EM Mondkalender 25 Herbst 2008

Liebe EM-Freundinnen und –Freunde,

Mit der Herbst-Tag- und Nachtgleiche werden die Tage wieder spürbar kürzer und die Energien ziehen sich nach innen. Die Fülle und Kraft der Natur finden wir nun in den Früchten, in denen auch die Sonnenenergie gespeichert ist. Der Herbst ist die Zeit der Ernte und Vorsorge für den Winter. Da es Anfang November schon mal frieren kann, soll das Gemüse bis dann geerntet sein, so die Empfehlung einer Gartenfreundin. „Möhren, Rote Bete, Kohlrabi, Pastinaken usw. werden geerntet und in einem Winterlager aufbewahrt. Wichtig ist vor allen Dingen darauf zu achten, dass das Gemüse möglichst trocken ist. Zur Aufbewahrung wird es in eine kleine Holzkiste gestapelt. Jede Schicht bestäube ich leicht mit EM-Keramik-Pulver (siehe Mondkalender Frühling 2008). Oben auf gebe ich eine Schicht Laub, welches das Gemüse warm und trocken hält. Die Äpfel, die ich niemals neben dem Gemüse lagere (sie gasen beim Reifen aus), bepudere ich auch mit Keramik- Pulver, oder ich wälze sie in einem Behälter mit Keramik-Pulver. Preisgünstiger ist es natürlich, wenn ich sie nur fein bestäube. Mit dieser Methode habe ich bis zum Frühjahr gut erhaltenes Gemüse und Äpfel. Zwiebeln, Rote Bete, Möhren, Kartoffeln möglichst an Wurzeltagen ernten. Sie sind dann besonders lange und gut zu lagern.“ Weitere Tipps zum Einwecken und Lagern finden Sie im Mondkalender Herbst 2007.

Im Herbst versorgen wir auch den Boden wieder mit organischem Material aus Ernterückständen, verwelkten Blumen, Grasschnitt, Blättern usw.. Kleinere Mengen benutzen wir als Mulchmaterial. Größere Mengen werden zu Bokashi fermentiert und so dem Boden zur Verwertung und Aufbau zurückgegeben (siehe auch die Serie „Humus und Bodenleben“ im EMJournal und den Mondkalender Herbst 2007).

Kompost und EM-Bokashi

Traditionell wird in deutschen Gärten aus Abfällen meist Kompost hergestellt. Deshalb taucht immer wieder die Frage auf: Was ist der Unterschied, kann man mit EM auch kompostieren?“ Bokashi bedeutet in der japanischen Sprache „fermentiertes organisches Material“; EM-Bokashi ist folglich mit EM fermentiertes organisches Material. Die Fermentation erfolgt anaerob, d. h. unter Ausschluss von Sauerstoff. Dabei bleibt die Struktur des Ausgangsmaterials im Wesentlichen erhalten. Damit die Mikroorganismen eine große Oberfläche zur Besiedelung haben, sollten Abfälle möglichst klein geschnitten oder gehäckselt werden. Organisches Abfallmaterial (Küchenabfälle, Blätter, Grasschnitt etc.) wird in einem luftdicht verschließbaren Behälter oder Sack gegeben, mit EM1/EMa besprüht, evtl. mit etwas Trocken-Bokashi und/oder Keramik Pulver bestreut. Jede neue Lage muss festgedrückt werden, damit alle Luft entweicht. Gibt das Material Flüssigkeit ab, muss diese abfließen können. Diese Flüssigkeit ist hochwertiger Dünger, sollte aber 1:500-1:1000 mit Wasser vermischt werden. Nach ca. 3-4 Wochen ist das Material bokashiert.

EM Kompost

EM Kompost

Bei der anaeroben Fermentation mit EM entstehen zahlreiche Vitamine, Enzyme und bioaktive Substanzen, die den Boden optimal versorgen und somit das Pflanzenleben hervorragend unterstützen. Nährstoffe, wie z. B. Stickstoff (zentrales Element im Humus) gehen nicht als Wärme und Treibhausgas verloren. Der Vorgang ist vergleichbar mit milchsauer eingelegtem Gemüse (z. B. Sauerkraut). Das Endprodukt ist an Nährstoffen hochwertiger als das Ausgangsmaterial. Bokashieren lassen sich alle möglichen Arten von biologischen Abfällen. So gibt es Küchen-, Körner-, Futter-, Fertigbokashi, usw. Weitere Ausführungen und praktische Hinweise zur Herstellung, Verwendung, Einbringung etc. finden Sie hier unter unseren EM-Anwendungen.

 

Einfache Kompostierung

Kompost ist die Zersetzung von organischem Material mit Hilfe von Bakterien, die Sauerstoff benötigen, also ein aerober Zersetzungsprozess. Um ein sauerstoffreiches Milieu zu schaffen, wird in dem Komposthaufen grobstrukturiertes Material (Zweige etc.) eingebaut. Macht man das nicht sorgfältig, bilden sich anaerobe (sauerstoffarme) Bereiche und Fäulnis und Schimmel treten auf. Der Kompost muss häufig umgesetzt werden, damit möglichst überall Sauerstoff hingelangt. Der Zersetzungsprozess reduziert mit der Zeit die organischen Abfälle soweit, dass sie bei gutem Gelingen nach ca. 9-12 Monaten zu reifem Kompost reduziert sind. Bei diesem Prozess wird viel Energie als Wärme und CO2 als Gas in die Umwelt abgegeben. Im Inneren des Komposthaufens herrschen höhere Temperaturen, die auch gewollt sind, um unerwünschte Mikroben abzutöten. Der Zersetzungsprozess ist demnach ein Verbrennungsprozess, bei dem wertvolle Energien und Inhaltsstoffe verloren gehen.

