EM Mondkalender 24 Sommer 2008

Mulch im Gemüsegarten

Liebe EM-Freundinnen und –Freunde,

Im EM-Mondkalender für den Frühling wurden zur EMa-Herstellung auch Joghurt-Geräte empfohlen. Dazu bekamen wir von unserem EM e.V.- Mitglied Helmut Hintermaier den Hinweis, dass nach seinen eigenen Recherchen die Geräte mittlerweile auf dem gesamten europäischen Markt auf 42° C justiert sind. Die Überprüfung einiger Geräte unterschiedlicher Hersteller hat tatsächlich ergeben, dass sich die Temperaturen zwischen 42° und 44° C bewegen. Folglich sind diese Geräte für die EMa-Herstellung nicht geeignet, da bei dem Fermentationsprozess 40° nicht überschritten werden dürfen. Vielen Dank für diesen Hinweis!

»Wer das Gleichgewicht in der Natur nicht achtet, verliert irgendwann sein eigenes.« (Verf. unbekannt)

Mit dem Einsatz von EM werden wir zwangsläufig auf die gesetzmäßigen Kreisläufe der Natur hingewiesen. In der Erkenntnis und Achtung dessen bewirtschaften viele EM-ler mittlerweile Ihren Garten nach biologischen Grundsätzen – wenn sie es nicht vorher schon getan haben. Auch wenn die Umstellung an Zeit und Erfolg dauert, erschließen sich uns irgendwann die Gesamtzusammenhänge, und wir können über die Vollkommenheit der Natur nur staunen. So wissen wir mittlerweile, welch eine immense Bedeutung der Humus für die Fruchtbarkeit der Böden und damit für unseren Lebenserhalt hat. In Jahrmillionen hat die Natur die Grundlage allen Lebens auf diesem Planeten in Form einer etwa 30 cm dicken Schicht fruchtbarer Erde geschaffen. Aus organischem Material (Abfallprodukte der Pflanzen/Tieren und verwittertes Gestein) haben unvorstellbare Mengen von Bodenorganismen (Bakterien, Pilze, Algen, etc.) einen lebendigen Erdboden geschaffen – Grundlage allen Lebens. Der Raubbau am Boden durch exzessive Anbauweisen und Viehwirtschaft, durch die Anwendung von Kunstdünger und Chemikalien, Kahlschlag der Wälder, Versiegelung usw. hat dazu geführt, dass sich die Humusschicht erheblich zurückgebildet hat, bisweilen ganz verschwunden ist. Die Auswirkungen bekommen wir immer mehr zu spüren. Ausgelaugte und tote Böden haben nicht nur negative Auswirkungen auf die qualitative und quantitative Lebensmittelversorgung. Sie sind mit Ursache für die Zunahme der Krankheiten von Pflanzen, Mensch und Tier, der Verwüstung von weiten Landstrichen und damit maßgeblich beteiligt an negativen Umwelt- und Klimaveränderungen, wie z.B. schweren Überschwemmungen. Humusböden können zudem CO2 absorbieren und unser Klima damit erheblich entlasten. Wälder kühlen kleinräumig das Klima ab, da Bäume für die Wasserverdunstung Umgebungswärme verbrauchen. Auf diese natürlichen Regulierungskräfte müssen wir zukünftig wieder setzen, um auch der nachfolgenden Generation eine Lebensgrundlage zu erhalten. In diesem Zusammenhang könnte man fast meinen, dass die Mikroorganismen selbst dafür gesorgt haben, dass die Lebensgrundlage dieses Planeten trotz fortgeschrittener Vernichtung erhalten bleiben kann. Mit der „zufälligen“ Entdeckung der Effektiven Mikroorganismen und Ihrer Bedeutung durch Prof. Higa haben wir Menschen ein Mittel in die Hand bekommen, mit dem man relativ einfach und schnell belastete und ausgelaugte Böden regenerieren kann. Sind diese regenerativen Mikroorganismen eingebettet in einem natürlichen biologischen System, entwickeln sich starke lebendsaufbauende und -erhaltende Kräfte.

Diese natürlichen Prinzipien spiegeln sich natürlich auch in der kleinen Zelle Garten wieder. Biologische Bodenbearbeitung bedeutet zunächst die Zufuhr von organischen Substanzen in Form von verwelkten Blumen, Blättern und Ernterückständen. Organische Materialien können auch in Form von Bokashi dem Boden zugeführt werden; Mineralien in Form von Gesteinsmehl und EM-Keramik-Pulver ergänzen dies. (Siehe dazu auch den Mondkalender 2007). Die organischen Bestandteile sind wichtig, um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Diese werden aber erst dann für die Pflanze verfügbar, wenn das organische Material von Mikroorganismen zerkleinert und zersetzt wird und die gebundenen Nährstoffe freigesetzt werden. Regelmäßiges Gießen mit EMa versorgt den Boden mit einem gesunden Mikrobenleben. Neben den Mikroorganismen sind noch eine Menge anderer kleiner Bodenlebewesen an dem Prozess beteiligt. Der wichtigste Humuslieferant ist unser Regenwurm, der nur in Verbindung mit einer gesunden Mikrobenvielfalt zur Humusbildung angeregt wird. Das Vorhandensein vieler Regenwürmer zeugt bekanntermaßen von einem gesunden Boden. Des weiteren sollte der Boden gar nicht oder nur leicht an der Oberfläche im Frühjahr oder Herbst gelockert werden, damit die mikrobiologische Struktur erhalten bleibt. Vor dem Auslaugen des Bodens durch Witterungseinflüsse schützt eine pflanzliche Bodendeckung oder organischer Mulch.

