EM Mondkalender 55 Frühjahr 2016

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Waldmeister – Asperula odorata

Der Waldmeister, volkstümlich auch als Sternleberkraut, Waldmännchen, Maiblume/-kraut, Herzfreund bezeichnet, kommt auf der ganzen Nordhalbkugel in gemäßigten Breiten vor. In Laub- und Mischwälder, aber auch auf schattigen Plätzen im heimischen Garten schießt im Frühjahr ein hellgrüner Teppich der kleinen wie Tannenbäumchen aussehenden Blattstängelchen 10 – 30 cm hoch aus der Erde hervor. Spätestens wenn im Mai sich die winzig weißen Sternblüten in dem dunkelgrünen zarten Blätterteppich entfalten, werden wir an Kinder-Fantasien von fröhlichen Feen und Elfen-Tanzplätzen erinnert.

Waldmeister ist ein heimisches Schattengewächs und eignet sich daher sehr gut, um schattige Flecken im Garten zu bepflanzen. Die mehrjährige frostharte Pflanze braucht mäßig Wasser und humusreiche Erde. Kleine Stecklinge gesetzt wachsen unkompliziert an; Samen werden im Herbst ausgesät, da sie Frost brauchen, um zu keimen. Ernten ist ab dem 2. Jahr möglich. Der Waldmeister breitet sich unterirdisch mit seinem feinen Wurzelstock wie eine Quecke aus und hat kahle Stellen schnell erobert. Wenn Ende Juni der Sternenteppich verblüht ist, haben sich kleine behaarte Samenkügelchen daraus gebildet, die sich an vorbeistreifende Tiere oder Menschenbeine anheften und so für eine Weiterverbreitung sorgen.

Schon im Mittelalter wurde der Waldmeister kultiviert und gehörte zu den Kräutern von „Mariae Bettstroh“, d.h. er wurde Wöchnerinnen und ihrem Baby als Bettunterlage ins Bett gelegt. Mit seinen beruhigenden und entkrampfenden Eigenschaften sollte er das Wohlbefinden von Mutter und Kind fördern. Aus Klostergärten geerntet wurde von den Mönchen „das Waldmeisterlein in perlendem Wein (Riesling) geschüttelt“, und von Ärzten als Leberkraut empfohlen, das die „verstopfte Leber und Milz reinigt und damit die Gelbsucht vertreibt.“ Auch Paracelsus (16. Jhdt.) hat ihn als Garant für ein langes Leben angesehen: „denn alles, was der Milz guttut, dient einem langen, gesunden Leben.“

Naturheilkundliche Eigenschaften des Waldmeisters:

  • allgemein stärkend/ herzstärkend
  • gefäßerweiternd und -stärkend
  • entzündungshemmend
  • verdauungsfördernd
  • krampflösend/ beruhigend
  • blutreinigend
  • vermindert Blutgerinnung
  • schweiß- und harntreibend

Da der Waldmeister ein sehr intensives Kraut ist, benötigt man nur sehr kleine
unbedenkliche Mengen, um Speisen und Getränke zu verfeinern. Empfohlen werden 3 g pro Liter Flüssigkeit von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Hinweis: Lassen Sie sich fachärztlich und naturheilkundlich beraten.

Das richtige Maß

Gerade beim kleinen Kräutlein Waldmeister muss mit einer „widersprüchlichen“ Wirkung gerechnet werden, die auch bei anderen Naturheilmitteln zu finden sind: Geruchlos ist es in der Natur – ein Duft von frischem Heu entsteht beim Trocknen. Es stärkt das Herz und nimmt Kopfschmerzen und Migräne – bei Zuviel entstehen Kopfschmerzen und Übelkeit. Es hilft bei Gallen- und Steinleiden und reinigt die Leber – bei Zuviel ist es stark lebertoxisch. Es reinigt und verdünnt das Blut – bei Zuviel lässt es das Blut bei Wunden schlechter gerinnen. Wie bei Allem auf der Welt – auf das richtige Maß kommt es an! So auch beim Waldmeister!

