Japan – Erfolgreiche Maßnahmen gegen radioaktive Verstrahlung

Das mit EM angelegte Sonnenblumenfeld in der radioaktiv verstrahlten Zone.

Obwohl es in der Praxis genügend Beispiele dafür gibt, dass durch den Einsatz von EM radioaktive Strahlung in kurzer Zeit verringert werden kann, haben sich verantwortliche offizielle Stellen in Japan bisher leider nicht dazu durchringen können, EM in größerem Maßstab in den radioaktiv verseuchten Gebieten einzusetzen. Daraufhin hat die EMRO Japan – mit offizieller Genehmigung – in dem Dorf Iitate in der Provinz Fukushima, das aufgrund der radioaktiven Belastung evakuiert werden musste, mit dem EM-Einsatz begonnen. Ziel war von Anfang an, die Erfolge, die mit EM in Weißrussland in den 80er und 90er Jahren erzielt wurden, zu wiederholen und zu verbessern. Es sollte in erster Linie gezeigt werden, dass die radioaktive Belastung der Reisfelder dort innerhalb eines Jahres unter den von der Regierung festgesetzten Höchstwert von 5.000 Bq/kg gebracht werden kann. Die Test-Felder hatten eine Belastung von 20.000 Bq/kg, in erster Linie Cäsium 137, das eine Halbwertzeit von 30 Jahren hat. Wenn man die Felder sich selbst überlassen würde, hätten sie nach 30 Jahren noch immer 10.000 Bq und erst nach 60 Jahren den Grenzwert von 5.000 Bq erreicht. Ohne Behandlung müssten wir also 60 Jahre warten. Wir beschlossen, pro 10 a (1000 m²) zweimal pro Woche 100 l EMa zu sprühen, in die zusätzlich 20% Photosynthesebakterien gegeben wurden. Nach einem Monat waren die Werte schon um 40% gesunken, nach zwei Monaten um 80%. Damit hatten wir unser Ziel, unter 5.000 Bq/kg zu kommen, schon erreicht.

Was sonst 60 Jahre dauert, kann also in zwei Monaten erreicht werden. Neben unseren Tests gibt es aber auch eine Vielzahl von Fällen, wo Privatleute EM zu diesem Zweck einsetzen. EM-Bauern natürlich und Freiwillige auf Schulhöfen, Asphalt, in ihren eigenen Gärten usw. Ohne Ausnahme haben alle EM-Landwirte niedrigere Strahlenwerte auf ihren Feldern gemessen und auch ihre Produkte liegen unter messbaren Werten. Ein Abfallhaufen in der Ecke eines Schulhofs, der sechs Millisievert pro Stunde anzeigte, war nach zweimonatiger Behandlung auf 0,5 Millisievert gefallen. Die Werte von kontaminiertem Asphalt wurden um mehr als die Hälfte reduziert. Wir können daraus schließen, dass es bei radioaktiven Werten von 10.000 Bq reicht, 4-5 mal pro Jahr 100 l EMa pro 1.000 m² zu sprühen. Alle Probleme im Ackerbau und in der Tierhaltung können mit Hilfe von EM gelöst werden. Mehr als 10.000 Bq auf landwirtschaftlichen Flächen finden sich lediglich in den so genannten Hotspots, kaum aber in den evakuierten Gebieten. Deshalb ist es möglich, die Probleme zu lösen, und zwar mit einem EM-basierten Lebensstil, einer EM-Landwirtschaft und einer EM-Tierhaltung, wobei EM so selbstverständlich und großzügig genutzt werden soll wie Luft und Wasser. Selbst in hoch verseuchten Gebieten lassen sich die Probleme beseitigen, indem die Menge von EM gesteigert wird und organische Materialien wie Reiskleie zur Steigerung der EM-Konzentration eingesetzt werden. Dadurch werden Dekontaminationsmaßnahmen in großem Stil gänzlich überflüssig.

Das Sonnenblumenprojekt in Minami Soma City

Mitte Juni wurden in Minami Soma City (25 km von den havarierten Kraftwerken entfernt) 100 ha Sonnenblumensamen ausgesät. Dies war das Projekt einer Sonnenblumen-Cooperative, die das Ziel hatte, Fukushima von einer radioaktiv kontaminierten Zone in eine schöne, aktive Bio-Energie-Zone zu verwandeln. Gut 50 t EMa wurden dafür verwendet. Es war geplant, das Projekt im Herbst/Winter mit Raps weiter zu führen. Es sollte aber nicht nur Bio-Energie (Pflanzenöl) erzeugt werden, sondern gleichzeitig die Aufwertung des Bodens durch EM demonstriert werden, Wege des Umgangs mit Radioaktivität aufgezeigt und die zukünftige Entwicklung von biologischer Landwirtschaft auf der Basis von EM gezeigt werden. Weil sich aber unsere Methode der Dekontamination über den Sommer als so offensichtlich erfolgreich gezeigt hat, wurde das Sonnenblumenprojekt und die Produktion von Öl gestoppt. Die Sonnenblumen wurden untergepflügt und mit der Zugabe von EM zu EM-Kompost gemacht. Wir haben uns nun zum Ziel gesetzt, im nächsten Jahr auf diesen Feldern, die bis dahin vollständig frei von radioaktiver Verseuchung sind, Reis zu pflanzen.

Prof. Dr. Teruo Higa

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