EM Mondkalender 47 Frühjahr 2014

Gänseblümchen

Zu jeder gesunden Wiese gehört das unverwüstliche Gänseblümchen.

Gänseblümchen – Bellis perennis

Wer kennt das Gänseblümchen nicht, die unverwüstliche, kleine, hübsche Blume, die auf jeder Grasecke, allen Wiesen, Weiden, Weg- und Feldrainen zu finden ist. In der Kinderzeit wurden Haarkränze damit geflochten oder das Abzupfen der einzelnen Blütenblätter diente als „Liebesorakel“. Jede Blüte ziert ein strahlend weißer, unterseits meist rötlicher Strahlenblüten-Kranz, mittig die gelbe Scheibenblüte. Gänseblümchen blühen von den ersten Frühlingstagen bis weit in den Spätherbst, an geschützten Stellen fast das ganze Jahr hindurch. Sie sind besonders widerstandsfähig, frosthart und trittfest. Helle und nährstoffreiche Standorte mit niedrigem Grasbewuchs liebt die kleine nur bis 15 cm große Pflanze. Der botanische Name entspricht den Eigenschaften dieser kleinen Blume; „bellis“ oder „bellus“ bedeutet schön, hübsch oder niedlich, „perennis“ wörtlich „das ganze Jahr dauernd“, übertragen: ausdauernd, ewig. Der deutsche Name Gänseblümchen weist auf ihren Standort hin, den Weidenplätzen von Gänsen; es wird auch gern von denselben verzehrt. Viele weitere Namen zeugen von der Beliebtheit der Pflanze: Maßliebchen, Tausendschön, Zeitlose, Himmelsblume, Marienblümchen etc.

In der nordischen Mythologie war die Pflanze heilig und Ostara, der Göttin des Frühlings und der Auferstehung geweiht. In den späteren christlichen Zeiten wurde daraus das Marienblümchen, Symbol für Unschuld und Reinheit. Die Bezeichnung „Regenblume“ weist darauf hin, dass sich die Kelchblätter bei Regen und in der Nacht schützend um die Blütenblätter schließen und sich das Köpfchen senkt (nickende Schlafstellung). Bei feuchter Witterung bleibt die Blume geschlossen. Bei Sonnenschein öffnet sie sich und dreht sich nach der Sonne. Die Blüten der Gänseblümchen sind essbar. Sie schmecken dezent süsslich und eignen sich hervorragend als Dekoration oder Beigabe für Salate und Soßen, Suppen und Desserts. Als fast ganzjährig verfügbares Wildgemüse ist das Gänseblümchen ein wertvoller und wohlschmeckender Vitamin Lieferant (Vitamin C und A, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen).

Gänseblümchen in der Heilkunde

Das Gänseblümchen ist schon seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. So wurde bereits 1543 in dem Kräuterbuch von Leonhart Fuchs das „kleine Maßliebchen“ als geschätztes Heilmittel empfohlen bei Gicht, Hüftweh, Kropf und als Wundheilmittel. In der Volksmedizin wurde das Gänseblümchen als eine Art Allheilkraut z.B. zur Blutreinigung, zur Stoffwechsel und Appetitanregung, als Magen, Galle und Lebermittel, bei Husten, Hautkrankheiten und Wunden angewendet. In der aktuellen Pflanzenheilkunde findet das Gänseblümchen kaum Verwendung, obwohl das Spektrum der Inhaltsstoffe der Pflanze beachtlich ist.

Die Inhalts- bzw. Wirkstoffe sind u. a. Saponine, Bitterstoffe, Flavonoide, Vitamine, Schleimstoffe, ätherisches Öl. Die Eigenschaften sind blutreinigend, wundheilend, schleimlösend, wassertreibend und entzündungshemmend. Noch heute trinken die Engländer den „DaisyTea“ gegen Arterienverkalkung.

Gänseblümchen Haarkranz

Der Mai Im Galarock des heiteren Verschwenders, ein Blumenzepter in der schmalen Hand, fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders, aus seiner Kutsche grüßend, über Land… Erich Kästner

Anwendung:

Das traditionell wichtige Naturheilmittel der Volksmedizin findet auch heute noch, obwohl wissenschaftlich nicht nachgewiesen, seine Anwendung: Unterwegs als „Erste-Hilfe“ bei Verletzungen das Gänseblümchen zwischen den Fingern zerreiben bis Saft austritt und diesen auf die Verletzung oder auch auf Insektenstiche oder Lippenherpes auftragen. Ein Gänseblümchenaufguss wird bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen, Quetschungen, Verspannungen und Muskelschmerzen angewendet. Auch ist er gut für Waschungen und Bäder zu verwenden bei chronischen Hautleiden wie Akne und Ekzemen.

