EM Mondkalender 56 Sommer 2016

EM_56_MONDKALENDER_Bild1

Borretsch – Borago officinalis

Wir beschränken uns heute auf die heilende Wirkung des Borretsch. Das ursprünglich in Kleinasien beheimatete Kraut kam schon im Altertum über Griechenland nach Südeuropa, später nach Mitteleuropa und wurde dort in den Bauerngärten und Klostergärten kultiviert.

„Christrose und Borretsch sind voll Zauberei.
Sie machen die Venen von Schwermut frei,
sie bekämpfen die schwarzen Dämpfe im Herz
und vertreiben Trübsal und Liebesschmerz.
Sie lösen giftige Nebel im Hirn,
die die Sinne betäuben und die Seele verwirr´n.
Die besten Kräuter, die Gott je erschuf,
zur Heilung der Schwermut – und so gut wie ihr Ruf.“

Robert Burton in „Anatomy of Melancholy“

Seit alters her ist der Borretsch als Heilpflanze sehr beliebt. Schon in der ältesten medizinischen Fakultät Europas, in der Schule von Salerno, erhielten die angehenden Ärzte des späten Mittelalters Unterricht über die Heilkraft von Borago officinalis. Nahezu alle Pflanzenteile wurden sowohl in der Behandlung innerer wie äußerer Beschwerden und Krankheiten verwendet. So wurden sie traditionell gegen Herzschwäche und Melancholie verwendet, aber auch für die Verdauungsorgane und Stoffwechselprobleme. Äusserlich fanden sie Anwendung bei schlecht heilende Wunden, Eiterbeulen und Ausschlägen, sowie trockener und entzündlicher Haut. Die Borretschblüten – „Herba et Flores Borraginis“ z.B. gehören zu den „quatuor flores cordiales“, den „vier Herzblüten“, die seit jeher eingenommen werden, um das Herz zu kräftigen.

Erst in den 1980er Jahren stellten Pharmakologen fest, dass das Borretschkraut giftige Pyrrolizidin-Alkaloide enthält, die bei zu hoher Konzentreation die Leberzellen schädigen können. So wurde eine Warnung von der Kommission E herausgegeben und Borretsch als Medikament trotz nachweislicher Heileffekte nicht zugelassen. Deshalb Vorsicht bei übermäßigem Verzehr! Geringe Dosen und hausübliche Verwendung stellen kaum Probleme dar.

Zu heutigen medizinischen Zwecken dienen die Samen, aus denen ein heilsames Öl gepresst wird. Durch seinen sehr hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure, eine mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, und den wertvollen Fettbegleitstoffen wie Vitamin E, Flavonoide und Gerbstoffe, kann das Öl innerlich und äußerlich angewendet werden. Auf Kaltpressung achten! Borretsch-Öl gilt als probates Mittel auch bei Neurodermitis, trockener Haut oder Schuppen.

Extrakte aus der ganzen Pflanze dienen zur Herstellung für Homöopathische Mittel: stimmungsaufhellend – beruhigend bei nervösen Herzrhyhmusstörungen; Anthroposophische Mittel: entstauend – entzündungshemmend, bei Venenleiden an den Beinen und Hämorrhoiden.

Inhaltsstoffe

Samen:

  • Gamma-Linolensäure

Kraut:

  • Schleimstoffe
  • Harz- und Gerbstoffe
  • Kieselsäure
  • Vitamin A und C
  • Asparaginsäure (Aminosäure)
  • Pyrrolizidinalkaloide

Hinweis:

Wie bei allen Heilkräutern keine Daueranwendung und in Maßen anwenden. Bei Anfallsleiden, Einnahme von Gerinnungshemmer, während Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten. Bei Selbstanwendung heiloder ärztlichen Rat einholen.

Teezubereitung:

1 bis 2 Tl. getrocknete Borretschblätter oder Blüten, oder zerschnittene ganze Pflanzen mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Äusserlich als Absud in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Hier 2 Handvoll des ganzen Krauts einige Minuten lang kochen lassen.