Kompostieren mit EM ist eine Mischform und EM-Anwender/ innen haben damit guten Erfolg, so nachstehender Bericht. „Mit EM ist das Kompostieren viel einfacher geworden. Der Aufbau des Komposthaufes ist nicht so wichtig und die Zugabe von strukturiertem Material nicht notwendig. Das Material wird lageweise aufgeschichtet und mit EM1/EMa-Wasser besprüht und mit Gesteinsmehl und/oder Keramikpulver bestreut. Anschließend kann man eine Plane darüber geben (es hat aber auch schon ohne Plane geklappt) und die Lagen etwas festtreten. So verbleibt möglichst wenig Sauerstoff im Kompost. Umschichten ist so nicht mehr nötig. Außerdem setzt sich der Kompost schneller um. Der Reifungsprozess dauert im Sommer ca. 10-12 Wochen. Auf einen Kubikmeter fertigen Kompost rechne ich ca. einen Liter EMa. Auch achte ich auf gute Zusammensetzung, d.h. auf ein optimales C:N Verhältnis (Kohlenstoff:Stickstoff).“ Durch die fermentative und nicht oxidative Reifung wird der Kompost nicht so heiß. Die „negativen“ Bakterien werden durch die Effektiven Mikroorganismen unschädlich gemacht. Energie und Nährstoffe bleiben bei diesem Verfahren im Kompost erhalten. Spätherbst und Winter gehören zu den klassischen Pflanzzeiten. Vor allem Obstbäume, Hecken und andere Gehölze können jetzt noch eingepflanzt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Boden noch nicht gefroren ist. Bis zum Frühjahr können die Bäume und Sträucher bereits kräftige Wurzeln gebildet haben und treiben dann umso kräftiger aus. Die Wurzeln wachsen bereits bei fünf Grad über Null. Vor dem Pflanzen die Wurzeln entwirren und geschädigte Wurzeln herausschneiden. Alle anderen nur leicht einkürzen. Leichter und einfacher ist es, den Baum mit dem Ballen einzupflanzen, wie bei nachstehendem Bericht zur Obstbaumpflanzung.

Obstbaumpflanzung

„An einem sonnigen Standort ein Pflanzloch graben. Küchen-Bokashi und Super-Cera-Pulver hineingeben und das Loch wieder mit Erde füllen. Das Ganze gut mit EMa-Wasser angießen. Nach ca. vier Wochen das Pflanzloch wieder öffnen. Wenn das Bokashi umgesetzt ist, den Wurzelballen hineinsetzen und die Erde antreten. Am Rande des Pflanzlochs einen Pfahl einschlagen, der dem jungen Baum Halt bietet. Darauf achten, dass die Veredelungsstelle (verdichtete Stelle oberhalb der Wurzel) etwa eine Handbreit über dem Boden ist. Ordentlich mit Grasschnitt mulchen. Als Beipflanzen evtl. Lavendel, wilder Oregano und Kapuziner-Kresse einsetzen. Sie wirken wachstumsfördernd und schädlingsabwehrend. Das Ganze ordentlich mit EMa-Wasser angießen. Den Baumstamm mit Keramik-Pulver und Urgesteinsmehl zu gleichen Teilen vermischt mit EMa pur einstreichen. (S.a.Mondkalender Winter 2007) Da unser Baum bis zur Pflanzung vier Wochen im Hof gestanden hatte, haben wir ihn regelmäßig mit EMa-Wasser eingesprüht und den Ballen befeuchtet.“ Damit der Baum sich im nächsten Frühjahr gut entwickelt, sollte er geschnitten werden. Dazu einen nach oben wachsenden Mitteltrieb und drei starke Leittriebe um ein Drittel einkürzen. Der Mitteltrieb muss eine Handbreit über die Leittriebe hinausragen. Bei den Leittrieben sollte die Knospe, die unter der Schnittstelle immer stehen bleibt, nach außen zeigen. So wächst die Krone in die Breite. Zum Schluss alle anderen Triebe entfernen. Überhaupt ist der Spätherbst und Winter die Zeit, in der der Baumschnitt fällig wird.

Wundpflege bei Bäumen

Zur Wundpflege bei Bäumen (Obst- und Weinbäumen) und Gehölzen kommt ein Tipp von einem österreichischen Winzer. „Dazu nimmt man ein gutes Öl (z.B. kaltgepresstes Rapsöl) und vermischt es mit EM-Keramikpulver zu einer Masse, die noch streichfähig ist. Die Wunden heilen schnell, ohne zu vernarben und ohne Beeinträchtigungen zu hinterlassen.“ Gutes kaltgepresstes Rapsöl aus EM-Anbau ist u.a. erhältlich bei Wolfgang Pfister, Burladingen www.naturanbau-Pfister.de

Wir wünschen Ihnen allen eine gesunde und erfolgreiche Zeit.

Weronika Chojnacki und Birgit Reimann-Seiz

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