EM Mondkalender 41 Herbst 2012

Hagebutte

„Lass die Nahrung Deine Medizin sein und die Medizin Deine Nahrung.“ Hippokrates

Hagebutte – Rosa canina

Die Wildrose/Heckenrose ist die Urform unzähliger verschiedener Zuchtrosen. Die aus Persien stammende Pflanze wächst in Europa, Nordafrika, Vorder- und Mittelasien in z. T. ausgedehnten Hecken und Gebüschen. Sie erblüht von Juni bis Juli in der charakteristischen, rosafarbenen Blütenpracht. Nach dem Verblühen reifen bis zum Herbst die leuchtend-rot strahlenden kleinen Früchte heran, die im Spätherbst gesammelt werden können, die Hagebutten. Sie lassen sich nicht nur gut als leuchtende Zierde in einem herbstlichen Strauß oder Gebinde verwenden. Als wertvolle Nähr- und Schutzgehölze, wie Sanddorn und Vogelbeere, sind sie für hiesige Vögel auch im Winter eine leicht zu findende, vitaminreiche Nahrung.

Auch den Menschen ist wohl seit Urzeiten die Hagebutte als gesunde und wohlschmeckende Nahrung bekannt. Hagebutten sind wahre Vitamin C-Bomben und die richtige Vorbereitung für die kältere Jahreszeit. Sie enthalten fünfmal mehr Vitamin C als die Zitrone, dazu Flavone, Fruchtsäuren, Vitamin B Komplex, Mineralstoffe und vieles mehr. Deshalb sind sie geradezu ideal bei erhöhtem Vitamin C Bedarf. Zu Empfehlen sind sie deshalb bei allen Erkältungserkrankungen, auch bei einer Bronchitis, da sie das Immunsystem stärken und die Abwehrkräfte anregen. Mittel aus Hagebutten sollen schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken und freie Radikale abwehren. Sie wirken leicht harntreibend und sind so auch bei chronischem Nieren und Blasenleiden zu empfehlen.

Anwendung und Verarbeitung

Traditionell werden Hagebutten zu Mus oder Marmelade verarbeitet. Man kann aber auch Essig, Likör, Fruchtwein und Tee daraus herstellen. Die fleischigen Fruchtschalen können getrocknet werden und dienen im Winter über für einen fruchtiggesunden Teeaufguß. Im Inneren der Hagebutte findet man die Kerne (Nüsschen), die als Haustee eine leicht abführende Wirkung haben.

Das Sammeln und Säubern von Hagebutten kann allerdings mühevoll sein und erfordert Geduld und Geschick. „Keine Rose (Hagebutte) ohne Dornen“ wird beim Pflücken spürbar. Geerntet werden sie, wenn sie vollreif sind (die rote Schale läßt sich leicht eindrücken), meist im September/Oktober/ November. Für die Weiterverarbeitung werden Stiele und Fruchtansätze abgeschnitten. Die Früchte werden halbiert und entkernt. Spätestens jetzt wird klar, warum es empfehlenswert ist, fürs Putzen der Früchte Gummihandschuhe zu tragen. Die Kerne/Nüsschen der Hagebutte sind mit feinen, Widerhaken-bestückten Härchen bedeckt. Diese feinen Borsten sind auch als „Juckpulver“ bekannt und lösen bei Hautkontakt einen unangenehmen Juckreiz aus. Zu diesem Zweck werden sie gerne von Kindern anderen in den Kragen gesteckt.

Zum Entkernen eignet sich ein kleiner Eislöffel ganz gut. Danach die Früchte mehrmals mit reichlich Wasser waschen, damit auch die letzten Härchen abgespült werden.

Tee-Aufguss

Um die Schalen der Hagebutte als Tee- Aufguss verwenden zu können, müssen sie, da sie ziemlich wasserhaltig sind, getrocknet werden – an einem warmen Ort oder bei minimaler Hitze im Backofen (nicht höher als 40°). Gleichzeitig kann man auf einem separaten Gitter dünn abgeschälte ungespritzte Orangen- und Zitronenschalenstreifen, auch rote Apfelschalenstreifen mittrocknen. Anschließend die Schalen grob malen und luftdicht verpacken. 250 ml Wasser und zwei Teelöffel Hagebuttenschalen im Topf kalt aufsetzen, zum Kochen bringen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Hagebuttenpulver bei Gelenkarthrose

In mehreren dänischen Studien wurde nachgewiesen, dass das standardisierte Pulver aus Samen und Schalen der Hagebuttenfrüchte eine Erfolg versprechende Therapie bei den schmerzgeplagten Arthrosepatienten darstellen kann. Das Pulver kann bestimmte Funktionen der Leukozyten, die zu Entzündungen und Gewebsschädigung führen, normalisieren.