Für eine Anwendung reichen 4 EL getrocknete Gänseblümchen oder 8 TL frische Gänseblümchen auf 1 Tasse kochendes Wasser, das Ganze 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Einen sauberen Waschlappen oder Tuch darin tränken und auf die gewünschte Stelle mehrmals 10 Minuten einwirken lassen. Sind keine „unbelasteten Gänseblümchen zur Hand, gibt es in Apotheken getrocknete Gänseblümchen zu kaufen. Möglich ist auch eine Tinktur (Bellis perennis-Urtinktur). 10-20 Tropfen in 1/4 l Wasser für Umschläge mischen oder 20 Tropfen auf 1/2 l Wasser für Waschungen geben. Diese Urtinktur kann innerlich und zum Betupfen bei Lippenherpes genutzt werden.

Wird das Gänseblümchen innerlich eingesetzt, dient es der Blutreinigung und unterstützt den Stoffwechsel und die Leberfunktion. Es ist somit ein einfaches Mittel zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers.

Dafür eignet sich ein Teeaufguß:
1 Tl getrocknete oder 2 Tl Blüten mit 1/4 l siedend heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Mindestens 3 x täglich 1 Tasse trinken, evtl. mit Honig. Auch hilft der Tee wunderbar bei hartnäckigem Husten, denn die Saponine, also die Seifenstoffe verflüssigen zähen Schleim und erleichtern das Abhusten. Gemischt mit Thymian, Huflattich und Spitzwegerich ergibt sich ein gut wirksamer Tee bei Bronchialkatarrh.

In der Homöopathie findet Bellis perennis wegen der blutreinigenden, entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung Verwendung. Das Gänseblümchen gelangt in Form von Globoli, Trinkampullen oder Tropfen in den Handel.

Hinweis: Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütler – Achtung bei Allergien. Auch bei der Nutzung von Naturheilmitteln empfiehlt sich ärztliche oder naturheilpraktische Beratung.

Gänseblümchensalat:

Aus 50 ml Brühe
5 EL Obstessig
50 ml Sonnenblumenöl
30 ml Traubenkernöl
1 TL Zucker oder Honig
1/2 TL Senf
Salz, Pfeffer,
1 TL geriebenen Parmesan eine Vinaigrette rühren.
Diese über 1 Handvoll Blattsalate (Frisee, Feldsalat) und 10 Blätter Löwenzahn geben.
150 g gewürfelten Speck, kross angebraten, und 15-20 Gänseblumenblüten darüber streuen.

Gänseblümchenhonig:

Leeres Honigglas lageweise mit Blüten füllen und mit einem guten dünnflüssigen Honig Schicht für Schicht auffüllen. 2-3 Wochen dunkel an einem warmen Ort stehen lassen, immer wieder wenden, damit sich die Blüten mit dem Honig gut vermischen. Dunkel lagern und bei Bedarf abseien.

EM und Gesundheit

Aus der Schweiz erhielten wir einen interessanten Erfahrungsbericht über die Anwendung von EM bei einem entzündeten Zeh: „Mein Mann ist seit einem Schlaganfall einseitig gelähmt. Somit ist die Durchblutung nicht mehr optimal. Er klagte über Schmerzen an seinem gelähmten Fuß. Der große Zeh war warm und rot. Um den Nagel sah man einen weißen Rand als wäre da Eiter. Erst mal habe ich ihm ein EM-Fußbad vorbereitet und weiter beobachtet. Am Abend war noch keine Verbesserung sichtbar, also habe ich ihm über Nacht einen EM-Wickel angelegt. Ich habe einen Baumwollstoff mit EMa pur getränkt und mit einer Frischhaltefolie abgedeckt, dann erst richtig verbunden. Am anderen Morgen sah es schon viel besser aus. Tagsüber habe ich ihm zweimal den Verband mit EM-Keramikpulver erneuert. Am zweiten Abend das gleiche Prozedere mit Fußbad und Wickel. Am Morgen die Überraschung! Die Entzündung ist massiv zurückgegangen, der weiße Rand öffnete sich und der Eiter ist abgeflossen. Da habe ich ihm gleich nochmals einen Umschlag angelegt. An den nächsten zwei Tagen war nur noch am Abend ein Fußbad nötig. Die Haut um den Nagel hat sich geschält, aber darunter hatte sich schon wieder eine komplett gesunde Haut entwickelt. Der Fuß war geheilt!

