Humus und Bodenleben für Klein- und Hobbygärtner

Progressiv entstehende Terrasse und ihre Probleme

In diesem und dem nächsten EMJournal möchten wir jeweils eine Anbauart der vorstellen, einmal die progressiv entstehende Terrasse, wie sie vor allem im Ackerbau entsteht, und die in einem Arbeitsgang erstellte.

Erstere Kulturmaßnahme ist häufiger als der Durchschnittsbürger glaubt. Beobachtet man in den hügeligen Zonen die Landschaft, dann sieht man häufig auf Ackerflächen diese progressiv entstehenden Terrassen, im gesetzten Fall durch die jährliche Pflugarbeit. Hier wird jährlich, an der Talsohle beginnend, horizontal Pflugfurche um Pflugfurche nach unten gearbeitet. Dies lässt an der unteren Betriebs- oder Ackergrenze einen Absatz entstehen, der in der Regel durch einen natürlichen Graswuchs, zum Teil auch durch Busch- und Baumwuchs eine natürliche Befestigung erhält.

Im Prinzip könnte man die progressiv entstehende Terrasse befürworten, wenn nicht die oberen Teilbereiche schließlich aufgrund der ständig nach unten gearbeiteten Pflugfurche sterile Teilflächen ergäben, dagegen auf der unteren Seite fruchtbarer Boden „eingegraben“ wird. Dies Phänomen – oben unfruchtbar, unten fruchtbarer – wurde durch erhöhte Düngermengen am oberen, mit reduzierten, meist Mistmengen, im unteren Bereich ausgeglichen. Fest steht dabei, dass die an der unteren Seite vergrabene, fruchtbare Erde nutzlos in die Tiefe gebracht wurde, das bedeutet eine Verlust auf ewig, während auf dem oberen Teil sich eine lang andauernde Ertragsdepression manifestiert.

Dasselbe Ergebnis entsteht im Gartenbau, wenn diese Methode durch das jährliche, mindestens einmalige Umstecken – ebenfalls in horizontaler Richtung von oben bergabwärts gearbeitet wird.

Nachdem es bei diesem Vorgehen zu enormen Erdbewegungen kommt, soll wieder Stabilität und Bodenaufbau einkehren. Und hier sind wir wieder bei der altbewährten reduzierten Bodenbearbeitung.

Das Anlegen von Terrassen verhindert den Verlust von Boden und ermöglicht den Anbau in Steillagen.

Die reduzierte Bodenbearbeitung

Vergessen wir den Pflug auf dem Acker und den Spaten im Garten. Auf unseren bewirtschafteten Flächen soll ein Gleichgewicht von Auf- und Abbauprozessen, der Humusbildung und Mineralisation auf ein höheres Niveau angehoben werden. Durch reduzierte Bodenbearbeitung soll die physische Struktur des Bodens verbessert, sollen biologische und chemische Abläufe angeregt werden. Der Humusabbau durch die herkömmliche Bodenbearbeitung soll durch Humusaufbau durch die reduzierte Bodenbearbeitung ersetzt werden. Erosion soll der Vergangenheit angehören. Erfreulicherweise wird auf unseren Hügel- und Hochbeeten und künftig auch auf den Kleinterrassen kaum noch Bodenverarbeitung im herkömmlichen Sinne betrieben. Das ist in der Tat ein wahrer Segen für die Fruchtbarkeit.

Wenn die noch wenigen notwendigen Arbeiten wie Bokashi- und Komposteinbringungen, die Saaten und leichtes Pflanzen mit Kupferwerkzeugen erledigt werden, sind wir auf dem richtigen Weg. Viktor Schaubergers Kupferschmieden liefern uns dafür die nötigen Materialien. In der Regel brauchen wir nicht mehr als eine Kleinhaue mit kurzem Stiel, eine Feldhaue, eventuell einen Setzdorn bzw. eine kleine Handschaufel.

Von vielen wird die Bedeutung der kosmischen Rhythmen im Garten und in der Landwirtschaft noch immer unterschätzt. Grundsätzlich bestehen hier zwei Arbeitsweisen, nämlich nach Mondphasen (Vollmond – abnehmender Mond – Neumond – zunehmender Mond – Vollmond) und nach den astronomischen Tierkreiszeichen. Darauf sind wir in unserem Buch Humus und Bodenleben so eingegangen, dass die LeserInnen mit dem Aussaatkalender nach Maria Thun arbeiten können.

Mittlerweile ist jedermann und -frau bekannt, dass durch das Einwirken des Menschen, vor allem auf Garten- und Ackerland – im Gegensatz zu Grünland und Wald – die Bodenfauna reduziert wird. Hauptverursacher dafür sind in den Boden eingebrachte unverrottete und unvergorene organische Dünger wie Stallmist, Gülle und Jauche. Mit diesen „Düngern“ sind keinerlei Bodenverbesserungen verbunden, stattdessen werden Fäulnisstoffe eingebracht, welche die Bodenfauna verarmen, wenn nicht vernichten. Wasserlösliche Kunstdünger erzeugen dieselben Missstände. Dagegen erzeugen präparierte organische Dünger mit Urgesteinsmehlen, EM sowie Biokohle eine wahre Bodenbelebung, denn nach Rudolf Steiner und Teruo Higa heißt düngen, den Boden zu beleben.

Der Autor Manfred Kriegl bei der Bokashi-Zubereitung in seinem Garten

Dr. Manfred Kriegl und Heidi Rudolph

Kontakt:
PKS-Kupferschmiede in Bad Ischl (Österreich): Hier kann man Vertriebspartner in  Deutschland, der Schweiz oder anderen Ländern erfragen oder selbst auf der Homepage finden: www.kupferspuren.at

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