Außerdem wirkt es antioxidativ und membranstabilisierend und beeinflusst dadurch den Aufbau und den Zerfall des Knorpelgewebes. Es hemmt Botenstoffe der Entzündung an verschiedenen Stellen des Entzündungsprozesses. Zwei Placebo kontrollierte Doppelblindstudien belegen eine bessere Beweglichkeit der arthrosebetroffenen Gelenke. Die längerfristige Einnahme von Hagebuttenpulver kann den Konsum an klassischen Schmerzmitteln reduzieren. Auch bei den Hagebutten gilt: bei Verwendung als Heilmittel fragen sie medizinisches Fachpersonal.

Hagebuttenlikör

500g Hagebutten, 125 g Kandiszucker, 3/4 l weißer Rum Früchte waschen, längs halbieren und in einem Topf mit dem Kartoffelstampfer oder einer Schöpfkelle andrücken. Die Masse und den Kandiszucker in ein vorbereitetes Glasgefäß füllen. Mit Rum übergießen; die Fruchtmasse muss vollständig bedeckt sein. Alles einen guten Monat bei Raumtemperatur durchziehen lassen. Gefäß gelegentlich leicht schütteln oder vorsichtig umrühren. Nachdem der Liköransatz gut durchgezogen ist, alles durch ein Mulltuch und anschließend durch einen Kaffefilter gießen. Wem das Sammeln und Verarbeiten zu aufwendig ist, erhält in der Regel weiterverarbeitete Produkte aus Hagebutten (Tee, Konfitüre, Marmelade, Mark der Hagebutte, Säfte und Liköre) im freien Handel, in Bioläden, Reformhäuser und Apotheken.

Hagebuttenmarmelade

1 kg Hagebutten, 500 g Gelierzucker 2:1, 2 Zitronen unbehandelt, evtl. Zimtstange, etwas Wasser. Hagebuttenstiele entfernen, Frucht halbieren, entkernen, säubern, Härchen herauswaschen, Fruchtschale klein schneiden, mit Gelierzucker vermischen und Zitronen-Saft dazugeben, ca. 4 Minuten kochen lassen. Sofort in saubere Gläser geben und gut verschließen. Wer es feiner möchte: mit Stabmixer pürieren.

EM-Knäcke

Rohkost Brot Rote Beete

Nach dem behutsamen Trocknen (unter 40°) wird aus dieser Masse ein leckeres EM-Knäcke.

Nachstehendes Rezept erhielten wir von unserem Vereinsmitglied Cora Brandt:

„Lange habe ich getüftelt an der Entwicklung eines Rohkost-Produktes, das für mich das heiß geliebte, aber leider nicht verträgliche Brot ersetzen könnte. Nach vielen Versuchen (zu hart, zu wellig, nicht schmackhaft genug) habe ich dann eine ganz einfache Variante gefunden, die alle wichtigen Kriterien erfüllt. Haltbar soll es natürlich auch sein und keine Schimmel-Spuren enthalten. Da helfen die Effektiven Mikroorganismen. Und sie steigern den Geschmack und die Verträglichkeit. Zusätzlich kann ich damit den Trester, der bei der Zubereitung meines Gemüsesaftes anfällt, verarbeiten: „Bokashi for me“. Das einzige, was ich außer Trester und EM benötige, sind feine Haferflocken und Wasser. Es wäre sicher lohnend, es auch mit Trester von Obstsaft zu probieren.“

Gemüse Rohkost Knäcke

Ca. 500 g Möhren, 1/2 Staudensellerie, eine Rote Beete säubern/schälen (soweit nötig), entsaften. Saft trinken. Den Trester in einen verschließbaren Behälter füllen, z.B. in ein 1-Liter Einmach- oder Schraubdeckel-Glas. Eine gute Tasse Kleinblatthaferflocken auf den Trester füllen. Oben sollte ein wenig Platz frei sein, ca. 1/4 des Glasvolumens. Ca. 20-30 ml EM·1 oder EMIKOSan draufgießen. Wasser einfüllen, bis alles bedeckt ist. Wegen der Gasbildung Deckel nur locker auflegen und Gefäß in eine Schüssel stellen – Gärungs-Saft läuft über. 3 Tage dunkel und warm gären lassen. Die Masse sollte säuerlich angenehm riechen. Riecht es schlecht: wegwerfen.

