EM Mondkalender 42 Winter 2012

„Gar große Kräfte sind’s weiß man sie recht zu pflegen, die Pflanze, Kräuter, Stein in ihrem Innern hegen.“ W. Shakespeare

Weißbeerige Mistel – Viscum album

Im Winter, wenn die Natur sich zum Winterschlaf zurückgezogen hat und die Bäume ihre Blätter abgeworfen haben, werden die kugelförmigen Büsche zwischen Himmel und Erde in den Wipfeln der Bäume sichtbar. Es sind die Sträucher der immergrünen Mistel.

Die Zweige der Mistel sind hellgrün und verzweigen sich immer wieder. Jede Gabelung entspricht einem Jahrestrieb. Dadurch entsteht nach und nach diese Kugelform. Im Dezember reifen die fleischigen, weißen, erbsengroßen Früchte heran. Für die Vermehrung der Mistel sorgen die Vögel, die den Samen auf neue Bäume tragen.

Misteln sind weltweit in tropischen, subtropischen und gemäßigten Zonen verbreitet. Es sollen zwischen 400 und 1400 verschiedene, anerkannte Arten geben. Die Mistel ist eine halbschmarotzende Pflanze, die die benötigte Flüssigkeit und Nährstoffe aus ihrem Wirtsbaum bezieht, kann aber selbst Photosynthese betreiben. Misteln wachsen langsam und können einem gesunden, großen Baum nichts anhaben. In der Regel stirbt die Mistel erst, wenn der Wirtsbaum stirbt. So wurde eine ca. 400 Jahre alte Mistel gefunden, als ihr Wirtsbaum, eine alte Zeder, von einem starken Unwetter abgeknickt wurde. Kleinere oder kranke Bäume, die von vielen Misteln bewachsen sind, leiden darunter und können davon absterben.

Die Mistel im Mythos

Über kaum eine andere Pflanze gibt es einen solch ausgedehnten Mythos wie über die Mistel. Den Germanen und Kelten galt sie als Zauberpflanze und als wichtigste Heilpflanze. Aus ihr sollen die Druiden zauberkräftige Getränke zubereitet haben, die Kraft und Mut verleihen und Krankheiten heilen sollten. Die Misteln wurden mit goldenen Sichel geerntet und durften nicht zu Boden fallen, um ihre Heilkraft nicht zu verlieren. Besonders heilkräftig gelten die Misteln, die auf Eichen wachsen, da dies besonders selten vorkommt. Andere Völker glaubten, dass sie vor Feuer und Krankheiten schützen und dass über Zimmertüren hängende Mistelzweige Schutz gegen allerlei Ungemach bieten. Vor allen Dingen soll das in den Rauhnächten der Fall sein. Die Mistel wurde und wird heute noch gern als Weihnachtsschmuck verwendet.

Die Mistel als Heilmittel

Seit dem Mittelalter galt die Mistel als ein Mittel gegen Epilepsie und Schwindelanfälle. Auch Sebastian Kneipp pries ihre Wirkung gegen Fallsucht. In der modernen Medizin findet die Mistel zunehmend Verwendung. Sie soll eines der besten pflanzlichen Herz- und Kreislaufmittel sein und gilt als krebsverhütend bzw. dem Krebs entgegenwirkend. Die Misteltherapie gehört zu den am häufigsten angewandten Verfahren in der komplementärmedizinischen Krebsbehandlung. Sie wurde von dem Anthroposophen Rudolf Steiner und der Ärztin Ita Wegmann initiiert. Die Anwendung der Mistel in der Tumortherapie leitet sich aus den Anschauungen Steiners ab, der unter anderem auf die Analogie zwischen parasitären Wachstumsmuster der Mistel und dem Tumor hinwies. Die in Anlehnung an Rudolf Steiner entwickelten Präparate enthalten speziell hergestellte Gemische aus Sommer- und Wintersaft der Mistel. Sie werden in der onkologischen Behandlung als ergänzende Maßnahme und mit Vorsicht angewandt, da sie auch mit Nebenwirkungen verbunden sein können. Antroposophisch begründete Indikation zur Misteltherapie sind außerdem Sarkoidose und andere Immunerkrankungen sowie Arthrose.

