Salz und EM – die Kombination in der Praxis

Viel konnte man bereits lesen zum Einsatz von Salz und Kohle mit EM, deshalb wollte der Autor vor Ort einige praktische Fragen zur Anwendung klären. Dankenswerter Weise konnte Herr Matsumoto (EMRO Deutschland) ein Treffen mit Prof. Higa und Herrn Oshiro, dem Manager des Modellhofes Sunshine Farm in Okinawa, arrangieren.

Salz hat viele Eigenschaften, im Boden kann es sowohl schädlich wie auch nützlich wirken. Zusammen mit EM zeigt es seine nützlichen Seiten. Prof. Higa hat eine lange Erfahrung mit Salz und EMRO hat schon viele salzgeschädigte Felder wieder fruchtbar gemacht und dabei erkannt, dass die Kombination von Salz und EM vielfältige Vorteile bietet. Einerseits erhöht das Salz in der feuchten Erde die Leitfähigkeit, die für das Pflanzenwachstum äußerst wichtig ist, und anderseits weisen ältere Studien auch auf die Umwandlung von Salz (NaCl) in gesuchte Düngerelemente wie Kalzium (Ca), Kalium (K), Magnesium (Mg), Phosphor (P) und andere hin.

R. Brändle mit Herrn Oshiro, Leiter der Sunshine Farm

R. Brändle mit Herrn Oshiro, Leiter der Sunshine Farm

Da auch der Stickstoff (N) durch viele Mikrobenarten und durch leguminose Pflanzen aus der Luft aufgenommen werden kann, stellt die Kombination von EM und Salz eine Alternative zur konventionellen NPK-Düngung dar. Voraussetzung bleibt jedoch ein gewisses Maß an Humus und mikrobiellem Bodenleben, damit diese natürlichen Prozesse stattfinden können. Je höher und intensiver dieses Bodenleben ist, desto höher ist die Möglichkeit, vollständig auf diese natürliche Bodenbewirtschaftung umzustellen.

In seinem ca. 1.000 m2 großen Garten, dem Blue Sky Palace, verwendet Prof. Higa seit sechs Jahren ausschließlich EMa, Salz, Kohle und etwas Fisch. Seinen Garten hat er auf einem Schotterparkplatz eingerichtet, auf dem lediglich 10 bis max. 15 cm Erde liegen. Dies würde man nie vermuten, wenn man zwischen den üppig gedeihenden Gemüsebeeten und den vielen Bananenstauden wandelt.

Das zu verwendende Salz kann gemäß Prof. Higa ein sehr billiges Salz sein, sollte aber keine Beimischung von Chemikalien enthalten. Die Anwendung besteht aus zwei Stufen: zuerst wird ein Feld im Frühjahr vorbereitet und während des Jahres wird periodisch wieder Salz ausgebracht.

Zur jährlichen Vorbereitung eines Feldes werden heute pro m² 300 g Salz und 3 dl EMa (gleich 3 t/ha) gerechnet. Für die Erstbestellung eines Feldes kann die doppelte bis dreifache Menge verwendet werden. Es empfiehlt sich, das Salz vor einem Regen auszubringen, damit es möglichst gut in die Erde eingeschwemmt wird. Das EMa kann man in der Vorbereitungsphase auch pur ausbringen, womit zu Beginn eine eher herbizide Wirkung erzielt wird, um das Auftreten von Beikräutern zu minimieren. Nach diesen Behandlungen, die gleichzeitig oder verzögert stattfinden können, muss eine Wartefrist von 2-3 Wochen eingehalten werden, bevor neue Pflanzen gesetzt bzw. gesät werden können.

