EM Mondkalender 52 Sommer 2015

Weißdorn

Weißdorn – Crataegus monogyna/ Crataegus laevigata

Der Weißdorn gehört zu den Rosengewächsen und kommt fast überall in Europa vor. Es gibt viele Weißdornarten, die sich gerne miteinander kreuzen. In Deutschland gibt es vorwiegend zwei Arten.

Der Weißdorn ist von den Alpen über die Mittelgebirge bis ins Flachland und an der Küste anzutreffen. Er wächst bevorzugt auf Lehmböden an Waldrändern oder Hecken an möglichst sonnigen Standorten. Er wird bis zu 10 m hoch, wird einige hundert Jahre alt, ist tief verwurzelt und hat ein hartes Holz. Das wurde in früheren Zeiten gerne für Werkzeugstiele verwendet. Kurz nachdem im Frühjahr die Blätter gewachsen sind, erscheinen im Mai bis Juni die weißen Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich bis August oder September rot-glänzende Früchte. In Notzeiten wurden bis ins 20. Jh. hinein die mehligen Früchte als Mus und Mehlersatz verwendet. Die gerösteten Kerne dienten als Kaffeeersatz.

Mit seinen Dornen bildet er ein undurchdringliches Gebüsch und bietet somit Vögeln und anderen Kleintieren Schutz. In früheren Kulturen wurde dem Weißdorn eine große Kraft zur Abwehr allem Bösen zugesprochen und Weißdornbüsche und –zweige waren an fast jedem Haus zu finden. Dank des Blütennektars ist er eine willkommene Bienenweide. Seine roten Früchte sind ein gefundenes Fressen für Vögel. Schon deshalb empfiehlt es sich, eine Weißdorn-Hecke als natürlichen Zaun anzupflanzen. Am besten kauft man fertige Pflanzen, die im Frühling in den Boden gesetzt werden.

Heilpflanze

Weißdorn war schon im Altertum als Heilpflanze bekannt. Seit dem 14. Jahrhundert nutzen Heilkundige ihn als herzstärkendes Mittel. Im 19. Jh. – mit dem Beginn des Industriezeitalters – sind seine positiven Heilkräfte auf das Herz erstmals wissenschaftlich untersucht worden und zwar von französischen und englischen Ärzten.

Die wirksamen Inhaltsstoffe, eine Vielzahl unterschiedlicher Substanzen, kommen in Blättern, Blüten und in abgemilderter Form auch in den Früchten vor. Besonders wichtig sind vermutlich die Polyphenole und Crataegeslacton, die Crataegussäure, die bei der Herzwirksamkeit eine große Rolle spielt. Durch klinische Studien und wissenschaftliche Prüfungen belegt gilt heute der Weißdorn als das beste Mittel bei nachlassender Leistung des Herzens. Weißdorn schützt das Herz, indem er dafür sorgt, dass die Herzkranzgefäße besser durchblutet werden und sie den Sauerstoff besser ausnutzen können.

Hinweis: Lassen Sie sich zu Dosierung und Anwendung immer ärztlich oder in der Apotheke beraten.

Sammelzeit: Blüten: April/Mai u. Juni Blätter: Mai bis September
Früchte: August u. September

Anwendung

Die Heilpflanze wird eingesetzt bei nachlassender Herzleistung und Altersherz bzw. beginnender Herzschwäche, aber auch bei bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen, sowie Beklemmungen und Druck in der Herzgegend und bei nervösen Herzbeschwerden. Nicht minder soll sie sich auch positiv auswirken bei Kreislaufbeschwerden, während oder auch nach Infektionskrankheiten, der Nachbehandlung des Herzinfarktes, Einschlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne.

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Weißdorn den Blutdruck reguliert, d.h. zu hoher Blutdruck wird gesenkt und zu niedriger Blutdruck wird erhöht. Als Nebeneffekt wirkt er leicht beruhigend, was u.a. bei nervösen Herzbeschwerden und Stress sehr hilfreich ist. Weißdorn gilt als sehr gut verträglich und ohne nachweisliche Nebenwirkungen. Wer Weißdorn einnimmt, muss Geduld haben. Die Heilpflanze wirkt manchmal nicht sofort, sondern erst nach mehrwöchiger Anwendung. Wie in der Kräuterheilkunde wird Crataegus auch homöopathisch gegen Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen verwendet.

Weißdorn kann wahlweise als Tee, als Tinktur oder/als Fertigpräparat angewendet werden. Beim Sammeln darauf achten, dass der Weißdorn abseits der Straßen wächst und auch nicht in der Nähe von konventionell bewirtschafteten Feldern. Die Blüten und Blätter werden während der Blütezeit gleichzeitig geerntet, weil der Wirkstoffgehalt in den Blättern dann am höchsten ist. Die Früchte werden in reifem, also rotem Zustand im Herbst geerntet.

Für einen Tee werden die Blüten und Blätter schnell in geschütztem Halbschatten/ Schatten getrocknet. Danach in einem dunklen Glas gut verschlossen aufbewahren, weil sich die Wirkstoffe durch lange Lagerung mit Luftkontakt leicht verflüchtigen. Der Vorrat sollte nach einem Jahr aufgebraucht sein.

Auch die Beeren können im Herbst getrocknet werden. Diese zunächst ein paar Tage nebeneinander liegend in einem warmen Raum vortrocknen und anschließend bei sanfter Hitze (ca. 40°) im Backofen oder Dörrgerät zu Ende trocknen.