Der besondere Duft

Neben Vitamin C, Gerb- und Bitterstoffen, Flavonoiden und ätherischen Ölen enthält Waldmeister den Stoff Cumaringlycosid. Durch Welken, Einfrieren oder Trocknen der Pflanze wird es in Cumarin umgewandelt. Cumarin ist verantwortlich für den typischen Waldmeisterduft, und nur mit Anwelken, Trocknen oder Einfrieren entfaltet der Waldmeister sein charismatisches Aroma.

Trocknet man das Kraut, wird der Geschmack besonders ausgeprägt. Dazu lässt man das geschnittene Kraut schnell im luftigen Schatten trocknen; danach bewahrt man es in dunklen und gut verschlossenen Behältnissen auf. Es ist darauf zu achten, dass er beim Trocknen keine schwarzen Stellen bekommt.

Längere Zeit haltbar machen kann man Waldmeister durch Einfrosten. Dazu einige Bündel frisch und locker im Plastikbecher einfrieren und bei Bedarf verwenden. Beim Auftauen wird ebenfalls der Duftstoff Cumarin freigesetzt.

Vergnüglich und heilend

Spätestens wenn die Knospen der winzigen weißen Sternblüten sichtbar werden und noch nicht aufgeblüht sind, ist es Zeit für die Ernte des Krautes – dann ist auch die Zeit der Maibowle: ein kleines 3 g-Bündelchen wird angewelkt in 2 l gekühlten, trockenen Weißwein gehängt, und zwar mit den Stielenden nach oben, damit die Bitterstoffe nicht aus den Schnittstellen in die Flüssigkeit kommen. Nach ein bis mehreren Stunden den Waldmeister entfernen und mit einem Liter gekühltem, trockenen Sekt aufgießen. Auch ohne Alkohol mit Waldmeisterbündel in Apfelsaft, Zitronen und Pampelmusensaft und Sprudel dazugegeben, mit geschnittene Erdbeeren und evtl. Zucker ist diese Maibowle gut gekühlt ein sehr süffiges Getränk.

Waldmeister ist besonders geeignet zum Teeaufguss oder Teezusatz. (1 g Waldmeister auf ca. 100 ml Wasser). Mit seiner beruhigenden Wirkung wird er in der Naturheilkunde gegen Schlaflosigkeit und Unruhe eingesetzt, aber auch zur Stärkung der Blutgefässe, bei Leberentzündungen und Magenschmerzen und speziell für die Venen. Dadurch hilft er, zusammen mit seiner leber- und nierenstärkenden Eigenschaften gegen geschwollene Füße. Als Frauenheilmittel wird er gegen Periodenkrämpfe eingesetzt.

Da beim Waldmeister der Duft eine wichtige Wirkung ausübt, kann er auch in Duftkissen eingearbeitet werden, evtl. zusammen mit Steinklee, Salbei, Lavendel und anderen getrockneten Duftkräutern. Das soll auch Motten fernhalten.

Da der Waldmeister ein sehr intensives Kraut ist, benötigt man nur sehr kleine
unbedenkliche Mengen, um Speisen und Getränke zu verfeinern. Empfohlen werden
3 g pro Liter Flüssigkeit von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Hinweis: Lassen Sie sich fachärztlich und naturheilkundlich beraten.

Auch Waldmeisterlikör oder -tinktur lässt sich auf leichte Weise herstellen:

In Doppelkorn wird ein großes Bündel eingehängt und im Kühlschrank 3 Tage stehengelassen. Mit weißem Zucker für Likör abgeschmeckt kühl und dunkel lagern. Der alkoholische Auszug wirkt besonders stark. Oft reichen wenige Tropfen in einem Tee für naturheilkundliche Anwendungen.