EM_56_MONDKALENDER_Bild2

Nach wie vor wird Borretsch in der Volksheilkunde weiterhin als Tee oder Tinktur angewandt, wenn eine stimmungsauffhellende, beruhigende, harntreibende, entzündungshemmende und reinigende Wirkung gewünscht wird, auch in der Rekonvaleszenz nach schweren Krankheiten oder bei Erschöpfung.

Blaublütiges Rauhblatt mit Gurkenaroma

Die wunderschönen zarten azurblauen Blütenstände bilden die Spitze von hohlen, dicken, behaarten Stengeln und blühen von Mai bis September. Die hübschen Blüten sind essbar und verzieren Süßspeisen oder Salate und sommerliche Getränke. Besonders hübsch sind in Eiswürfel eingefrorene Blüten. Auch eignen sie sich als Würz- und Färbemittel für Essig.

Die Blätter des Borretsch riechen und schmecken gurkenähnlich. Sie können Salaten beigegeben werden und verfeinern Dips, Kräuterbutter und die „Grüne Frankfurter Soße“. Gekocht verliert das Kraut sämtliche Aroma- und Wirkstoffe. Deshalb Blätter und Blüten fertigen Gerichten nur zufügen.

Borretsch eignet sich nicht zum Trocknen, da die typischen Aromen dabei verlorengehen. Am besten frisch verwenden, damit das Kraut in den Speisen seinen vollen Geschmack entfaltet. Er wächst gern auf humosen Böden mit guter Wasserversorgung und gedeiht an sonnigen und halbschattigen Standorten. Borretsch gehört zur Familie der Raublattgewächse und eignet sich hervorragend zur Gründüngung. Seine ausgedehnten, weit verzweigten Wurzeln hinterlassen einen feinkrümeligen Boden. Die Blüten werden von Hummeln und Bienen gern besucht, da Nektar und Pollen als Nahrung dienen. Manche Gemüsegärtner benutzen ihn auch als „Läusefänger“.

Aussaat ist im April. Den Samen etwa 1 cm in die Erde drücken, da Borretsch ein Dunkelkeimer ist. Gegen Ende Mai können die ersten Blätter geerntet werden. Regelmäßig zurückschneiden, dann ist es möglich, bis zum Frost zu ernten. Da er sich selbst aussät, kommt es vor, dass von einem Päckchen Samen jahrelang zu ernten ist. Borretsch ist nicht frosttolerant und demzufolge auch nicht winterhart. Nur das echte Gurkenkraut (Borago officinalis) kaufen und darauf achten, dass sie läusefrei sind und keine braune Flecken haben.

Heilkraft vor unserer Haustür – Wildkräuter

Mit den warmen Temperaturen kommt für manche Gärtner/innen auch der Ärger über
die Wildkräuter und ihr hemmungsloses Wachstum. Doch statt sie zu bekämpfen,
sollten wir sie uns einfach einverleiben. Sie sind unsere regionalen Super-Heilkräuter
und – im Gegensatz zu den vielen exotisch importierten Kräuter und Früchten von
weit her – direkt vor unserer Nase, genau so wirksam, kostenneutral und nicht zuletzt
auch energieneutral.

Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, Schafgarbe, Vogelmiere, Gänseblümchen, Gundelrebe, Sauerampfer, um nur einige zu nennen, sind alle reich an Vitaminen und Mineralien und vielfältig zu verwenden: frisch oder getrocknet zu Salat, als Gemüse, Teeaufguss, Elexiere, Pestos, Smoothies etc.

In diesem Zusammenhang sei auf die auf das im EMJournal 56 besprochene Buch von Ursula Stratmann, Mein Stadt-Kräuter-Buch, Heilkräuter und Wildgemüse zwischen Hinterhof und Stadtpark, hingewiesen, das uns mit Herz und Verstand Augen und Geschmacksnerven öffnet für diese unglaubliche Fülle auch in unseren Städten.

