EM Mondkalender 26 Winter 2008

EM-Gemüse im Herbst

EM-Gemüse im Herbst

Eine der heiligen Sonnenfeiern im Jahreszyklus ist die Winter-Sonnenwende am 21. Dezember. „In der längsten Nacht des Jahres wird tief in der dunklen Erde in der stillsten aller Stunden das Licht für den nächsten Zyklus wiedergeboren“ – so der Mythos, der in fast allen Kulturen der Welt zu finden ist. In unserer christlichen Kultur manifestiert sich das in Weihnachten (Weihe-Nacht) und der Geburt des Lichtes als Christuskind. Mit der Winter-Sonnenwende ist die Dunkelheit gebannt und die Nächte werden wieder kürzer. Das Licht, die Sonne, befindet sich im Aufstieg. Neues Leben keimt auf, auch wenn es noch nicht zu sehen ist. Unter der Erde sammeln sich die Kräfte, die dann im Frühjahr in die Sichtbarkeit treten. Diese Kraft der Neuaktivierung ist seit Menschengedenken in Mythen und Ritualen gefeiert worden.

Für uns in der modernen Zeit mit Wohnung, Heizung, Einkaufsmöglichkeiten hat der Winter seinen lebensbedrohlichen, existentiellen Charakter zum größten Teil verloren. Brechen dann in einem außergewöhnlich kalten und schneereichen Winter die gewohnten Energie- und Versorgungswege für kurze Zeit zusammen, spüren wir wieder unsere Abhängigkeit von den Naturkräften. Das Bewusstsein, Teil dieses Naturgeschehens zu sein, ist weitgehend verschwunden. Nichts desto trotz sind sie in unserer Seele verankert. Wir alle kennen die Anfälligkeiten auf körperlicher und seelischer Ebene in der dunklen Jahreszeit und finden sie in Erkältungen, Energielosigkeit, depressiven Verstimmungen etc. wieder. Aber auch in dem Feiern des Weihnachtsfestes, der Freude über jeden sonnigen Tag im Winter und dem Aufatmen darüber, wenn die Tage wieder länger werden. Stimmen wir uns geistig freiwillig auf die zusammengezogenen Energien der dunklen Jahreszeit mit Innehalten und Besinnlichkeit, Reflexion und fürsorglicher Regeneration ein, kommen wir (vielleicht) auch gut über den Winter und haben genügend Kraft und Energie für den Neustart im Frühjahr.

Das Immunsystem stärken

Wenn der Winter sich aber nasskalt mit Nieselregen oder Schneematsch und monotonem Grauschleier von seiner ungemütlichsten Seite zeigt, ist die Gefahr, sich eine Erkältung oder gar Grippe zuzuziehen, besonders hoch. Ob und wie stark sich eine Erkältung ausbreitet, hängt von unserem Immunsystem ab. Das menschliche Immunsystem ist ein zentraler Bestandteil der Abwehrkräfte, das den Körper u. a. vor eindringenden, krankmachenden Bakterien, Pilzen und Viren schützt. Es ist von verschiedenen inneren und äußeren Einflüssen abhängig, man kann es aber aktivieren und stärken. Auf der körperlichen Ebene z.B. durch tägliche Bewegung an der frischen Luft und einer gesunden Ernährung. Damit die entscheidenden Stoffwechselvorgänge für die Abwehr auch aktiv sein können, ist unser Organismus auf eine optimale Versorgung von Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen, die wir in Obst und Gemüse finden. Inzwischen ist es schon selbstverständlich, zu jeder Jahreszeit das gleiche Angebot der Früchte in den Läden zu finden. Vieles davon wird noch grün geerntet und um den halben Erdball geflogen. Das führt zu hohen Einbußen an dem Gehalt von Vitaminen und verbraucht eine Menge Energie. Das regional angebotene Wintergemüse dagegen ist eine preiswerte und besonders im Hinblick auf die optimale Nährstoffzusammensetzung eine geradezu exzellente Versorgung. Alle Kohlsorten, auch Rosenkohl, Wirsing, Kohlrabi, Brokkoli strotzen geradezu von Vitaminen und Mineralstoffen. Auch vergessene Wintergemüse wie Pastinaken, Schwarzwurzeln, Steckrüben, Topinambur – bis ins 18. Jhdt. Grundnahrungsmittel in Deutschland – gehören dazu. Alle enthalten Ballaststoffe, die für Verdauung und Darmgesundheit wichtig sind. Neben dem Kohl haben besonders Zwiebeln, Lauch, Schalotten und Knoblauch eine stark antimikrobielle Eigenschaft und hemmen das Wachstum von schädlichen Viren, Bakterien, Pilzen und Konsorten. Die Bitterstoffe im Gemüse (z.B. im Chicoree) sind verdauungsfördernd und helfen der Leber bei der Entgiftung.

