Jahrhundertflut 2013 – weiter Hilfe in den Flutgebieten

Als erstes ist es uns ein Anliegen, allen zu danken, die mit kleinen und größeren Beträgen unser Hilfsprojekt unterstützt haben. Nicht nur die Spender, sondern auch diejenigen, die inzwischen viele Tausend Liter EMa produziert haben und meist nur den Warenwert erstattet bekommen haben, bis hin zu den unzähligen Helfern vor Ort, die informiert, beraten und EM verteilt haben.

Ging es anfangs um das Binden von üblen Gerüchen unmittelbar nach der Flut – wie im vorigen EMJournal exemplarisch gezeigt – so ging es im zweiten, späteren Schritt immer mehr um die Behandlung von überfluteten Flächen. Darunter waren Privat- und Schrebergärten, aber auch Parks, Gewässer und kommunale Flächen sowie landwirtschaftliche Nutzflächen. Im vorigen EMJournal konnten wir über die ersten Projekte berichten, u.a. erwähnten wir einen überfluteten Kleingartenverein in Deggendorf, wo das Wasser über 2 m hoch stand. Dorthin hat Helmut Hintermaier EMa geliefert. Erfreut wurde festgestellt, dass die Reinigung mit EM schnell ging und der Modergeruch verschwand. Während unbehandelte Komposthaufen unangenehm rochen, konnten die behandelten schon gesiebt und eingebracht werden. Wie weit die Obstbäume auf diese Weise gerettet wurden, wird sich im kommenden Jahr zeigen. In Löbnitz an der Mulde erfolgte eine erfolgreiche Sprüh-Aktion mit der örtlichen Feuerwehr, die einen Park mit Gewässern und alten Bäumen intensiv mit EM versorgte. Betreut wurde die Aktion von EM-Berater Franz Kapser, initiiert von Martin Külls von der Hilfsorganisatation ADRA.

Mit der internationalen Hilfsorganisation ADRA haben wir einen aktiven, zuverlässigen und gut vernetzten Partner gefunden. ADRA ist Mitglied in dem nationalen Hilfsnetzwerk „Aktion Deutschland hilft“ und begann im Juni nach der Flut, Trockner für die überfluteten Häuser zur Verfügung zu stellen. Martin Külls, der die guten Wirkungen von EM bei der Hilfsaktion 2002 an der Elbe kennengelernt hatte, überzeugte die Verantwortlichen und andere Mitarbeiter, uns zu kontaktieren, um EM in ihr Konzept zu integrieren. Im Magazin von „Aktion Deutschland hilft“ mit dem Schwerpunkt „Wiederaufbau nach dem Hochwasser“ wird über „Die wahrscheinlich kleinsten Helfer der Welt“ berichtet: „Wir haben während unserer Reise viele Menschen kennengelernt, die auf unterschiedlichste Art und Weise geholfen haben. Mal zupackend, mal mitfühlend, mal kreativ, mal voraus schauend. Die mit Abstand kleinsten Fluthelfer sind uns jedoch erst bei unserer letzten Station in Löbnitz begegnet: Effektive Mikroorganismen. Diese sind in der Lage, Fäulnisbakterien, Krankheitserreger und andere Verseuchungen innerhalb weniger Wochen weltschonend zu vernichten und unangenehme Gerüche zu binden. Martin Külls und Franz Kapser sind die Herren dieser Organismen. Im Auftrag von ADRA informieren sie die Menschen im 30 km nördlich von Leipzig gelegen Löbnitz über die verblüffende Wirkung – und geben die Kanister mit der säubernden Flüssigkeit kostenfrei ab. „Privatpersonen können unsere kleinen Helfer in ihren Gärten einsetzen, aber genauso auch Bauern auf ihren Feldern“, sagt Franz Kapser. „Denn dort haben sich durch das stehende Wasser besonders viele Schadstoffe abgelagert, die ansonsten nur schwer zu beseitigen sind.“ EM e.V., die Gesellschaft zur Förderung regenerativer Mikroorganismen, hat ADRA die Helfer kostenfrei zur Verfügung gestellt. Jetzt verteilt ADRA die Mikroorganismen an Betroffene und organisiert die Ausbringung auf öffentlichen Flächen. So zum Beispiel im Park von Löbnitz. Kapser: „Hier hat die Freiwillige Feuerwehr auf stark verschmutzten Flächen und Teichen die Mikroorganismen ausgebracht, um das Bodenleben und das Wasser zu regenerieren. Der Gestank ist mittlerweile verschwunden. “Den wahrscheinlich kleinsten Fluthelfern der Welt sei Dank!“

Fischbeck an der Elbe

Anders als 2002, als der EM e.V. erstmalig mit EM nach einer „Jahrhundertflut“ helfen konnte, gibt es heute fast überall in unserem Land EM-Berater, die große Mengen EMa schnell und von erstklassiger Qualität herstellen können, so dass es bisher noch keine Engpässe bei der Lieferung gegeben hat. Ein besonderes Hilfsprojekt findet seit September in der Gemeinde Fischbeck an der Elbe statt, wo nach dem Deichbruch in einer spektakulären Aktion Lastkähne als Barriere gegen das Elbehochwasser versenkt wurden. Vorher waren riesige Flächen überflutet worden, auf die sich das verschmutzte Wasser ergossen hatte. ADRA-Mitarbeiter Benjamin Klepp arbeitet dort mit der Gemeinde, mit Leuten, die ihre Gärten sanieren müssen, und mit Landwirten zusammen. Der Bedarf ist dort groß; inzwischen sind schon mehr als 6000 Liter EMa aus Spendengeldern der ADRA für die Sanierung und Wiederbelebung der belasteten Flächen ausgebracht worden. Noch einmal 22.000 Liter werden noch in diesem Herbst an Biobauern ausgegeben, die ihre von der Flut überschwemmten Felder dekontaminieren wollen. Die guten Erfahrungen haben dazu geführt, dass auch im kommenden Frühjahr in dieser Region EMa ausgebracht werden wird; die großzügige Spendenbereitschaft von Ihnen allen hilft, dass das möglich ist.

Pit Mau

Kontakt:
www.adra.de
www.aktion-deutschlandhilft.de

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