Frühjahrsputz als Umweltverbesserung

Reinigung heißt nicht, mit chemischen Mitteln eine mikrobenfreie Oberfläche zu schaffen, denn schädliche Mikroben setzen sich zuerst auf chemisch gereinigte Oberflächen. Sauberkeit bedeutet die Besiedlung der Oberflächen mit einer ausgewogenen Mikroben-Vielfalt, die für ein gesundes, regeneratives, Milieu sorgt. Ein begeistertes Mitglied schreibt:

„Mit einer EM·1/EMa-Lösung oder verdünntem EM-Reiniger in handwarmen Wischwasser werden Fliesen und Holzfußböden feucht gewischt; Küchenschränke, Kleider und Schuhschränke innen ausgewischt oder -gesprüht, Fenster geputzt, alle Möbel abgewischt, der Teppichboden mit einem Wasserreinigungsgerät und EM gereinigt, Matratzen und Decken eingesprüht und Vorhänge mit EM im Waschwasser gewaschen. Alles wird fantastisch sauber, die Oberflächen bleiben lange so und ziehen viel weniger Staub und Dreck an.

Beim regelmäßigen Reinemachen im Frühjahr und Herbst gibt es keinen muffigen Geruch, keine von Motten angefressenen Wollsachen mehr, keine Mehlmotten in Küchenschränken wenn EM zum Reinigen, Sprühen und Waschen benutzt wird und zusätzlich Keramik- Pipes in den Schränken liegen. Auch Hausstaubmilben finden wenig Lebensraum. Auch als Raumspray lässt die EM1/a-Lösung alle unangenehmen Gerüche verschwinden. Das ist auch bei frisch gestrichenen oder tapezierten Räumen zu empfehlen. Auch die Luft in Raucherräumen verbessert sich enorm, wenn dort öfters und regelmäßig gesprüht wird. Der Eigengeruch von EM verschwindet durch kurzes Lüften.“

Aus der Hexenküche

Für alle, die gerne experimentieren, haben wir von unserem Mitglied Susanne Abmeyer ein Rezept für eine reichhaltige, biologische Hautcreme erhalten. Sie eignet sich für die allgemeine Hautpflege, für Gesicht und Hände, für trockene, wunde, rissige Hautstellen und leichte Hautirritierungen. Die Creme besteht aus vier Zutaten:

  • Sheabutter: gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Allantoin, Vitamin E, Pro-Vitamin A. Sheabutter besitzt eine Haltbarkeit von mindestens 4 Jahren.
  • Kokosöl: mittelkettige Fettsäuren, Lauarinsäure, antibakteriell, antiviral, fungizid. Bei unterschiedlichen Herstellern auch unterschiedliche Haltbarkeit.
  • Moringaöl: ungesättigte Fettsäuren, Botenstoff Zeatin, antibakteriell, entzündungshemmend – das Wertvollste aller Öle, oxidiert nicht.
  • EM-Keramikpulver: deionisierend, regenerative und antioxidative Wirkung
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Sheabutter, Kokosöl, Moringaöl, und EM-Keramikpulver werden sorgfältig zusammengerührt.

Für 50 g Creme werden 2/3 Sheabutter, 1/3 Kokosöl, 10-15 ml Moringaöl und nach Gefühl eine Prise bis zu 1 Tl EM-Keramikpulver genommen. Als „Wundcreme“ verwendet nimmt man die größere Menge EM-Keramikpulver.

Die Sheabutter muss auf einer Wärmequelle geschmeidig gemacht werden (z.B. Wasserbad). Dann das Kokosöl hinzufügen und so lange rühren, bis sich beides zu einer geschmeidigen Creme vermischt hat. Moringaöl hinzufügen und glatt rühren. Nach und nach das Keramikpulver hinzugeben und sehr sorgfältig verrühren. Die Konsistenz der Creme ist von der Konsistenz der Zutaten abhängig. Es gibt unterschiedliche Härtegrade. Aber „Versuch macht klug“ – mit etwas Geschick lässt sich leicht die richtige Mischung finden. Viel Freude dabei und gutes Gelingen!

„Unsere Herren, wer sie auch seien,
sähen unsere Zwietracht gern,
denn solange sie uns entzweien,
bleiben sie auch unsere Herren.“
Bertolt Brecht

Für Sie eine erfolgreiche und gesunde Zeit!

Weronika Chojnacki und Anne Rölke

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

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