Um Weißdorn-Mus zu erhalten, werden die Beeren nach dem Pflücken 20 Minuten lang gekocht. Werden die Früchte nach dem Frost geerntet, können sie durch ein Sieb gestrichen werden. Das so gewonnene Mus schmeckt gut in Joghurt, Müsli usw. Mit Zusatz von Holunderbeeren, Äpfeln oder Quitten ergibt es eine leckere Marmelade.

Teezubereitung

Blüten und Blätter: 2 Teel. getrocknete Blüten/ Blätter oder 2 Eßl. frische mit heißem Wasser (250 ml) überbrühen, 20 Minuten ziehen lassen, evtl. mit Honig süßen; täglich 2-3 Tassen trinken.
Beeren: Mit warmem Wasser übergießen, 12 Std. einweichen, anschließend den Ansatz zum Kochen bringen, 5 Minuten ziehen lassen.

Herztropfen

Ein Glas mit Schraubdeckel zur Hälfte mit frischen Weißdornblättern und -blüten füllen, gut andrücken, mit klarem Schnaps übergießen. Glas gut verschlossen für 3-4 Wochen an einen hellen Platz stehen lassen, regelmäßig schütteln und dann in eine dunkle Flasche abseihen. Tägl. 3 x 10-15 Tropfen nehmen.

EM und Gesundheit

Ganz besonders freuen wir uns über Erfahrungsberichte unserer Mitglieder, wenn ein erfolgreicher Selbst-Versuch mit EM einen langjährigen schmerzvollen Krankheitsprozess positiv beeinflussen konnte. So auch im nachstehenden Bericht zu einer diagnostizierten Sigmadivertikulose – Ausstülpung an der Darmwand:

„Im April 2009 bekam ich das erste Mal in der Nacht unglaubliche Bauchschmerzen, an Schlaf war überhaupt nicht mehr zu denken. Nach einer Computertomographie im April 2009 wurde eine Sigmadivertikulose diagnostiziert. Bleiben Stuhlreste in den Divertikeln zurück, können sich diese entzünden. Die entzündeten Divertikel können platzen und zu einer Entzündung des Bauchfells führen. Auch Blutungen aus den Divertikeln können die Folge sein.

Von da an bekam ich diese Schmerzen immer häufiger, erst ca. 3 x im Jahr, dann 4-5 x im Jahr. Als Folge hatte ich immer sehr schlechte Blutwerte und fühlte mich furchtbar krank, sehr schlapp und konnte mich kaum auf den Beinen halten. Vom Arzt bekam ich jedes Mal Antibiotika verschrieben.

Bei den letzten beiden Entzündungsschüben bekam ich zugleich noch eine Zystis (Blasenentzündung). Ich erhielt dann 2 verschiedene Antibiotika, 1 x für die Darmentzündung, 1 x für die Blasenentzündung. Bei meinem letzten Schub im Januar 2013 waren die Entzündungswerte im Blut so hoch, dass ich ins Krankenhaus überwiesen wurde, um eine Blasen-Darmfistel auszuschließen. Erklärt wurde die Mitentzündung der Blase aufgrund der anatomischen Nachbarschaft im Rahmen der Divertikulitis. Mein Mann erfuhr dann von seinem Arbeitskollegen von EM – und so kam der Stein ins Rollen! Bald stellten sich die ersten positiven Wirkungen ein.

Seit März 2013 nehme ich nun regelmäßig EM·1 / EMa und hatte seitdem weder eine Darmentzündung, noch eine Blasenentzündung. Wie dankbar bin ich, EM kennengelernt zu haben!“

Starke Reinigungskraft von EM

„Die verschimmelte Trense habe ich im Keller gefunden und für gut 14 Tage in ein EM-Bad (mit Holzkohle) gelegt. Nach dieser Zeit holte ich sie raus und habe sie nur mit einem Baumwolltuch abgewischt – und sieht sie nicht aus wie neu?!!!“

Das Sein bestimmt die Wirklichkeit – zurück zum Weißdorn

Ja, wir brauchen ein starkes Herz in unserer heutigen Zeit der Umweltkrisen, Ernährungskrisen, Migrationskrisen, Finanzweltkrisen und ständigen Katastrophen scheinbar ohne Ende. Ein starkes, liebevolles Herz, das die Ereignisse sieht, wie sie sich zeigen, sich nicht versteckt vor den erforderlichen Handlungen und um unserer aller positiven, innenwohnenden Kraft und Liebe weiß. Wir alle sind aufgefordert zur Veränderung und wir können eine globale Veränderung nur gemeinsam schaffen.

Aber wo fangen wir an, was sollen wir tun? Neben all den wichtigen Handlungen, um Strukturen und Bedingungen zu verändern, dürfen wir nicht vergessen, dass „nur die Ebene des SEINS die Wirklichkeit bestimmt und positive Veränderung auf Dauer herbeiführen kann. Da wir andere nicht verändern können, müssen wir selbst anfangen sanftmütig, liebevoll und friedvoll zu sein (mit uns selbst, den anderen, der Natur, der Welt), um in einer friedvollen und liebevollen Welt leben zu können.“ (Thomas Campbell). Es führt also kein Weg daran vorbei – wir müssen bei uns selbst anfangen.

In diesem Sinne eine gesunde und erfolgreiche Zeit

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

 

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