Elexier zur Erweckung der Lebenskräfte bringt den Stoffwechsel in Schwung:

Gierschblätter, Gänseblümchenblüten, Gundelrebenkraut, Sauerampferblätter und Löwenzahnblätter in leere, saubere Flasche gefüllt und mit Schnaps, (mind. 38 %) übergossen, 100 g Kandiszucker dazugeben und ein paar EM-Keramik-Pipes,

Flasche 3 Wochen verschlossen an hellen, sonnigen Ort stellen, täglich umschütteln, danach absieben. Täglich 1 Gläschen nach den Mahlzeiten trinken.

Wildkräutertee – Kur für die Haut von außen und innen

Besonders die Frühlingskräuter beleben ermüdete Haut und schützen gegen Schäden durch Umweltgifte. Sie regenerieren die Haut von innen heraus und helfen bei trockener Haut, Ekzemen und Neurodermitis: Je eine Handvollättern getrocknete Gänseblümchen und Brennnesselblätter mit Gundelrebe, Löwenzahnblättern und Wiesenlabkraut mischen. 1 Teel. Pro Tasse aufgiessen, etwas EM-X-Gold dazu, warm trinken; erkaltet als Gesichtswasser benutzen oder in einen Flakon füllen und die Haut damit besprühen.

Über das Trocknen von Kräutern:

Hinweis von unserem langjährigen Vereinsmitglied, EM-Praktiker, Natur-Kenner und Autor Sigemar Gruno: Werden Kräuter vor dem Trocknen mit EM eingesprüht (o. kurz eingelegt), erhält sich nicht nur die frische, grüne Farbe, auch der ganze Geschmack bleibt erhalten, ebenso die darin enthaltenen Vitamine und Enzyme.

EM und Gesundheit

Augen – „in ihnen spiegelt sich von außen die Welt, von innen der Mensch“ (Goethe) – sind ein empfindliches und wichtiges Kommunikationsorgan. Bei Problemen und zur Pflege kann EM sehr hilfreich sein, wie uns Mitglieder berichtet haben; diese Informationen geben wir gerne an Sie weiter. Das ist keine Aufforderung zur Nachahmung. EM ist kein Heilmittel; fragen Sie entsprechende Fachleute:

„Ich hatte Probleme mit meiner Netzhaut und sollte evtl. operiert werden. Daraufhin habe ich 8 x tägl. das Auge mit der Augenwanne gebadet, und zwar mit 1-2 Tropfen EM·1 und 3 Tropfen EM-X-Gold ins Wasser gemischt. Bei der nächsten Untersuchung war mein Augenarzt völlig irritiert. Die Werte waren wesentlich besser geworden und ich musste nicht operiert werden.“ Auf die gleiche Weise „sind schwarze Flecken auf der Linse, sogenannte Mücken, zurückgegangen.“

„Meine ständig entzündeten Augen wurden auch durch ärztlich verordnete Augentropfen nicht besser. Erst als ich mir selbst EM-X-Gold mit ca. 3-5 Tropfen Emiko Urmeersalz Sole gemischt in einem Glasfläschchen mit Pipettenverschluß als Augentropfenlösung in die Augen tropfte, wurde es besser. Die Salzlösung sollte nah an der Salzigkeit der Tränenflüssigkeit liegen. Aber auch ohne das Salz hat die Lösung bei einem Freund gut geholfen.“

„Zuerst habe ich zur Entspannung meiner Augen in einer kleinen Sprühflasche EM-XGold mit wenig EM-Sprühsalz vermischt und dies öfters auf die Augenlieder gesprüht. Dann habe ich täglich mehrmals 1-2 Tropfen EM-X-Gold mit einer Pipette in die Augen geträufelt. Welch eine Freude, meine Sehfähigkeit hat sich verbessert, so dass ich mir eine neue Brille kaufen musste.“

„Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden.
Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden.
Der Grund, weshalb die Welt so in Chaos zerfällt, ist,
dass die Dinge geliebt und die Menschen benutzt werden.“
Dalai Lama

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Schauen und eine gesunde und erfolgreiche
Zeit.

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

EM_56_MONDKALENDER_Ansetzkalender

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.