EM Mondkalender 57 Herbst 2016

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Nachtkerze – Oenothera biennis

Die Nachtkerze, auch „Schöne der Nacht“ genannt, erblüht im Gegensatz zu ihren Artgenossen erst in der „blauen Stunde“. Zum Sonnenuntergang öffnet sie ihre zartgelben Blüten und lässt sie morgens zum ersten Sonnenstrahl bereits verwelken. Mit ihrem aufrechten Wuchs bis über einen Meter und dem leuchtend-gelben Blütenkranz scheint sie tatsächlich an eine Kerze zu erinnern. Je tiefer die Sonne steht, desto kräftiger erstrahlt sie in der Dämmerung. Über Wochen und Monate entwickelt sie ständig neue Blüten. Mit ihrem Duft lockt sie Nachtschmetterlinge an, von denen sie bestäubt wird.

Die Nachtkerze wächst bevorzugt an steinigen, sandigen Plätzen, in Steinbrüchen, an Wegrändern, Dämmen, in Ödland. Sie ist zweijährig und blüht von Juni bis in den Oktober hinein. An entsprechenden Orten lässt sie sich im Garten problemlos kultivieren. Im ersten Wuchsjahr entsteht auf dem Boden eine dichte Blattrosette. Im zweiten Jahr beginnt dann der Spross in die Länge zu wachsen.

Ihre Heimat ist der nordamerikanische Raum von Kanada bis New Mexico. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte sie nach Europa, wo sie als Zierpflanze in Parks und Gärten kultiviert wurde. Von da an verwilderte sie und ist mittlerweile in und außerhalb von Europa weit verbreitet.

Heilpflanze der besonderen Art

In ihrer Ursprungsheimat war die Nachtkerze bei der indigenen Bevölkerung als Heilpflanze hoch geschätzt. Die Indianer Nordamerikas benutzten sie bereits vor über 500 Jahren als wertvolles Heilmittel und kräftigendes Gemüse. Nach alten Überlieferungen wurde der Brei der Samen, die Blüten und Blätter sowie die Wurzel bei fast jeder Krankenheilung und zu Beschwörungs- und Reinigungszeremonien von den Medizinmännern eingesetzt.

In Europa jedoch blieb sie als Heilpflanze lange ungenutzt. Bekannt wurde sie erst 1919 mit der Entdeckung, dass ihre Samen einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure enthalten. Seitdem spielt sie in der Heilpflanzenkunde auch bei uns eine wichtige Rolle und gehört zu den Hauptlieferanten dieser wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäure, die der Körper selbst nicht herstellen kann.

Gamma-Linolensäure hat eine vielfältige positive Wirkung auf den Körper. Unter anderem wirkt sie entzündungshemmend, blutreinigend, unterstützt das Nervensystem und hilft bei Arteriosklerose und Hautproblemen. Sie aktiviert den Stoffwechsel, steigert die Leistungsfähigkeit und sorgt für ein allgemeines Wohlempfinden innerlich wie äußerlich. Sie unterstützt das Immunsystem, regt den Abbau von Fett im Organismus an und bewirkt eine Senkung des Cholesterinspiegels. Sie beugt Thrombosen vor, hält Herzkranzgefäße sauber, wirkt blutdrucksenkend und ist an der Regulierung des Menstruationszyklus mitbeteiligt.

Die Samen der Pflanze können erst im zweiten Jahr nach der Aussaat geerntet werden. Die Früchte sind filzige Kapseln. Sie enthalten über 100 Samen, aus denen das kostbare Öl gewonnen wird. Samen können auch im Gebäck verarbeitet werden oder im Mörser zerkleinert oder in einer Pfeffermühle gemahlen und über Müsli und Salat gestreut werden. Mit Hilfe einer Ölpresse kann das wertvolle Nachtkerzenöl aus dem Samen gepresst werden. Samen für die Gewinnung des Öls werden nach völliger Reife im Sommer bis Herbst geerntet.