Ich benutze EM im Haus und Garten und habe immer wieder erstaunliche Resultate. Ich habe auch einen Fermenter und mache mein eigenes EMa. Dass ich für die Pflege meines Mannes ein so effektives und völlig natürliches Mittel habe, finde ich genial. Ich kann’s nur empfehlen: Ausprobieren geht über studieren!“

EM hilfreich bei Gestank

Von einem sehr aktiven Vereinsmitglied erhielten wir nachstehenden Bericht: „Vor etwa 2 Jahren rief mich ein Mann aus einem Nachbarort an. Er bewohnte ein Haus, das er auch kaufen wollte. Hier hatte vorher ein Paar mit drei Katzen gewohnt. Dieses Paar war häufiger außer Haus und so waren die Katzen sich tagelang selbst überlassen. Da Katzen nun aber auch natürliche Bedürfnisse haben, mussten sie diese auf dem Dachboden hinterlassen. Man kann sich vorstellen, wie es dort gerochen hat. Beim Einzug haben die neuen Mieter erst mal den Bretterbelag und die ganze Glaswolle entsorgt (was sich in der nächsten Heizkostenabrechnung niederschlug). Die Gerüche wurden dadurch allerdings nicht wirklich weniger.

Im Internet suchte der Mann nach einer Lösung. Er stieß immer wieder auf den Begriff Effektive Mikroorganismen. Nach weiteren Recherchen, wo EM zu bekommen sei, rief er mich an. Ich beriet mich mit Gisela Kokemoor und schlug ihm vor, eine Paste aus EM-Keramikpulver (Super Cera C) und EMa anzurühren und damit die Balken einzustreichen. Parallel dazu hat er über mehrere Wochen den Dachboden immer wieder mit einer EMa Verdünnung ausgesprüht. Beim nächsten Besuch des Schornsteinfegers wunderte sich dieser sehr, denn die Gerüche waren vollständig verschwunden. Und das schon seit einigen Wochen!“

Bokashi

fermentiertes Küchenbokashi

Vorbildliches Küchenbokashi: Eine Mixtur vieler unterschiedlicher Materialien. Anders als im Kompost verändern sich Farbe und Konsistenz nur sehr langsam. Es gibt keine Luftlöcher, es ist feucht, aber nicht nass und es ist durchsetzt von weißem Pilz, der eine gelungene Fermentation anzeigt. Wahrscheinlich riecht es angenehm süß-säuerlich vergoren.

Sobald der Boden nicht mehr friert, kann Bokashi eingebracht werden. Seitdem EM im Garten angewandt wird, stellen Gärtner/ innen die Frage, Wie oft kann ich Bokashi ausbringen? Vor der Beantwortung muss man sich klar machen, dass der Boden, insbesondere ein humusreicher Boden eine unendliche Zahl von winzigen und nicht ganz so winzigen Lebewesen beherbergt. Sie alle, vom Bakterium über den Springschwanz bis zum Regenwurm wollen – wie jedes Lebewesen – ständig essen und trinken. Deshalb sollte der Boden nicht austrocknen bzw. so humusreich sein, dass er lange Feuchtigkeit speichern kann – z.B. mit Hilfe von Pflanzenkohle. Und er sollte oft gefüttert werden, am besten mit gut fermentiertem organischem Material, das ein ausgewogenes C/N Verhältnis hat, wie z.B. das Küchenbokashi. Bringe ich viel ein, gibt es auch viele Bodentierchen, die immer mehr Humus aufbauen.

Küchenbokashi eingraben

Fertiges Küchenbokashi muss unter die Erde. In dicht bewachsenen Gärten bietet sich das Anlegen vieler kleiner Depots an.

Die meisten konventionell bewirtschafteten Böden haben weniger als 1 % organische Masse. Unsere EM-Mikroorganismen brauchen mindestens 2 %, sonst verhungern sie. 7-8 % sind anzustreben, was eine Weile dauert, aber mit dem Zusatz von (Pflanzen) Kohle kann man bis zu 15 % erreichen.

Hinweis:
Frisches Küchenbokashi ist sauer und sollte deshalb nicht direkt an die Pflanzen gebracht werden, auch nicht direkt an die Wurzeln. Man lässt immer ein wenig Abstand, denn die Wurzeln wachsen zum Bokashi hin. Alte Erde kann in einem Kübel mit Bokshi vermischt werden. Mit EM begießen und zugedeckt mindestens 4 Wochen stehen lassen. In diese nährstoffhaltige Erde kann dann direkt gepflanzt oder gesät werden.

In diesem Sinne eine gesunde und erfolgreiche Zeit.

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

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