EM Mondkalender 49 Herbst 2014

Die Ringelblume

Die Ringelblume galt früher als Wetterorakel, da sie ihre Blüten zusammenfaltet, wenn schlechtes Wetter mit Regen aufzieht.

Ringelblume – calendula officinalis

Nachdem die Ringelblume aus Südeuropa nach Mitteleuropa eingeführt wurde, fand sie ab dem 12. Jahrhundert zuerst ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten. Mittlerweile ist sie weit verbreitet und wird teilweise auch konventionell als Zier- und Heilpflanze kultiviert. Manchmal kommt die Ringelblume auch verwildert vor. Traditionell schmückte sie als „Totenblume“ auf Friedhöfen auch Gräber, nicht zuletzt wegen ihrer lebendigen Wuchskraft und der strahlenden Blütenfarbe von hellgelb bis dunkelorange; verstanden als Symbol für den Übergang des Toten in einen strahlenden neuen Seinszustand. Da sie den ganzen Sommer über bis teilweise in den November hinein blüht (solange es keinen Bodenfrost gibt) und sich auch immer wieder selbst aussät, gilt sie in vielen Kulturen als Symbol für die Unvergänglichkeit.

Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler. Sie ist sehr anspruchslos und wächst fast auf jedem Boden. Wenn die Blüten nach dem Verblühen abgeschnitten werden, bilden sich wieder neue Blüten. Ihr Name kommt wahrscheinlich von den geringelten Samen, die sich aus den weiblichen Randblüten entfalten. Sie wird 50-60 cm groß und ist einjährig. Wenn sie bis zur Samenreife stehen kann, sät sie sich selbst aus. Man kann auch die Samen vom Rest trennen und sie im nächsten Frühjahr wieder aussähen.

Die Ringelblume als natürlicher Pflanzenschutz und Bodenverbesserer

Die Ringelblume hat in vielerlei Hinsicht einiges zu bieten und gehört zu den nützlichsten Gartenpflanzen überhaupt. Sie hält Schädlinge fern und dient so dem natürlichen Pflanzenschutz. Zur Abwehr von Fadenwürmern können Gemüsebeete, Kartoffel- oder Erdbeerpflanzungen mit Ringelblumen vollständig umrandet werden. Auch die gefräßigen Schnecken lassen sich davon abschrecken. Die etwa 20 cm in die Tiefe reichenden Pfahlwurzeln lockern das Erdreich auf, binden Restnährstoffe und bewahren so den Boden vor Auswaschung. Auch können im Herbst die verblühten Teile als Bodendecker dienen oder auch leicht in die Oberfläche des Bodens eingearbeitet werden. Als Gründüngung verbessert sie die Qualität des Bodens.

Die Ringelblume als Heilpflanze

Obwohl die Ringelblume wohl zu den ältesten Kulturpflanzen gehört, ist sie erst seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Erste Aufzeichnungen finden sich im 12. Jahrhundert bei der Äbtissin Hildegard von Bingen. Sie führte „Ringula“ als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Entzündungen aller Art ein. Wissenschaftlich belegt ist die positive Wirkung der Ringelblume bei schlecht heilenden Wunden, einschließlich Unterschenkelgeschwüren, bei Verbrennungen und Ekzeme, Entzündungen der Haut und der Schleimhäute. Nachgewiesen wurden ebenfalls Blutfett senkende, Gallenfluss anregende und Immunabwehr steigernde Eigenschaften. Ihre Heilwirkung machte die Ringelblume 2009 zur Heilpflanze des Jahres. Sie kann bei jeglicher Art von Entzündungen angewendet werden und ist somit absolut vielfältig. Die enthaltenen Wirkstoffe wehren Bakterien, Viren und Pilze ab, Entzündungen werden gehemmt.

Für Heilzwecke werden in erster Linie die ganzen, frisch aufgeblühten Blütenköpfe bei trockenem, sonnigen Wetter gesammelt. Sollen sie aufbewahrt werden, lässt man sie ein paar Tage vortrocknen. Dann erst werden die Zungenblüten abgezupft und anschließend fertig getrocknet.

Traditionell wird die Ringelblume meist als Salbe oder Tinktur angewendet, und zwar bei Hautverletzungen, -entzündungen, leichten Brandwunden, Sonnenbrand, Ekzemen, bei Quetschungen, Verstauchungen und blauen Flecken. Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre können mit Ringelblumensalbe behandelt werden, ebenso wie Dekubitus und offene Beine. Neben äußerlichen Anwendungen wird die Ringelblume auch innerlich eingesetzt. Zur innerlichen Anwendung empfiehlt sich ein Tee, der aus den Blüten hergestellt wird. Bei Magen-Darm-Störungen und -Geschwüren, Gallenleiden, Leberbeschwerden, Menstruationsbeschwerden soll er heilend, zumindest lindernd wirken. Auf das Nervensystem hat er eine beruhigende Wirkung.

Ringelblumenöl hat hervorragende Heilwirkung und kann zum direkten Einreiben oder zur Verwendung in Salben und Cremes eingesetzt werden. Über ein Glas gesammelte oder auch gekaufte Ringelblumenblüten wird ein gutes Öl (z.B. Olivenöl extra virgen) gegossen, bis sie bedeckt sind. Das verschlossene Glas wird an einen sonnigen, warmen Platz gestellt, und ab und an wird das Öl aufgeschüttelt. Nach etwa drei Wochen wird das Ringelblumenöl mit einem Kaffeefilter abgegossen und in eine dunkle Flasche gefüllt.

