EM Mondkalender 53 Herbst 2015

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Echter Beinwell – Symphytum officinale

Der Beinwell, heimisch in Europa und Westasien, liebt feuchten Boden und wird bis zu einem Meter hoch. Er ist häufig an Wasserläufen, in Gräben, auf Äckern und Wiesen zu finden. Als beliebte Gartenpflanze benötigt er auch dort viel Feuchtigkeit und einen nahrhaften Boden. Zudem sollte der Standort halbschattig sein. Aus einem saftigen Wurzelstock kommen die Pflanzenstängel mit den typisch rau-behaarten Blättern hervor. Die rot-violetten/gelblich-weißen, glockigen Blüten wachsen je nach Standort von Mai bis September aus der Mitte der oberen Blätter heraus. Beinwell lässt sich ziemlich leicht im Garten anbauen. Dazu werden einfach die Wurzeln in die Erde gesteckt. Dabei ist auf genügend Abstand zu achten, da sowohl der ober- wie unterirdische Teil der Pflanze viel Platz benötigt. Zur Vermehrung zerteilt man die Wurzel in daumengroße Stücke und pflanzt sie ein. Beinwell ist mehrjährig, und wenn er erst einmal wirklich fest im Boden verwachsen ist, kaum mehr wegzukriegen.

Beinwell – „der den Gebeinen gut tut“

Den Namen Beinwell, auch Wallwurz genannt, erhielt die Pflanze wegen ihrer Heilwirkung. Der Wortteil well bezieht sich auf wallen, welches das Zusammenheilen der Knochen bedeutet. In der lateinischen Bezeichnung steckt das griechische Wort symphytos = zusammenwachsen, was auch auf die Wirkung als Wundheilmittel hinweist. Mit dem Artnamen officinalis gilt die Pflanze als offiziell anerkannte Heilpflanze.

Bei so vielen Hinweisen zur Heilung ist es nicht verwunderlich, dass Beinwell schon seit über 2000 Jahren als Heilpflanze bekannt ist. Der griechische Arzt Dioskurides (40 bis 90 n. Chr.) hat ihn in seinem Lehrbuch Materia medica als hilfreiches Mittel bei Knochenbrüchen, Verrenkungen und Gelenkbeschwerden empfohlen. Auch Hildegard von Bingen und Paracelsus verwendeten ihn zur Heilung von Knochenschäden, Wunden und Geschwüren.

Inhaltsstoffe/Wirkstoffe

Insbesondere ist das im Beinwell enthaltene Allantoin für die Wundheilung verantwortlich; es fördert das Zellwachstum, also die Bildung neuen Gewebes. In der pharmazeutischen Industrie wird Allantoin einer Vielzahl von Salben und Cremes zur Wundheilung zugesetzt. Weitere Wirkstoffe von Beinwell sind Schleimstoffe (reizlindernd), Gerbstoffe (entzündungshemmend), Terpene (antibakteriell und pilztötend) sowie Rosmarinsäure (entzündungshemmend). Bei Knochenbrüchen fördert Beinwell die Kallusbildung bei der Knochenheilung. Er eignet sich auch zur lokalen Durchblutungsförderung und vermindert die Gefahr einer Ödembildung.

Vorsicht:

Die „Kommission E“ (selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) und die ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) empfehlen, Beinwell nur äußerlich und nicht auf offenen Wunden anzuwenden, da es Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden enthält. Innerlich eingenommen kann dies Alkaloid lebertoxisch, erbgutverändernd und krebsfördernd sein.

Allerdings: Um auf 100 mg zu kommen, muss man sich schon große Mengen innerlich zuführen. Wegen der Giftigkeit den Beinwell nur auf intakte Haut auftragen. Wenn sich durch die Behandlung mit Beinwell neues Gewebe bildet, bevor eine tiefe Wunde darunter ausgeheilt ist, besteht die Gefahr der Vereiterung. Auch Kinder und Schwangere sollten das Präparat meiden. Die meisten Fertigarzneimittel-Präparate von Beinwell aus Apotheken und Drogerien sind meist frei von Pyrrolizidinalkaloiden und so auch für Wunden geeignet.