Auch die Blätter können als Tee innerlich oder äusserlich als Kompresse angewendet werden. Ein Tee wirkt beruhigend und entkrampfend und empfiehlt sich bei Magen- Darm-Erkrankungen, Husten und Bluthochdruck: 1 Esslöffel Blätter mit 500 ml kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. Blätter werden zur Blütezeit (Juni bis Oktober) gesammelt; am zartesten und leckersten zum Essen sind sie vor der Blüte. Sie können wie Spinat gedünstet werden.

Die Wurzel soll, als Gemüse gegessen, besondere Stärke verleihen, Kranken neue Kraft geben und zur Genesung beitragen. Sie kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Gekocht erinnert sie geschmacklich an die Schwarzwurzel. Beim Kochen verfärbt sich die Wurzel schinkenrot, deshalb auch der Name „Schinkelwurzel“. Die Wurzel zu einem kräftigenden Gemüse wird im ersten Herbst oder im nächsten Frühjahr, bevor der Blütenstängel austreibt, geerntet.

Blüten und Knospen können im Salat Verwendung finden, auf dem Butterbrot oder sie werden auf gekochte Speisen gestreut.

Vorsicht!!! Epileptiker sollten die Nachtkerze meiden, da vermutet wird, dass Gamma-Linolsäure in höherer Dosierung epileptische Anfälle steigern kann. Beraten Sie sich grundsätzlich vor Gebrauch mit Fachleuten.

Das reine Nachtkerzen Öl ist in Apotheken, Drogerien und Reformhäuser erhältlich. Auf ein qualitativ hochwertiges, kaltgepresstes Öl aus kontrolliert biologischen Anbau achten. Die Ölgewinnung erfolgt hier durch schonende Kaltpressung. So werden die wertvollen Fette und Bestandteile der Pflanze nicht zerstört. Das Öl gibt es in verschiedenen Darreichungsformen und es kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden.

Fruchtig – süss – gesund = rohköstliche Marmelade

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Zutaten zu roh hergestellter Marmelade

Sie sind immer noch sehr beliebt und nach wie vor in fast jedem Haushalt zu finden – Brotaufstriche aus leckerem Obst selbstgemacht oder gekauft. Im Zuge des mainstreams, sich gesund zu ernähren, finden in diesem Zusammenhang die kalt-gerührten Marmeladen viel Aufmerksamkeit und Anwendung. Sie werden aus frischem Obst ohne Erhitzen hergestellt.

Am besten eignet sich pektinreiches Obst wie Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Aprikosen usw. Die 100 %-igen Fruchtaufstriche sind ausgesprochen vitaminreich, vielseitig verwendbar und schmecken lecker. Die Haltbarkeit ist eingeschränkt und auch abhängig vom Zucker- und Säureanteil sowie der sauberen Verarbeitung. Am besten im Kühlschrank aufbewahren. Nach der Öffnung sollten sie innerhalb von ein bis zwei Wochen verzehrt werden. Als pflanzliches Dickungsmittel empfiehlt sich besonders Johannisbrotkernmehl. Es besitzt eine besonders hohe Gelierkraft, ist geschmacksneutral, glutenfrei, reich an Mineralstoffen und Ballaststoffen. Aber auch Chia-Samen (reich an Omega3 und -6-Fettsäuren, Spurenelemente, Mineralstoffen), Gelierzucker, Agar-Agar eignen sich.

Mit EM lässt sich die Haltbarkeit aber erweitern und die Inhaltsstoffe aufwerten – so jedenfalls die Erfahrungen unserer Mitglieder: „Aus Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pflaumen usw. aus unserem EM-Garten werden immer auch wohlschmeckende, kaltgerührte Fruchtaufstriche hergestellt. Sie sind bei uns sehr beliebt zum Brot, Gebäck, zu Waffeln oder auch in Dickmilch, Joghurt oder Quark eingerührt, zum Naschen u.v.m. Portionsweise friere ich das Obst auch ein, um bei Bedarf frisches neues Mus herzustellen, zumal es nicht viel Zeit in Anspruch nimmt:

Frisches Mus:

Ca. 200 g Erdbeeren, etwas Ingwer, 1 Eßl. Zitronensaft, oder auch geriebenen Nüsse, 2-3 Tl. Johannisbrotkernmehl, zum Süssen nach Wunsch Agavendicksaft, flüssiger Honig, Birkenzucker, Kokosblüten-Dicksaft oder auch nur eine reifen Banane oder entkernte Datteln, eine gute Prise EM-Keramik- Pulver.

