EM Mondkalender 59 Frühjahr 2017

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Zaubernuss – Hamamelis

Wie verzaubert erscheint uns im kalten Winter bis zu minus 10° C und von kleinen Schneehauben bedeckt der Strauch der Zaubernuss, wenn sich seine kleinen Blütenbüschel wie kleine Sonnenstrahlen dem kalten Wintertag entgegenstrecken. Die Blüten zeigen sich je nach Sorte zwischen Dezember und Februar. Ausnahme ist die Virginische Zaubernuss: sie blüht bereits im Herbst. Meist sind die Blüten gelb und im Zentrum rostrot und bringen mit der leuchtenden Farbe Fröhlichkeit und Heiterkeit in das triste Wintergrau. Der kleine Baum oder Strauch wird zwei bis vier Meter hoch, wächst sehr langsam und sollte nach zwei bis drei Jahren nicht mehr umgepflanzt werden. Auch ein Rückschnitt ist nicht zu empfehlen, da die neuen Zweige meist eher unschön nachwachsen. Er liebt einen sonnigen bis halbschattigen, geschützten Standort mit lockerem, gut befeuchteten, humusreichen Boden. Die ersten Blüten zeigen sich oft erst nach vier bis sechs Jahren.

Die Hamamelis ist eine ausgesprochene Solitärpflanze und nimmt mit der trichterförmigen Krone viel Platz in Anspruch. Beste Pflanzzeit ist im Herbst oder Frühling. Da die Anzucht aus Samen sehr schwierig ist, empfiehlt es sich, fertige kleine Hamamelis-Pflanzen zu kaufen. Das Pflanzloch am besten mit Kompost/ Bokashi anreichern. Zwischen August und September werden die Samen reif. Sie sind schwarz und werden von den Samenkapseln bis zu zehn Meter weit geschleudert. Von der Zaubernuss gibt ist insgesamt fünf Wildarten: drei stammen ursprünglich aus Nordamerika, zwei aus Asien. Als Zierpflanzen für den Garten sind besonders die Züchtungen der ostasiatischen Sorten beliebt mit intensiven Farbtönen und dem angenehmen Duft.

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Schnee und Frost können den Blüten der Zaubernuss nichts anhaben – ein farblicher Lichtblick in der Eintönigkeit des Winters.

Heilpflanze – Hamamelis virginiana

Die aus Nordamerika stammende Hamamelis virginiana (blüht bereits im Herbst) ist die einzige, die arzneilich genutzt wird. Die Heilkraft des Hamamelis-Strauches wird schon seit langer Zeit von den Ureinwohnern Nordamerika hochgeschätzt. Die wichtigste Eigenschaft von Hamamelis virginiana wurde im Jahr 1736 von dem Botaniker Peter Collinson aufgezeichnet. Er beobachtete, wie indianische Heiler selbst schwere Verletzungen mit einem Sud aus den Blättern und der Rinde der Zaubernuss in kürzester Zeit linderten. Anscheinend hat die Zaubernuss die Fähigkeit, verletztes Gewebe zusammenzuziehen, die Blutgerinnung zu fördern und verhindert auf diese Weise Entzündungen, noch bevor sie entstehen. Die hohe Konzentration an Gerbstoffen und antioxidativen Flavonoiden in Rinde und Blättern, bewirken nachweislich die Heilung. Auch setzten die Ureinwohner Hamamelis gegen Durchfall ein.

In Europa ist Hamamelis noch nicht so lange als Heilpflanze bekannt. Allerdings ist mittlerweile die Wirkung durch wissenschaftliche Studien belegt und findet daher auch in der offiziellen Phytotherapie Verwendung. Die gewonnenen Arzneidrogen weisen nach Kommission E auf eine blutstillende, entzündungshemmende, adstringierende und Juckreiz stillende Wirkung und sind somit für eine Anwendung bei leichten Hautverletzungen, Insektenstichen, lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Hämorrhoiden und Krampfadern zu empfehlen. In der Volksheilkunde wird sie auch innerlich bei Durchfallerkrankungen empfohlen. Außerdem soll Hamamelis die Gefäße stabilisieren, die Venen kräftigen und Krampfadern lindern. Auch Altersprozesse wie Austrocknen und nachlassende Elastizität weiß die Zaubernuss aufzuhalten. Gerade im Winter bringt die Zaubernuss neue Geschmeidigkeit und bewahrt die Feuchtigkeit der Haut. Juckreiz verschwindet mit einer hamamelishaltigen Creme sehr schnell. Auch bei Neurodermitis soll sie eine erleichternde Wirkung haben. Hochwertige Hamamelis-Produkte gibt es in Apotheken. Für selbsthergestellten Zaubernuss- Tee oder Tinktur werden Rinde und/ oder Blätter von Juni bis August gesammelt.