Anwendung:

Beinwell wird heute, medizinisch anerkannt, u.a. bei Entzündungen, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen/- schwellungen, Knochenbrüchen, Verspannungen, Arthrose eingesetzt und vorwiegend äußerlich angewendet. Verwendet werden die Wurzeln und die Blätter. Die frische Wurzel enthält die meisten Wirkstoffe. Blätter wirken ähnlich, aber nicht so stark und intensiv. Die bekannteste Zubereitungsform von Beinwell sind Salben, Cremes, Beinwell-Öl, Beinwell-Tinktur bzw. Beinwell-Tee für Umschläge.

Sammeltipps:

Beinwellblätter:

vorwiegend April bis Mai. Aber auch die frischen, zarten, neuen Blätter bis in den Herbst. Für einen Absud jedoch vor der Blüte sammeln.

Beinwellwurzeln:

im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst. Mit einer spitzen Schaufel ausgraben. Ein Rest Wurzel lässt die Pflanze neu sprießen. Frisch verarbeiten zu Tinktur, Öl und Salbe. Trocknung ist schwierig, da die Wurzel durch den hohen Wassergehalt zum Schimmeln neigt. Am besten in kleine Stück geschnitten neben dem Ofen oder im Backofen bei 40° C trocknen.

Beinwellwurzel

Beinwellwurzel

Umschläge:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Umschläge mit Beinwell anzuwenden. Mit Beinwell-Tee (1 Teil frische Wurzel mit 10 Teilen Wasser 10 Minuten abkochen) oder mit Tinktur getränkte Baumwolltücher können auf betroffene Körperteile aufgelegt werden. Auch ein Beinwell-Salbenumschlag (Beinwell-Salbe messerrückendick auftragen und mit Tuch bedecken) ist möglich. Desgleichen kann ein Breiumschlag empfohlen werden, indem frische Wurzeln oder Blätter zerkleinert werden bis ein Brei entsteht. Alle Umschläge sollten ein bis mehrere Stunden einwirken.

Beinwell-Öl

Eignet sich in erster Linie als Grundlage für Beinwell-Salbe und Beinwell- Creme. Es kann aber auch direkt auf die Haut aufgetragen werden für die Wundheilung bei Ekzemen oder Problemen des Bewegungsapparates: 25 g Beinwellwurzeln in ein Schraubglas geben und mit 250 ml gutem Olivenöl übergießen. Dies 4 Wochen stehen lassen, täglich ein paar Mal schütteln und nach 4 Wochen abseien und in eine dunkle Flasche umfüllen.

Köstliches, gesundes und veganes Vollwertbrot

Brot ohne Mehl

Das fertige, frisch angeschnittene Brot

Glutenfrei, ohne Mehl, ohne Hefe/Sauerteig, ballaststoffreich, verdauungsfördernd, sättigend …

„Vor kurzem brachte mir eine Nachbarin ein halbes selbstgebackenes, veganes Brot zum Probieren vorbei. Auch als Normal-Esser war die Familie davon begeistert. Das Grundrezept hatte meine Nachbarin aus der „Kent- Depesche“ (Sabine Hinz Verlag), und ich habe es dann gleich selbst mit „EM-Aufwertung“ ausprobiert. Das Ergebnis war ganz nach unserem Geschmack. Hier also das Grundrezept, was sich nach Gusto verändern lässt:“

Der Teig sollte schon am Abend vorbereitet werden, da er über Nacht stehen muss.

Trockene Zutaten:

150g Haferflocken
135 g Sonnenblumenkerne
90 g geschroteter Leinsamen
65 g Haselnüsse/ Mandeln (ganz oder klein gehackt)
2 Esslöffel Chia-Samen
4 EL Psylliumschalenpulver (Flohsamenschalenpulver).

Alle Zutaten sind im Reformhaus oder Naturkostladen erhältlich.

Gewürze: 

1,5 bis 2 Teelöffel EM-Salz

Flüssige Zutaten:

1 Esslöffel Ahornsirup
3 EL Kokusöl/-fett (gechmolzen)
350 ml Wasser
1-2 Teelöffel EM1/EMa

Zubereitung:

Kleiden Sie eine Backform mit Backpapier aus, es sollte an den Rändern überstehen. Bringen Sie die 3 EL gutes Kokosfett zum Schmelzen. Alle trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben – die Gewürze (hier Salz) zufügen. 350 ml Wasser in einen Messbecher füllen – dazu den EL Ahornsirup – das verflüssigte Kokosfett und 1-2 Teelöffel EM·1 oder EMa zugeben.

