

In der Natur gibt es immer wieder Folgen von + zu -, von – zu + usw.,  was im Grunde Spannung oder Kraft bedeutet. Fehlt diese Kraft z. B. im Boden, sind die darauf wachsenden Pflanzen geschwächt. Eisen entspannt den Boden. Demzufolge wird die Kraft vermindert und vor allem die Wasserhaltekraft stark herabgesetzt. Folglich bauen alle eisenhaltigen Böden keine Bodenstruktur (Gare) auf und gelten deshalb als trocken. Als klassisches Beispiel gelten in wärmeren Klimaten die eisenhältigen Lateritböden. Dagegen stört Kupfer die Spannung nicht. Wir erhalten durch die Bodenbearbeitung mit Kupferwerkzeugen gesündere, kräftigere Böden und erhöhte Fruchtbarkeit. Außerdem ist bei der Bearbeitung des Bodens mit Kupferwerkzeugen der Widerstand herabgesetzt, die Arbeit geht „leicht von der Hand bzw. von der Maschine“!

Einige Ergebnisse von Schaubergers Versuchen

Schauberger konnte noch nichts von der heutzutage praktizierten reduzierten Bodenbearbeitung wissen; daher hat er die seinerzeit üblichen Bodenbearbeitungsgeräte wie Pflug, Egge, Kultivator nicht in Frage gestellt. Wohl hat er diese Geräte mit Kupferlegierungen überzogen und versucht, damit die schädlichen Wirkungen der Bodenreibung durch Eisen und Stahl auszuschalten. Hier nahm der findige und Naturbeobachter Schauberger wieder den Maulwurf als Beispiel, welcher mit wenig Kraft in Sekundenschnelle eine vielfache Menge seines Körpers an Erde bewegt. In der Tat arbeitet der Maulwurf, so Schauberger, nicht zentrifugal, was Widerstand erzeugt, sondern zentripedal, was Widerstand vermeidet.

Mit seinem Biopflug machte Schauberger Untersuchungen. (Heutzutage würde man Geräte mit einer Kupferlegierungsauflage empfehlen.) Ohne die von Schauberger beschriebenen Versuche detailliert wiederzugeben, kann festgehalten werden, dass damit verblüffende Ergebnisse erzielt wurden. Die Flächen, auf denen er seine Versuche 1949 durchführte, liegen im Land Salzburg auf Höhenlagen über 600 m. Aus den Versuchen ist ersichtlich, dass die Erträge auf Flächen mit Kupfergeräten um 30 – 100 % höher lagen. So hatten Möhren die doppelte Größe, verglichen mit solchen aus Böden, die mit Eisengeräten beackert wurden. Bei Roggen erlangten die Ähren über 15 cm Länge und bis zu 104 Körner, welche auch qualitativ die Vergleichsparzellen übertrafen. Ebenso überlegen waren die Kartoffelerträge der Sorte Ackersegen von über 30 Tonnen (je Hektar), neben gesundem Aussehen und hervorragendem Geschmack. Des weiteren wurde beobachtet, dass mit Eisengeräten bearbeitete Flächen mehr Unkrautwuchs zu verzeichnen hatten als die mit dem „Goldenen Pflug“ bestellten Äcker. Darüber hinaus war feststellbar, dass auf etablierten Grünfutterflächen nach einigen Jahren um 100 % mehr Futter produziert wurde. (Alle Angaben aus Coats, 2005)

Warum sich Kupfer als Werkmaterial so wenig durchgesetzt hat

Wegen der oben erwähnten erfolgsversprechenden Versuche geriet der Erfinder Schauberger mit „korrupten Politikern und der geballten Opposition“ aus eingefleischtem Eigeninteresse aneinander, so Coats. In den Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges war es nicht möglich, den Rohstoff Kupfer auf dem normalen Markt zu erstehen, und so musste Schauberger die Sache über das Landwirtschaftsministerium einleiten. Der seinerzeit amtierende Minister gab zu verstehen, er könne nur etwas zur Verfügung stellen, wenn er eine finanzielle Entschädigung bekäme, weil ihm dadurch – namentlich aus anderen Branchen, vor allem der Kunstdüngerindustrie – Ausfälle entstünden. Schauberger wies dieses Ansinnen kategorisch zurück, indem er entgegnete, „er verkehre nicht mit Kriminellen.“ Es ist nicht unsere Aufgabe, diese Anekdote auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, aber fest steht, dass trotz der vielfach erprobten Vorteile bei der Verwendung von Kupfergeräten – außer kleinen Herstellern – noch keine bedeutende Kupferverarbeitung für diese wertvolle Technologie besteht.

Franz Höflers Kupferschmiede

Sicher befinden sich über Europa verteilt einige Kupferschmieden, die sich in einem bescheidenen Rahmen mit der Herstellung von Kupferwerkzeugen befassen. Ihr Engagement zur Entwicklung und Fabrikation dieser Geräte soll eine Basis zur Herstellung dieser Waren für die Zukunft im größeren Stil darstellen. Die Phytagoras- Kepler-Schule (PKS) in Bad Ischl als Nachlassverwalterin des Schaubergerschen Werkes ist um den Erhalt und die Umsetzung der Ideen von Schauberger bemüht. In Seminaren und Publikationen werden nicht nur die allgemeinen Errungenschaften Schaubergers, sondern auch die PKS-Gartengeräte der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Für eine Qualitätssicherung ist es wichtig, dass die Geräte in Handarbeit entstehen, denn sie sollen ja ein Leben lang gute Dienste leisten. Der dafür anerkannte Auftragnehmer ist der Kunstschmied Franz Höfler.

Diese PKS-Gartengeräte stellen eine exklusive Ware von höchster Qualität dar. Zudem sind die Geräte kaltgeschmiedet und aus einer optimalen Legierung zusammengesetzt. Das weiche Kupfer wird zu einer Legierung gebracht, welche die positiven Eigenschaften des Kupfers beibehält, jedoch den Anforderungen der Bodenarbeit standhält. Die Legierung – Bronze – besteht aus 94 % Kupfer und 6 % Zinn. Einer Luxusversion besonderer Art, der Feldhaue „Sirius“ mit dem Namen „Sculptur“, werden zusätzlich Nieten und Lötungen mit verschiedenen Elementen wie Silber, Zink, Nickel, Mangan, Eisen und Gold angebracht, die als Spurenelemente dem Boden zugute kommen. Als Garantie für diese Herstellung findet man auf den Geräten das eingepresste Firmensymbol in Form einer hyperbolischen Spirale. Von den Anwendern gibt es nur positive Rückmeldungen; wer einmal mit diesem Gerät gearbeitet hat, ist bestimmt nicht mehr bereit, mit „normalen“ Werkzeugen fortzufahren. Franz Höfler experimentiert u. a. mit mutigen Landwirten und Pionieren, um den Werkstoff Kupfer(legierung) auf landwirtschaftlichen Gerätschaften wie dem Eco-Dyn oder Grubbern zu testen.

Wir wünschen ihm und auch anderen encouragierten Handwerkern in Europa auf diesem Gebiet viel Freude und Erfolg.

Dr. Manfred Kriegl und Heidi Rudolph
   

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