Während der Pflanzsaison gibt man das Salz als Dünger, jeweils eine Handvoll in einem Abstand von ca. 30 cm. Je nach Pflanzen, kann man dies 1- bis 4-mal pro Monat manchen. Gut wird das Salz von Spinat, Rettich, Kohl, Broccoli, Lauch, Tomaten, Kürbissen, Auberginen, Trauben oder Mais angenommen, etwas zurückhaltender sollte man sein bei Erdbeeren, Zwiebeln, Salat, Karotten und Fruchtbäumen und bei Gurken und Bohnen nur wenig Salz verwenden.

Prof. Higa streut Salz als Dünger aus

Prof. Higa streut Salz als Dünger aus

Der Einsatz von Salz sollte mit der entsprechenden Vorsicht vorgenommen werden. In konzentrierter Form wirkt es als Herbizid, deshalb streut Prof. Higa das Salz vorzugsweise auf Beikräuter oder Gräser, um die Umgebung der Gemüsepflanzen nicht jäten zu müssen.

Während der Pflanzsaison wird das EMa ledigich zu 1% dem Gießwasser beigemischt. Dabei wird immer EMa verwendet, dem bei der Aktivierung 3% Salz zugegeben wurde.

Beim Düngen mit Salz zum Gemüse 30 cm Abstand halten

Beim Düngen mit Salz zum Gemüse 30 cm Abstand halten

Der Bedarf der Pflanzen nach Dünger lässt sich mit Instrumenten messen, wobei sich Gemüse normalerweise bei 0,2 mS/cm2 und Starkzehrer bei 0,6 mS/cm2 am besten entwickeln. üblicherweise zeigen Pflanzen bei 1-2 mS/cm2 sehr starke Verbrennungszeichen, werden gelb und sterben ab. Der Autor konnte in Prof. Higas Garten Spannungen von über 2 mS/cm2 messen, obwohl die Pflanzen bestens gediehen. Dies zeigt, dass mit dem kombinierten Einsatz von EM und Salz mehr Energie durch die Pflanzen verwertet werden kann, was wahrscheinlich zu schnellerem Wachstum, höherer Qualität und höherem Ertrag führt. Dies stellt ein interessantes Gebiet für weitere Untersuchungen dar!

Zusammen mit der Energie des EM bewirkt das Salz eine Intensivierung des bakteriellen Bodenlebens (ähnlich der Wirkung bei der Fermentation von Gemüse) und eine Umwandlung des Salzes (NaCl) in verschiedene andere Elemente. Diese Transmutationen wurden schon oft festgestellt und durch den französischen Physiker C. Louis Kervran beschrieben. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Natur zum Beispiel für die Herstellung von Kalium aus Natrium und Sauerstoff nur ein Millionstel der Energie braucht verglichen mit der industriellen Herstellung.

Mit dem Salz erreicht Prof. Higa auch eine durchgehende elektrische Leitungsfähigkeit in der Erde, wodurch das ganze Feld miteinander verbunden wird. Dadurch werden Düngungseffekte an einem Ende des Feldes auf das ganze Feld übertragen.

Eine EM-Zone anlegen

Diese Energieleitung wird stark erhöht, wenn auch noch ein Energiefeld mit Schnüren in ca. zwei Meter Höhe angelegt wird. Prof. Higa beabsichtigt damit, alle Energie von Sonne, Wind u.a.m. über dem Feld zu konzentrieren. Das Energiefeld sollte aus einem durchgehenden Feld bestehen und kann für die folgende Beschreibung bis zu 1.000 m² groß sein.

An den vier Ecken werden spezielle Ankerdepots gemacht. In einem Loch von ca. 30 cm Tiefe und Durchmesser wird zuerst eine Schnur um einen Stein gebunden und so verankert, dass sie nicht einfach herausgezogen werden kann. über diesem Stein werden sieben Liter Kohle, 1 bis 2 kg Salz und ein bis zwei Liter EMa in das Loch gefüllt und mit Erde zugedeckt. An den Eckpfosten wird je eine EMa-Flasche in die Schnur eingebunden. Diese Flaschen werden mit 0,5 EMa, 15 g Salz und einem Teelöffel Keramikpulver gefüllt. An der Außenseite der Flaschen werden je eine 3V-Batterie und gegenüber ein flacher Magnet mit Klebeband befestigt. Batterie und Magnet sollten mit +/- Minus Polen zueinander platziert werden und gegen Wasser geschützt sein.