Mit der einen Hand wird nun langsam die Flüssigkeit in die trockenen Zutaten geschüttet und gleichzeitig wird diese mit einem Küchenrührgerät in der anderen Hand eingerührt. Drei, vier Minuten das Ganze rühren/kneten bis alle Zutaten gleichmäßig vermengt sind. Der Teig ist danach nicht homogen, sondern leicht flockig und leicht feucht – nicht nass, nicht trocken.

Der Teig wird nun mit der Hand zu einer homogenen Masse geknetet. Wenn er auseinanderbricht, fehlt noch etwas Wasser; wenn er zu beweglich ist, ist er zu nass, dann noch etwas Psyllium zugeben. Die geformte Teigmasse in die vorbereitete Brotform geben, diese mit Geschirrtuch zudecken und bei Raumtemperatur über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Morgen den Backofen ca. 20 Minuten vorwärmen (180° C). – Ober- und Unterhitze ohne Umluft und Schnickschnack. Die Oberfläche des Brotes mit ein wenig Wasser benetzen (Sprühflasche oder Pinsel). Das Brot wird bei 180° C auf der mittleren Schiene gebacken. Nach 30 Minuten wird das Brot herausgenommen; erneut die Oberfläche benetzen und dann ohne Backform weitere 30 Minuten backen. Stechprobe mit Nadel, wenn zu feucht noch etwas länger backen. Danach herausnehmen und ganz auskühlen lassen. Guten Appetit!

Teichpflege im Herbst

Je nach Witterung verlieren die ersten Laubbäume bereits Ende September ihre Blätter. Deshalb ist es ratsam, den Teich frühzeitig mit einem Laubschutznetz abzudecken, damit das Laub nicht in den Teich fällt und auf den Grund sinkt. Ansonsten sollte das Laub möglichst täglich abgefischt werden. Achten Sie darauf, dass die mit abgefischten, kleinen Wasserbewohner wieder zurück in den Teich finden. Abgestorbene Pflanzenteile sollen abgeschnitten werden, und insgesamt die Pflanzen um den Teich und die stark wachsenden Schwimm- und Unterwasserpflanzen ausgelichtet werden. Lassen Sie im Herbst Pflanzen wie Schilf, Rohrkolben oder Binsen stehen. Das verhindert das schnelle Einfrieren des Teiches und sorgt für einen Gasaustausch, wenn er doch zufriert.

Die organische Last kann oftmals von den Teichen nicht verdaut werden, so dass Sedimente entstehen, die faulen. Sie sollten aufgelöst werden. Besser als den Schlamm auszugraben oder abzusaugen, ist die natürliche Hilfe von Effektiven Mikroorganismen, die schonend und nachhaltig wirken. Mit einer Gießkanne wird EMa (bei der Anwendung im Teich unbedingt darauf achten, dass lange fermentiert wird, um den gesamten Zucker zu verbrauchen; also lieber 8-10 Tage statt nur 7) oder das Fertigprodukt Emiko Bio-Teichpflege (in der Schweiz EM-Aqua) in einem Mischungsverhältnis zwischen 1:1.000 bis 1:10.000 ausgebracht. Das Mischungsverhältnis richtet sich nach Zustand des Wassers, Fischbesatz usw.

EMa/Teichpflege vermischt mit Gesteinsmehl und EM-Keramikpulver zu einer streuselartigen Masse. Diese kann großflächig in den Teich gestreut werden (Pro m² etwa 100 g Gesteinsmehl + 20-50 g Keramikpulver + EM). Dies empfiehlt sich bei härterem oder von Blättern bedecktem Sediment. Bei größeren Teichen/ Seen mit weichem Sediment setzt man besser Dangos (Bokashi-Bällchen) ein, die ins Sediment sinken. Herstellung und Rezept siehe EMJournal 42. Wer dafür keine Zeit hat, kann auf Fertig-Dangos der Firma EMIKO zurückzugreifen. Zusätzlich gibt es die Bio Teichpflege PLUS (Photosynthesebakterien zur Wirkkraftverstärkung) der Firma EMIKO, die in allen Gewässern sehr gute Dienste leistet.

Für Sie eine gesunde und erfolgreiche Herbstzeit!

Dein Christus ist ein Jude,
dein Auto ein Japaner,
deine Pizza italienisch,
deine Demokratie griechisch,
dein Kaffee brasilianisch,
dein Urlaub türkisch,
deine Schrift lateinisch,
deine Zahlen arabisch….
… und dein Nachbar
nur ein AUSLÄNDER ?

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

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