Beim Gemüseanbau im Garten ist ein Fruchtwechsel wichtig, um die Übertragung von Schädlingen und Krankheiten sowie die einseitige Ausnutzung des Bodens zu vermeiden. Besondere Vorzüge bietet das Anlegen von Mischkulturen. Gemüsearten mit unterschiedlicher Reife- und Erntezeit, als Stark- und Schwachzehrer und Tief- und Flachwurzler verhindern, dass dem Boden einseitig Nährstoffe entzogen werden und schützen und fördern sich gegenseitig. Auf Verträglichkeit der Pflanzen ist zu achten. Mischkulturbeispiele im Jahresverlauf finden Sie in vielen Gartenbüchern.

Wir hoffen, dass wir mit dieser kleinen, kompakten Darstellung in etwa Ihre Fragen nach den „Zusammenhängen“ und der Notwendigkeit biologischer Bodenbearbeitung beantworten konnten. Praktische Beispiele der Bodenbehandlung und Tipps zur Jahreszeit finden Sie in den Mondkalendern Frühjahr/ Sommer 2007. Weitere inhaltliche Ausführungen zu dem Thema „Humus und Bodenleben“ finden sie in der Serie von Aufsätzen Humus und Bodenleben ab dem EMJournal 13, Nov/2005.

Renovieren mit EM

Wir alle freuen uns, dass die Tage nach der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche (auch ohne Sommerzeitumstellung) wieder sichtbar länger werden. Mit dem „mehr“ an Licht steigt auch unsere Stimmung – bis evtl. der Blick auf die vergilbten Wände der Wohnung fällt und diese Renovierungsbedarf anmeldet. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, so geben wir gern folgende Tipps weiter: Achten Sie beim Kauf der Materialien für die Malerarbeiten darauf, dass Farben möglichst keine Lösungsmittel noch Konservierungsmittel enthalten. Der Wandfarbe kann EM-Keramikpulver (Super-Cera-C) beigemischt werden, und zwar nimmt man 0,1-1% der Farbmenge. Auf 10 l fertige Farbe (wiegt etwa 14 kg) ca. 45 g Pulver = 3 Esslöffel. Achtung: das Pulver mit etwas Wasser vermischen und gut auflösen. Erst dann in dem Farbeimer alles gut verrühren. Auf keinen Fall Pulver direkt in die Farbe geben! Es ist auch möglich EM1/EMa unterzurühren – 10 ml pro 1 L Farbe. Um Farbe und Konsistenz zu überprüfen, mischen Sie ein entsprechendes Verhältnis in einem Extra-Topf vor. Auch bei Lackfarben kann Super-Cera- Pulver im gleichen Verhältnis (0,3 % der Farbmenge) zugemischt werden. Hier auch in einem Extra-Topf vormischen, um die Reaktion der Farbe zu überprüfen. Bei Kleber, Spachtelmassen und Tapetenkleister ebenfalls 0,3% des Trockengewichts Super-Cera-Pulver zufügen (auf 25 kg Pulver = 75 g Keramikpulver). Das Pulver kann hier in der Regel trocken eingemischt werden, da nach der Wasserzugabe sowieso alles gut verquirlt wird.

Mit unangenehmen Überraschungen können wir konfrontiert werden, wenn nach längerer Lagerung wieder Kleidungsstücke hervorgeholt werden, wie bei diesem Beispiel eines Vereinsmitgliedes. Die Hose, die mit Stockflecken übersät war, wurde nur dreimal mit einer EMa-Wasserlösung eingesprüht. Die Wirkung ist verblüffend. Alle Flecken sind restlos und ohne Spuren verschwunden!

Noch ein paar Tipps:

Das Auto vor der Waschanlage mit konzentriertem EMa oder EM-Reiniger einsprühen – der Lack wird wie neu… Gartenmöbel vor der nächsten Sommersaison mit EMa verdünnt reinigen. Desgleichen vor dem Einpacken im Herbst. Holzmöbel, die im letzten Sommer eine Patina gebildet haben, mit EMa pur oder mit etwas Keramik Pulver behandeln. Wenn Sie vorhaben, Ihre sehr verwitterten und verschmutzen Garten-Holzmöbel auf den Sperrmüll zu stellen, so sollten Sie das EM-OTION Programm versuchen mit Intensivreiniger, Aufheller und Holzöl. Es ist etwas zeitintensiv, aber richtig angewandt, macht es die Holzmöbel wie neu und der Anstrich hält ewig. Eine kostengünstige Alternative zur Neuanschaffung. Benutzen Sie die Produkte genau nach Anweisung und beachten Sie, dass sie nur für den Aussengebrauch gedacht sind. Allergiker und empfindliche Menschen sollten sich entsprechend schützen. Wir wünschen Ihnen allen eine erfolgreiche und gesunde Zeit.

Weronika Chojnacki und Birgit Reimann-Seiz

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