Bio-Gemüse

Damit wir aber in den Genuss dieser Vorzüge kommen, müssen wir auf gute Qualität achten. Bio-Gemüse aus EM-Anbau hat auch unter dem Aspekt der Vorratshaltung einen klaren Vorteil. „Durch die angemessene, natürliche Düngung und Versorgung speichern die Früchte weniger Wasser und sind umso gehaltvoller und besser lagerfähig als konventionelles Gemüse“, so ein Vereinsmitglied. „Auch beim Einlegen von milch- oder essigsaurem Gemüse sind EM-Bio-Produkte deshalb die beste Garantie für gutes Gelingen und lange Haltbarkeit.“ Nicht zu vergessen, dass Bio-Gemüse in der Regel keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweist. (Tipps zur Lagerung und Herstellung von milchsaurem Gemüse finden Sie im Mondkalender Herbst 2007 und 2008).

Wintergemüse

Frösteln, kalte Hände und Füße verlangen in der kalten Jahreszeit thermisch wärmende Nahrungsmittel. Dazu zählt durchweg unser traditionelles Wintergemüse, das einen Ausgleich von klimatischen Einflüssen wie Wind, Kälte und Feuchtigkeit bietet. Als „Arme-Leute-Essen“ mit seinem typischen Geruch, der sich erst beim Kochen entfaltet, ist Kohl aus vielen Küchen verbannt. Ein Mitglied empfiehlt zum einen eine geringere Kochzeit. Dadurch kann der Geruch deutlich vermindert werden. Zum anderen sollte man etwas Essig und eine Walnuss mitkochen und/oder zum Schluss einen Schuß EM1/a dazu zugeben. Das wirkt sich positiv auf die Verträglichkeit aus und verhindert Blähungen. Kümmel ist ein gutes Verdauungsmittel. Wer Kümmelkörner nicht mag, kann alternativ auch (gemahlenen) Kreuzkümmel verwenden. Rotkohl wird von einem Mitglied wegen seines hohen Gehaltes an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen zur Stärkung des Immunsystems besonders empfohlen: Als Salat wird er sehr fein gehobelt und mit mildem Weinessig, der süß-sauer abgeschmeckt ist (z.B. Balsamico-Essig) und kurz aufgekocht wurde, heiss übergossen. Dazu kommt ein Schuß EM1/a. Dann mit Honig, Äpfeln und eingeweichten Rosinen mischen.

Zu Gemüse gekocht wird eine gespickte Zwiebel mit Nelken in den Topf gegeben. Ein Schuss Rotwein, Zimt und Trockenpflaumen (ohne Kerne) oder Preiselbeeren verfeinern den Geschmack. Wird zum Schluss noch EM1/a dazu gegeben, sollte auf weitere Essigzugaben verzichtet werden. Es ist schon erstaunlich, wie die Natur im Grunde alles bietet, um auch den Herbst und Winter in unserer Region gesund überstehen zu können. In frostiger Kälte reift Grünkohl und trotz Schnee können wir Rosenkohl und Feldsalat ernten. Deshalb ist es besonders fatal, dass in der heutigen Zivilisation besonders viele Menschen an Verdauungsstörungen und Darmproblemen leiden, an Allergien und Unverträglichkeiten und so das Geschenk der Natur nicht in Anspruch nehmen dürfen bzw. können. Denn zur Verwertung ist schon eine einigermaßen stabile und gesunde Darmflora nötig. Im Darm, mit seinen Millionen von Mikroorganismen, wird alle Nahrung aufgeschlossen, damit der gesamte Organismus versorgt wird und optimal funktionieren kann. Wenn die Verdauung nicht stimmt, gehen Vitamine und Spurenelemente verloren. In diesem Zusammenhang sei auf das Buch von Ernst Hammes und Gisela van den Höövel Verdauung leicht gemacht hingewiesen. (Besprechung im EMJournal 26) Dort finden Sie Erklärungen, Hinweise und mögliche Therapien zum Thema Darmgesundheit.