Am besten wird die Schnur um die Mitte der Flasche befestigt. Die Schnur kann aus natürlichen Stoffen oder aus Plastik sein, vorteilhaft ist eine geflochtene Schnur mit möglichst vielen einzelnen Fäden. Diese Schnur wird auf ca. 2 m Höhe gezogen – oder eine Höhe, in der die Bearbeitung des Feldes nicht behindert wird – und von dort mit der nächsten Ecke verbunden, bis das ganze Feld umrundet ist. Die Schnüre können problemlos miteinander verknüpft werden. Dann begießt man den ganzen Umfang des Feldes mit einem soliden Gießstrahl aus 100%-igem EMa, damit im Boden eine durchgehende Leitfähigkeit rund um das Feld etabliert wird.

Mit diesen zwei Maßnahmen, der Versorgung des Feldes mit Salz und EMa und der Einrichtung des Energiefeldes, erstellt man eine durchgehende Energieversorgung der Pflanzen im Wurzelbereich und eine Konzentration der Energie über dem Feld. Es hat sich schon öfters gezeigt, dass solche Felder einerseits viel weniger Arbeit benötigen und anderseits Unwetter viel besser überstehen. Auch hilft das Energiefeld, Schädlinge fernzuhalten. Dazu empfiehlt Prof. Higa, zusätzliche Schnüre auf der Höhe der Augen der entsprechenden Schädlinge um das Feld zu ziehen.

Nach der Ernte ausgestreutes Salz unterdrückt Unkraut und wird durch Mikroorganismen zu Dünger

Nach der Ernte ausgestreutes Salz unterdrückt Unkraut und wird durch Mikroorganismen zu Dünger

Weniger Gartenarbeit

Weitere Methoden zur Bodenverbesserung bestehen im ausgiebigen Mulchen oder der Eingrabung von Kohle-Bokashi-Dangos. Die Verbindung von Salz und Mulchen führt zu einer sehr intensiven Verarbeitung des organischen Materials und dem Aufbau von Humus. Die Kohle-Bokashi-Dangos werden in ca. 30-40 cm Tiefe eingegraben.

Wie zu Beginn ausgeführt verwendet Prof. Higa praktisch nur EMa, Salz und Kohle. Dabei verwendet er Salz für die Leitfähigkeit des Bodens und als Ausgangsmaterial für wichtige Düngerelemente. Das EMa bringt neben den Mikroorganismen die Energie, damit diese biologischen Prozesse stattfinden können, und die Kohle hat eine starke Anziehungskraft auf die Elektrizität. Dazu ist die Kohle auch ein exzellenter Speicher für Wasser und Mineralien und sorgt damit für eine ausgeglichene Versorgung der Pflanzen.

Das Energiefeld hat aber nicht nur Vorteile für die Pflanzen. Auch die Arbeit fällt in einem solchen Feld leichter, versichert Mr. Oshiro, er sei definitiv viel weniger ermüdet am Ende des Tages, wenn er in einem solchen Energiefeld gearbeitet habe. Dies haben wir mittels kinesiologischen Tests in- und außerhalb des Feldes auch gleich festgestellt!

Auch Prof. Higas eigene Erfahrungen sollten motivieren, braucht er heute doch mehr Zeit für die Ernte als für die Pflege seines Gartens!

Japanische Farmer befüllen einen Saatstreuer mit Salz, das auf ihr abgeerntetes Feld kommt

Japanische Farmer befüllen einen Saatstreuer mit Salz, das auf ihr abgeerntetes Feld kommt

Roland Brändle

 

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