Tipps unserer Mitglieder im Gesundheitsbereich

Nach wie vor sind EM-Produkte keine Heilmittel. Nachstehende persönliche Berichte sind subjektive Erfahrungen und nicht immer in der Anwendung mit dem gleichen Erfolg übertragbar. Besprechen Sie sich mit ihrem Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/in. Die Autorinnen und Autoren der Berichte sind der Redaktion bekannt.

„Durch eine notwendige medikamentöse ärztliche Behandlung hat sich als Nebenwirkung meine Mundschleimhaut entzündet. Gut geholfen hat eine ständige Mundspülung mit EM·1 mit wenig Wasser verdünnt.“

„Einen heftig brennenden Scheidenpilz, den ich auch mit ärztlichen Verordnungen nicht wegbekam und den ich dann mit Antibiotika bekämpfen sollte, ist mit EM-Anwendungen verschwunden. Neben EM·1-Waschungen und Sitzbäder habe ich auch mit EM·1 getränkte Tampons verwendet. Welch eine Erleichterung!“

„Eine sehr schmerzhafte Fingernagelbettentzündung, die auf ärztliche Behandlung nicht reagierte, sollte nun operiert werden. In meiner Not habe ich den Nagel täglich lange und ausgiebig mit EM.1 gebadet. Nach kurzer Zeit ging zu meiner Freude die Entzündung vollständig zurück.“

„Ich gehöre zu denen, die bis zur Stunde die segensreiche Wirkung von EM an sich erfahren. Ich bin ein Ur-Asthmatiker, also von Kindheit an. Diese Krankheit hat mich mein Leben lang eingeengt. Vor etwa fünf Jahren war ich deswegen moralisch ziemlich unten. Jeder Wind warf mich um, keine Widerstandskräfte waren vorhanden, das Immunsystem rostete vor sich hin. Ich hangelte mich von Antibiotika zu Antibiotika.

Da kam mir in einem Naturkostladen das Buch über EM von Franz-Peter Mau in die Hand. Dieses Buch war interessant und sprach mich an. Ich habe die Empfehlungen umgesetzt und mein Alter (73) hat dadurch eine neue Qualität erfahren. Seitdem brauche ich keine Antibiotika mehr. Den Angriff militanter Krankheitserreger schlage ich mit EM in die Flucht. In einen Pott gekocht habenden Wassers kommen bei 80° fünf ml EM-X Gold und ein halber Teel. EM-Salz. Davon trinke ich am Tag einen Pott. Bei akuter Erkältung trinke ich einen früh und einen abends. Bei starker Erkältung inhaliere ich zusätzlich. Dazu nehme ich aus dem Pott Wasser in den kleinen Inhalationsbehälter (15 ml), in das ich noch 2-3 Tropfen EMa träufle. Nun wird inhaliert. In 8-10 Tagen ist die Erkältung vertrieben. Ich habe als Asthmatiker nach diesem Erfolg zwei von meinen Medikamenten selbst abgesetzt. Bis jetzt geht es mir weit besser als zuvor. Das weite Spektrum der EM-Technologie ist eine wunderbare Gabe Gottes, die Prof. Higa für uns entdeckt hat.“

Gartentipps für den Winter

Wer als Hobbygärtner seine Obstbäume selbst bescheidet, sollte dies erst zum Ende des Winters, also Ende Februar/Anfang März tun, weil sich die Wunden dann besser schließen. Auch die Rosen sollten im Herbst/Winter höchstens grob beschnitten werden; der endgültige Schnitt geschieht erst im Frühjahr, sonst drohen vermehrt Frostschäden.

Verblühte Stauden und lange Gräser sollten über den Winter stehen bleiben. Sie bieten nicht nur einen zauberhaften Anblick, wenn Raureif sie silbrig überzieht, sie sind auch Lebensraum für viele nützliche Insekten. Ein weiterer Vorteil: Viele Triebe sind nach dem Winter getrocknet und lassen sich leicht ausbrechen, wie beispielsweise beim Phlox. Das erleichtert die Arbeit bei der Vorbereitung des Gartens zu Beginn der Gartensaison.