Die Ringelblumen-Tinktur ist für die innere und äußere Anwendung verwendbar. Innerlich als Tropfen einzunehmen; äußerlich als Kompresse, verdünnt zur Waschung oder als Teilbad, oder auch pur auf die Haut aufgetupft oder in Cremes eingerührt.

In einem Glas werden die Ringelblumen-Blüten (halbvoll) mit Doppelkorn oder Weingeist übergossen. Das verschlossene Glas an einem warmen Ort stellen Nach ca. drei Wochen, wenn die Tinktur Farbe angenommen hat, durch einen Kaffeefilter die Tinktur abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen.

Für einen Ringelblumen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich. Wässrige Aufgüsse wirken schmerzstillend, pilzabtötend, bakterien- und virenhemmend. Einen Sud aus Ringelblumen kann man zu Waschungen benutzen, aber auch für Umschläge bei Wunden.

Auch für unseren Speiseplan haben sie einiges zu bieten. Die Blütenblätter sind für verschiedene herzhafte Brotaufstriche, Suppen, Blütenbutter und auch im Kuchen
geeignet. Mit den carotinhaltigen Ringelblumen wurden früher auch Butter und Käse völlig biologisch gefärbt. Ringelbblumenprodukte sind auch im Reformhaus und in der Apotheke zu kaufen.

Hinweis: Bei Anwendung immer Rat von Fachleuten holen. Empfindliche Haut kann mit Hautreizungen reagieren. Wer auf Korbblütler allergisch ist, sollte Zubereitungen aus dem Heilkraut nicht anwenden.

Erfahrungen mit EM

„Im Anhang habe ich Euch ein paar Bilder von meiner Amaryllis angefügt. Sie war sehr kränklich. Im Topf war wilder Klee gewachsen, mit dem sie sich gut vertragen hatte, der dann aber mit etwas wie Mehltau befallen war. Nun drohten beide gemeinsam sich zu verabschieden. Ich hab dann beides fleißig mit EMa besprüht und was soll ich sagen? Der Mehltau verschwand und nun blüht und blüht und blüht die Amaryllis! Bisher hat sie zweimal im Jahr vier Blühten gehabt. Seit der Behandlung mit EMa blüht sie seit Wochen immerzu. Erst vier Blüten, dann zwei Stände mit einmal vier und einmal fünf Blüten, und jetzt schiebt sie schon wieder nach!!! Ich hoffe sehr, dass sie sich nicht total verausgabt.“

Läuse – Läuse – Läuse

„Was für ein Schrecken, festzustellen, dass unsere wunderschöne Rose im Vorgarten über und über von verschiedenen Sorten Blattläusen befallen war. (In Mitteleuropa leben etwa 850 Arten!) Aber auch Unmengen von Ameisen wuselten in den Rosen herum. Aus Zeitmangel hatten wir den Rosenstrauch im vergangenen Herbst und in diesem Frühjahr nicht besonders gepflegt und versorgt. Die Ameisen haben das Ihrige dazu beigetragen, indem sie die Läuse gut pflegten und von ihren Ausscheidungen lebten. Die erste spontane Maßnahme, die Läuse per Hand zu zerquetschen, fruchtete nicht viel, da sie munter auf die unteren Blätter herunterrieselten. Zudem waren auch die Unterseiten der Blätter befallen. Einige Tage hintereinander haben wir sie abends mit einer EMa-Wasser-Mischung tropfnass eingesprüht. Dazu wurde der Boden mit einer Bokashi/ EM-Keramik/Gesteinsmehl-Mischung versorgt und zusätzlich mit EMa-Wasser und einer Ladung Mikro-Dünger (Vinasse plus EM) begossen. Nach zwei bis drei Wochen hatte sich der Läuse-Bestand schon erheblich reduziert. Nach einmaligem Einsprühen mit EM5 (selbst herzustellen oder bei EMIKO als EM5 mit Pfeffer und Knoblauch zu kaufen) zogen sich nach wenigen Tagen auch die restlichen Ameisen zurück… und wir konnten uns an einer gesunden, üppig blühenden Rose erfreuen.“

Zur Info: EM vernichtet keine Läuse, sondern fermentiert deren Eier, das erklärt auch, dass sie so plötzlich verschwinden. Eine Generation stirbt, die nächste kann nicht nachwachsen. Außerdem vertreibt EM die Ameisen: Sie verschleppen nämlich die Mikroorganismen in ihre Nester, wo auch deren Eier anfangen zu fermentieren. Das bewegt die Ameisen, sich einen neuen Standort für ihr Nest zu suchen – hoffentlich weit weg von dem unwillkommenen Ort.

Musikinstrument mit EM reinigen

„Das glaubt mir niemand im Orchester: EMa sprühen, ein wenig warten und nachwischen; so bleibt meine Mandoline immer in bester Stimmung, und sie ist gepflegt von Kopf bis Fuß! Ich nehme dafür ca. 10 ml EM·1 oder EMa in eine Sprühflasche Wasser, wie ich es im ganzen Haushalt benutze.“

Für Sie eine gesunde und erfolgreiche Zeit.

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

EM Ansetzkalender Herbst 2014

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