Das alles mindestens 3 Minuten im Mixer oder mit Stabmixer gut vermischen. Die Masse dickt in den nächsten 10 Minuten an. Bei Bedarf mehr Johannisbrotkernmehl dazugeben. Das fertige Mus in kleine sterile Gläser bis zum Rand füllen, in denen sich jeweils 3 EM-Keramik-Pipes befinden. Die Deckel spüle ich mit EM aus, bevor ich die Gläser verschliesse. Im Kühlschrank halten sie so einige Wochen bis 3 Monate. Geschmack und Farbe bleiben auch nach dem Öffnen gut erhalten. Einfach kreativ sein und ein eigenes Rezept kreieren. Es macht Spass und schmeckt.“

Marmelade mit Chia-Samen:

250 g reife Brombeeren oder Himbeeren (mit EM-Wasser abspülen) mit 15 g Chia- Samen, 1-2 Eßl. flüssiger Honig, eine gute Prise EMKeramik- Pulver, Zitronensaft mit einem Pürierstab gut vermischen. Das Fruchtmus in sterile Gläser mit EMKeramik- Pipes füllen. Die Chia-Samen müssen noch aufquellen, bevor das Mus fester wird. In den Kühlschrank stellen.

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Herrlich als kalt gerührte Marmelade: Himbeeren

Begeisterung für einen EM-Haushalt

„EM erobert immer mehr meinen Haushalt. Mein Mann ist jetzt auch ganz davon angetan – vor allem seit eine mit EM besprühte Schnittwunde deutlich schneller und problemloser heilte als unter Desinfektionsbesprühung.

Wie sehr hilft uns EM die Wasserkosten zu senken und gleichzeitig die Belastung durch Reinigungsmittel zu minimieren. Seit sich EM als Allroundputzmittel hervorragend bewährt hat, ist meine Hemmschwelle für den Einsatz in der Waschmaschine endgültig gefallen. Alle verschwitzte Wäsche wird ausschließlich mit EM gewaschen. Dieses Wasser aus der Waschmaschine sammle ich in der Regentonne, um es bei Bedarf wieder dem Erdreich zu zuführen. Das senkt deutlich den Wasserverbrauch.

Jetzt stehe ich vor der Toilettenschüssel und hecke einen Plan aus, wie ich das EM-Duschwasser als Toilettenwasser umleiten kann. So ermöglicht EM mir vielleicht endlich mein gewünschtes Grauwasser-System, denn schon als Jugendliche wertete ich das Durchjagen von Trinkwasser in der Toilette als pure Verschwendung.“

Aber auch EM-Wasser in den Abfluss gebracht, reinigt die Rohre und fliesst letztlich in die Kanalisation bis zum Klärwerk. Was wäre, wenn eine ganze Gemeinde das täte?!

„Jedwede Umweltverschmutzung auf dieser Erde schlägt sich letztendlich im Regen, Industrieabwasser oder Abwasser aus Privathaushalten nieder und verursacht damit die Verschmutzung der Flüsse, Seen und Sümpfe sowie der Meere. Dadurch werden Ökosysteme zerstört oder geschwächt, und die darauf basierende Artenvielfalt gerät in Gefahr.“ (Higa, EM – Unsere Perspektive)

Deshalb ist jede persönliche Anwendung mit EM, die positiven Einfluss auf Natur und Umwelt nimmt, wichtig und notwendig, um den Negativ-Kreislauf zu unterbrechen. „Steter Tropfen höhlt den Stein“ – nach diesem Motto machen wir weiter! In diesem Sinne eine gesunde und erfolgreiche Zeit.

Herzlich

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

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