Raureif verzaubert den herbstlichen Garten über Nacht.

Raureif verzaubert den herbstlichen Garten über Nacht.

Mulchen

Es gibt mehrere Wege, der organischen Abfallmengen im Herbst/Winter Herr zu werden. Das Abfahren zum Kompostplatz wollen wir einmal ganz ausschließen, weil das, was auf dem Land gewachsen ist, auch wieder als Dünger zurückkehren soll. Mit Hilfe von EM können wir herrliches Bokashi daraus machen, das wir dem Garten zurückgeben. Welche Möglichkeiten sich dort anbieten – auch bei größeren Mengen –, haben wir hier oder im EMJournal ja schön häufiger gezeigt.

Heute möchten wir besonders auf das Mulchen hinweisen. In Zusammenhang mit EM bedeutet das Mulchen nicht nur eine wärmende Bedeckung für den Boden, die ihn zudem vor dem Austrocknen schützt, es ist in dieser Verbindung auch eine hervorragende Nahrungsquelle für alle Bodentiere, die in der Zone leben, wo sich Erde und Mulchmaterial treffen. Dazu gehören nicht nur die Myriaden von Asseln, Käfern, Würmern usw., sondern natürlich auch jede Menge nützlicher Mikroorganismen, die dort fröhlich arbeiten, sobald die Temperaturen etwa 5° C erreicht haben. Sie zersetzen das Material und produzieren verschiedene probiotische Stoffe, die den Pflanzen dann zur Verfügung stehen. Deren Start im Frühjahr ist dann leichter, stärker, prächtiger. Am einfachsten ist es, EMa/Bodenaktivator über den ausgebrachten Mulch zu gießen (Mischung ca. 1 Tasse pro 10-l Kanne Wasser); man kann aber auch das Material zuerst mit der EM-Lösung mischen und dann ausbringen. Dies bietet sich an, wenn man gröberes Material – z.B. Blätter – zunächst schreddert oder mit dem Rasenmäher zerkleinert.

Ein wenig Laub auf dem Rasen schadet nichts, denn es kann durchaus Nahrungsquelle von Regenwürmern und anderen kleinen bis kleinsten Bodentieren sein. Es darf nur keine geschlossene Decke bilden, denn dann kann es das Gras darunter ersticken. Hilfe ist auch hier eine Gießkanne mit EMa oder Bodenaktivator. Das Laub wird dadurch schneller zersetzt.

Die beiden Wölfe

Nachstehend eine kleine Geschichte zur viel diskutierten Bedeutung des Endes des Mayakalenders am 21.12.2012: Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Feuer. Nach einer langen Weile des Schweigens sprach er bedächtig: „In mir wütet ein Kampf. Es ist eine Auseinandersetzung zwischen zwei Wölfen, die in meinem Herzen wohnen. Der eine Wolf ist böse – er besteht aus Wut, Eifersucht, Habsucht, Größenwahn, Schuld, Groll, Lügen, Stolz, Minderwertigkeitsgefühlen, Überheblichkeit und Eigennutz – und so geht er mit sich selbst, mit anderen und der Natur um. Der andere Wolf ist gut – er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, einem gesunden Selbstvertrauen, Demut, Freundlichkeit, Freigebigkeit, Mitgefühl mit sich selbst, allen Wesen und der Natur. Auch in dir wütet dieser Kampf – ja, in jedem Menschen.“

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach und fragte dann: „Welcher Wolf wird gewinnen?“ Der alte Indianer lächelte und sagte: “Der Wolf, den du fütterst.“

Ihnen allen eine gesunde und gesegnete Zeit. Namasté

Weronika Chojnacki

Aufklärungspflicht nach dem HPG:
Alle EM Gesundheitshinweise und Tipps sind Erfahrungsberichte und ersetzen keine Medikamente, Diagnosen oder andere ärztliche Behandlungen. Bei Unsicherheiten halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpratiker.

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