Rettich-Sirup Rezept:

Hat uns dann doch trotz aller Vorsorge ein lästiger Husten erwischt, so kann der schnell und effektiv auf natürliche Weise mit Rettich-Sirup bekämpft werden. Rettichsaft ist ein altes Hausmittel gegen Husten und Heiserkeit und wirkt schleimlösend und bakteriostatisch. Dazu haben wir folgendes Rezept erhalten:

„Man nehme einen schwarzen Bio-Rettich, schneide oben eine Scheibe ab und höhle ihn aus – am besten so, dass ein solider Rand stehen bleibt. Mit einer dicken Stricknadel wird der Rettich dann zur Spitze durchgestochen. Das Loch muss so groß sein, um den späteren Sirup hindurch fliessen zu lassen. Die ausgeschabten Rettichstücke werden in möglichst kleine Schnipsel zerschnitten und mit der gleichen Menge braunem Zucker oder Honig vermischt. Diese Mischung wird in den ausgehöhlten Rettich gefüllt. Den übrigen Rest stellt man für später zugedeckt beiseite. Die abgeschnittene Scheibe wird wieder auf den gefüllten Rettich gelegt. Ihn stellt man mit der Spitze nach unten in eine Kanne oder ein Glas. In dem Behälter liegen fünf bis acht EM-Keramik-Pipes. Bald darauf beginnt der Sirup zu tropfen. Nach ein paar Stunden kann man den Rest Rettich- Zucker-Mischung hinzugeben. Zum Schluß wird er noch mit einem Schuß EM1/a „veredelt“. Der Sirup hält sich eine Weile, sollte jedoch möglichst bald verbraucht werden.“ Weitere Empfehlungen für die Winterzeit finden Sie in den Mondkalendern Winter 2006 und 2007.

Waschen mit EM

Ganz begeistert haben uns gleich drei Mitglieder von ihren Erfahrungen mit EM beim Waschen berichtet: „Von der Fein- bis Kochwäsche wird ein Waschhandschuh, in dem ich 30-40 Pipes eingenäht habe, immer mitgewaschen. Seitdem kann ich die Waschmittel um die Hälfte reduzieren; trotzdem wird die Wäsche vollständig sauber. Jedem Waschgang füge ich einen guten Schuss EM1/a zu. EM1/a möglichst bei einlaufendem Wasser zugeben, damit eine mögliche braune Fleckenbildung auf der Wäsche verhindert wird.“

„Besonders spürbar ist das Ergebnis beim Waschen von Angorawäsche und Wollpullovern“, so eine andere Erfahrung. „Ich lasse die Sachen einfach im warmen EM1/a Wasser lange liegen, wringe sie aus und lasse sie liegend trocknen. Noch nie habe ich so schöne, flauschige Wollsachen gehabt, die auch nicht verfilzen“. Unser Hinweis: Vorsicht bei der Menge der EM1-Zugabe bei weißer Angorawäsche!

Besonders begeistert ist eine EM-Anwenderin von der Kombination EM-Keramik-Pipes mit Waschnuss-Schalen. „Das biologische Waschmittel ist rein pflanzlich, sparsam im Verbrauch und für mich als Allergikerin gut geeignet. Die Wäsche, die Maschine und die Abflußrohre werden besonders geschont. Keine Chemiezusätze fließen in den Abfluss, Kalkbildung wird verhindert, bei EM1-Einsatz werden noch zusätzlich die Ablußrohre positiv besiedelt. Neben sauberer und auf der Haut gut verträglicher Wäsche sorgt das auch für ein ökologisch gutes Gewissen, zumal die Waschnüsse zu den nachwachsenden Rohstoffen gehören: Stoffsäckchen mit sechs bis acht Waschnuss-Schalen befüllen, Keramik-Pipes dazugeben und gut zubinden!!! Das Säckchen wird zwischen die Wäsche in die Trommel gelegt. Die Waschnüsse können ein zweites Mal benutzt werden, danach kann man sie im Bokashi-Eimer entsorgen.“

Ganz ohne Chemie: Waschnüsse, EM-Keramikpipes und EMa

Ganz ohne Chemie: Waschnüsse, EM-Keramikpipes
und EMa

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr wünscht Ihnen

Weronika Chojnacki

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.