Küchenbokashi – einfach und preiswert

Unser Mitglied Ulf Weigel lebt seit einem Jahr in Mexiko und hat dort eine einfache Methode der Herstellung von Küchen-Bokashi gefunden. Als er in seiner Anfangszeit viele neue Leute kennen lernte, hat er (natürlich!) von EM erzählt, das die meisten noch nicht kannten. Viele seiner Bekannten hatten Gärten und wollten es dann gern ausprobieren. Um ihnen zu helfen und sie schnell zu überzeugen, entwickelte er eine recht einfache Methode, Bokashi einfach und preiswert herzustellen, um es dann „sauber“ zu verschenken: 

Als erstes braucht man zwei Eimer, die sich nach unten verjüngen, damit sie ineinanderpassen. Den Boden des Inneren versieht man mit genügend großen und viele Löcher, durch die überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. Dieser Saft wird dort nicht schlecht, da er völlig luftdicht abgeschlossen ist. Er ist ein hervorragender Flüssigdünger – der allerdings gut verdünnt werden sollte. Hat der obere Eimer keinen Deckel, der alles luftdicht abschließen kann, dann muss man sich mit einem Sand-befüllten Plastikbeutel behelfen, der das organische Material nach oben dicht abschließt. Es darf natürlich nicht hineinregnen. Ganz wichtig ist, das organische Material (den Küchenabfall) mit EM zu übersprühen, oder klein geschnitten mit EM zu vermischen, bevor man es in den Eimer gibt und kräftig festdrückt, um alle Luft herauszupressen. Je kleiner, desto besser, aber hier bei diesem mexikanischen Beispiel sieht man, dass auch größere Teile hervorragend zu bokashieren sind.

Ist der Eimer voll, lässt man ihn noch mindestens zwei Wochen fermentieren, bevor man das gesamte Material untergräbt; in der kalten Jahreszeit mindestens 4 Wochen, mehr ist immer besser. Man kann dieses „Küchenbokashi“ nicht einfach auf den Beeten verstreuen, weil es in Kontakt mit Sauerstoff sehr schnell fault und stinkt, zum anderen aber auch Tiere anlockt, welche die Qualität des Bokashis schon von weitem riechen. Um allen biologischen Abfall auf diese Weise zu erstklassigem Dünger zu verarbeiten, braucht man entweder mehrere solcher Eimer- Konstruktionen oder man füllt den vollen Eimer in einen Plastikbeutel, drückt alle Luft heraus und bindet ihn fest zu. Dort fermentiert das Material weiter. Einen oder mehrere Monate, es wird mit der Zeit immer besser. Man kann sich gut vorstellen wie „el Aleman“ bei den Gartenparties seiner mexikanischen Bekannten mit diesem Geschenk Aufmerksamkeit erregte und die Leute für EM entflammte. Vielleicht ist das ja eine Anregung für Ihren nächsten Besuch einer Gartenparty …

Ulf Weigel/Pit Mau

1 Kommentare

  1. Karl McCreight

    Kleiner Tipp:
    Beim bokaschieren im Plastiksack am Besten den Sack mit einer Schnur zubinden und dabei eine kleine Öffnung belassen. Den Sack überkopf aufstellen, sodass der Bokashisaft abfließen kann.
    Sonst fängt es zu faulen an.

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