Hamamelis-Tee für Umschläge, Kompressen, Bäder, Fußbäder usw.:

2-3 Eßl. getrocknete Rinde und/oder Blätter mit 5 l Wasser zum Kochen bringen. 10-15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Hamamelis-Tinktur:

Verdünnt für alle Anwendungen, lindert Blutergüsse, Verstauchungen, Entzündungen und kleinere Blutungen. Schraubglas zur Hälfte mit klein geschnittenen Blätter und Rinde füllen, mit 50%- igen Alkohol übergiessen. 3-6 Wochen an hellem Ort stellen, täglich schütteln. Danach in dunkle Tropfflaschen abfüllen. Bei innerer und äußerer Anwendung Fachleute fragen.

Gehaltvolles und gesundes Brot

„Nachstehendes Brotrezept erfreut sich bei uns immer großer Beliebtheit. Es ist schnell zubereitet und kommt auch in süßer Variation gut an:

500 g Magerquark mit 50 g Chia-Samen (Chia-Samen-Mehl oder in der Kaffeemühle geschrotet) vermischen und mindestens 10 Minuten quellen lassen. Dazu kommen 300 g gemahlene Mandeln, 1 P. Backpulver, 1-2 Tl. EMIKO-Salz, etwas Zitronensaft, etwas EM-Keramikpulver, etwas Honig, etwas EM·1/a.

Alles gut vermischen und zum Schluss nach Gusto Kürbiskerne untermischen. Das Brot wird im vorgeheizten Backofen bei 175° Ober/Unterhitze oder 160° Umluft mindestens 60 Minuten gebacken. Auf jeden Fall die Stäbchenprobe machen. Anschließend das Brot gut auskühlen lassen. Bei der süßen Variante einfach mehr Honig dazugeben.

Guten Appetit!“

Frostschutz für Obstbäume im Frühjahr

Obstbäume brauchen Anfang des Jahres unsere besondere Aufmerksamkeit, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Bäume treffen. Durch die Wärme wird der Zellsaft in den Zellen der Rinde flüssig, der zuvor vom Baum zum eigenen Schutz vor Frost eingedickt wurde. Die noch vorherrschenden kalten Nachttemperaturen lassen ihn wieder gefrieren. Dabei nimmt das Volumen beim Übergang von Wasser zu Eis so zu, dass der entstehende Druck die Rinde platzen lässt. Der gesamte Wasserfluss wird unterbrochen, Schädlinge können eindringen.

Gegen Frostrisse und -brüche schützt vorbeugend ein Kalkanstrich, in dem EM-Keramik-Pulver und EMa eingerührt wird. Mit dieser Masse wird die Sonnenseite des Stammes eingestrichen. Sind die Risse schon da, wird ein Heilverband aus Lehm, EM-Keramik- Pulver, EM·1/a, Schachtelhalmtee und EM-Kuhmist in einem Jutegewebe um den Stamm gelegt.

Frühjahrs-Baum-Pflege

Sobald der Boden nicht mehr friert, kann Bokashi im Boden eingebracht werden. Um den äußeren Rand der Krone werden alle zwei Fuß weit eine Hand voll Bokashi in die
Erde eingebracht. Dazu wird mit einem Spaten ein Stück Rasennabe vorsichtig entfernt, das Bokashi in die Kuhle hinein gegeben und dann die Rasensode wieder fest angetreten. Am äußeren Rand der Krone hat der Baum die meisten Feinwurzeln, die von dem Bodenleben mit den Nährstoffen des Bokashi versorgt werden. Die gesamte Baumscheibe sollte dann wöchentlich, später alle 3-4 Wochen mit EMa-Verdünnung begossen werden. Die Obstbäume werden es Ihnen danken.

„Kunst“ für einen lebendigen Alltag – von Joseph Beuys

„Lass dich fallen; pflanze unmögliche Gärten;
lade jemand Gefährlichen zum Tee ein; mache
kleine liebevolle Gesten; werde ein Freund/in
von Freiheit und Unsicherheit; freue dich auf
Träume; weine bei Kinofilmen; tu Dinge aus
Liebe; mach eine Menge Nickerchen; gib Geld
weiter, mach es jetzt; glaube an Zauberei;
lache eine Menge; nimm Kinder ernst; bade
im Mondlicht; lies jeden Tag; stell dir vor, du
wärst verzaubert; höre alten Leuten zu; freue
dich; lass die Angst fallen; unterhalte das Kind
in dir; umarme Bäume; schreibe Liebesbriefe;
lebe!“

In diesem Sinne für Sie eine lebensfrohe und
gesunde Zeit.

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht:
Alle EM-Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

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