Danach in einer großen Schüssel alles miteinander zu einem dicken Brei vermengen. Auf Backpapier streichen, ca. 0,5 cm dick. Mit einem stumpfen Messer in Rechtecke ritzen. In einem Lebensmitteltrockner bei 37 Grad oder im Backofen bei geringster Temperatur mit wenig geöffneter Ofenklappe (Kochlöffel einklemmen) ca. 24 Stunden trocknen, dabei einmal wenden, bis sie ganz durchgetrocknet sind. An den geritzten Vertiefungen in Rechtecke brechen, in Blechdosen trocken aufbewahren. Schmeckt mit salzigem, kräftigem ebenso wie mit süßem Belag. Dieses Grundrezept kann nach Gusto abgewandelt werden. Aber kein Salz verwenden, da es die Vergärung hemmt.

Urmeersalz

Apropos Salz: In letzter Zeit wollten einige Mitglieder von uns wissen: Warum ist das EMIKO-Urmeersalz so besonders?

Wer bewusst lebt, nimmt schon seit vielen Jahren kein Industriesalz mehr. Spätestens seit Peter Fereiras Aufklärung zum Ende des vorigen Jahrhunderts über „Wasser & Salz“ greifen viele zu Himalayasalz, Fleur de Sel oder anderen hochwertigen Natursalzen. Dabei handelt es sich entweder um Steinsalz, also eingetrocknetes Salz, das in Flözen (Lagerstätte eines Rohstoffes) unter Tage abgebaut wird oder um Meersalz, das heute in südlichen Ländern aus den Ozeanen gewonnen wird.

Wenn Salzsole aus der Erde gepumpt wird – oder als Solequellen selbst an die Oberfläche dringt, handelt es sich immer um Grundwasser, das über ein Salzflöz gelaufen ist und sich im Untergrund sammelt. Salzabbau findet meist auf die gleiche Weise statt: mit Wasser wird das Salz unter der Erde aufgelöst und nach oben gepumpt, wo es wieder getrocknet wird.

Das Urmeer-Salz ist aber ganz anders! Hier wurde zufällig eine 220 Millionen Jahre alte Blase des Urmeers angebohrt. Es ist die einzige Stelle auf der ganzen Welt, wo ein Rest des Urmeers gefunden wurde, also des Meers, das damals – lange bevor es Menschen gab – den größten Teil der Erde bedeckte. Während Wasser nicht mehr als 26% Salz aufnehmen kann, scheinen bei diesem alten Wasser die physikalischen Gesetze gedehnt. Der Salzgehalt beträgt nämlich 31,5%. Im Gegensatz zum Meersalz ist dieser Urmeer-Rest keinen modernen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Und besonders wichtig: alle wertvollen Mineralien des Urmeeres bleiben erhalten. Anders als anderes Salz ist die Urmeer-Sole das reine, unbehandelte Produkt, weil es nahe zu unverändert abgefüllt wird. Die Zugabe von EM-X Gold und die Übertragung der EM-Schwingung wertet das EMIKO Urmeersalz zusätzlich auf, auch dadurch, dass es streng nach dem Mondkalender geschöpft wird. In dem Workshop auf der Mitgliederversammlung des EM e.V. in Bonn wurde demonstriert, wie mit der Urmeer-Sole einfach und lecker gekocht werden kann.

Urmeersalzgewinnung

Lesetipp: Viele Tipps zur Anwendung des Urmeer-Salzes finden sich im Mondkalender Herbst 2010 des EMJournal 33 (August 2010)

Immer mehr kristallisiert sich aber heraus, dass diese Sole nicht nur delikat schmeckt, sondern auch bei vielen Unpässlichkeiten wie Hautproblemen, Gelenkablagerungen, Problemen der Atemwege, zum Schutz vor Erkältungskrankheiten, gegen Entzündungen uvm. einsetzbar ist. Bei Gelegenheit werden wir darüber ausführlicher berichten.

Ihnen allen eine gesunde und erfolgreiche Herbstzeit Weronika Chojnacki

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

MOKA_41_Ansetzkalender

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.