Treffen der europäischen EMRO-Partner in Athen

Im zweijährigen Rhythmus treffen sich die europäischen Partner der EMRO, um ihre Erfahrungen auszutauschen, Neuigkeiten zu erfahren, alte Freundschaften und Bekanntschaften aufleben zu lassen und neue Mitglieder kennen zu lernen. Zusätzlich geht es auch um die Qualitätssicherung der EM-Produkte in Europa, um gemeinsame Strategien und nicht zuletzt stellt jedes Land herausragende Beispiele von EM-Anwendungen und Projekten vor, was dann gemeinsam diskutiert werden kann.

Fast alle EMRO Partner, die nach Athen gekommen waren, sind hier versammelt. In der Mitte mit Tasche Tina Zafeiropoulou (EM Hellas), dahinter ihr Mann Dr. Gerd Koschik, die die Tage hervorragend organisiert hatten.

Mit großem Interesse war der Vortrag vom Chef-Forscher der EMRO, Dr. Masaki Shintani erwartet worden. Er arbeitet als Dozent an der Universität Tokyo und forscht seit vielen Jahren über EM-relevante Themen, zuletzt verstärkt über Mikrobiome und über die Wirkungsmechanismen von EM-X Gold. Das Treffen wurde in diesem Jahr von Konstantina (Tina) Zafeiropoulou ausgerichtet, die zusammen mit ihrem Mann Gerhard Koschik zu den ersten EM-Aktivisten in Österreich gehörte. Gemeinsam beschlossen sie vor knapp 10 Jahren, in Tinas Heimat zu ziehen, wo sie, als gebürtige Griechin, EM bekannt machen und verbreiten wollte. Seitdem ist sie mit großer Energie und ansteckender Begeisterungsfähigkeit sowie einer tiefen überzeugung im ganzen Land unterwegs – tatkräftig unterstützt von ihrem Mann. Leider konnte die Gruppe nicht mehr als drei ihrer Projekte in der Umgebung von Athen besichtigen. Aber das war spannend.

Bio-EM-Gemüse, -Blumen, -Obst und -Hühnereier

Der erste Betrieb, den wir besuchten, liegt ca. 42 km von Athen entfernt, in der Ebene von Marathon. Die Großgärtnerei Marigold kultiviert auf insgesamt mehr als 20 ha Topfblumen, aber auch Zierpflanzen, Büsche, Bäume, Obstbäume und Kräuter. In seiner Einführung bestätigte der Besitzer, Lefteris Kitantzis, dass sie sich seit der Finanzkrise in Griechenland hauptsächlich auf den Export konzentrieren. Verständlich: wenn das Geld knapp wird, spart man hier zuerst. Traditionell haben sie schon lange sehr gute Kontakte nach Holland, Deutschland und England, so dass sie die Krise einigermaßen überstanden haben. In seinem Betrieb bekommen seit 2008 alle Pflanzen in den ersten drei Wochen einmal pro Woche EMa. Auf einen Liter Wasser kommen ca. 2,5 ml EMa. Je länger Pflanzen in der Gärtnerei bleiben, desto öfter bekommen sie später weitere EMa-Gaben. Zudem ist alles Gießwasser mit EM-Keramik behandelt.

Der nächste Betrieb liegt auch nicht weit außerhalb der Stadt. Mali Veni wurde von Manos Karakostas gegründet. Er ist einer der ersten, die EM in Griechenland in ihren Betrieb integriert haben. Da er selbst nicht alle Flächen bewirtschaften konnte – er ist gelernter Ingenieur – hat er immer wieder Flächen verpachtet. Zum Teil arbeiteten die Pächter weiter und enthusiastisch mit EM – vor allem, da er auf all seinen Flächen von Anfang an völlig ohne Chemikalien gearbeitet hat. Vor einem Jahr hat sein Schwiegersohn den Betrieb übernommen, Manos kümmert sich selbst um alle Bäume, d.h. nicht nur die Obstbäume wie Orangen und Zitronen, sondern auch um die z. T. alten Oliven. Drei Stunden Busfahrt in Richtung Norden brachte uns nach einem stärkenden Mittagessen auf Mali Veni zur Farm von Petros Zarganis. Während er uns die ersten Felder auf dem Weg zu seinen Legehennen zeigte, zogen sich über uns schwarze Wolken zusammen.

Am Stall angekommen flohen alle vor dem einsetzenden Regen zu den ca. 1600 Hühnern in den trockenen Stall – wo diese uns neugierig erwarteten und keineswegs wegliefen. In der guten halben Stunde, die wir dort ausharrten, erfuhren wir, wie sorgfältig hier mit EM gearbeitet wird. Einmal pro Woche sprüht er alle Flächen des Stalls bis in die kleinste Ritze gründlich mit einer EM-Wasserlösung (10%) aus. Eine Vernebelungsanlage sprüht zusätzlich einmal pro Woche, was vor allem im Sommer sehr wichtig ist. Früher, berichtete Petros, war der Stall schwarz von den Ammoniakdämpfen und vor Gestank kaum betretbar. Heute sind die Wände weiß und es herrscht gar kein Gestank! Seine biologischen Eier – er erreicht eine Quote von 85% – kann er zu sehr guten Preisen verkaufen, da die Kunden den ausgezeichneten Geschmack schätzen. Während er vor EM den Stall mindestens alle zwei Wochen ausmisten musste, bleibt der Mist heute ein ganzes Jahr liegen. Dann fährt er ihn auf eine Miete, mischt ihn und sättigt in noch einmal intensiv mit EM. Nach einem guten Monat bringt er ihn als einzigen Dünger auf allen seinen Feldern aus. Zusätzlich dosiert er bei jeder Bewässerung eine geringe Menge EMa zu. Mit der Pflanzengesundheit und den Erträgen ist er so zufrieden, dass er uns abschließend sagte: „Ohne EM könnte ich nicht mehr arbeiten. Hätte ich kein EM mehr, würde ich aufhören!“

EM in Griechenland

EM Hellas, deren hübsches Büro wir in der Athener Innenstadt noch besuchten, ist mittlerweile auf allen möglichen Gebieten im ganzen Land erfolgreich. Auf den fruchtbaren Flächen im Norden arbeiten inzwischen viele Betriebe mit EM, auf manchen der vielen Inseln, und schon lange auf Kreta gibt es erfolgreiche Projekte mit EM. Mit der Kompetenz und Energie von EM Hellas wird sich EM in Griechenland sicherlich immer weiter verbreiten. Natürlich gab es am letzten Tag der Zusammenkunft noch einen Ausflug auf die Akropolis, bevor sich die meisten auf den Heimweg machten. Selbst für diejenigen, die nicht zum ersten Mal dort waren, ist es immer wieder ein beeindruckendes Ereignis, diesen geschichtsträchtigen Ort zu erleben, der trotz aller Zerstörungen in seiner 2500 Jahre alten Geschichte nichts von seiner imponierenden Größe verloren hat. Alles in allem war dies wieder eine sehr erfolgreiche Zusammenkunft, die die europäische Gemeinschaft der mit Prof. Higa und der EMRO verbundenen Partner weiter stärkt.

 

Pit Mau

Siehe auch EMJournal 42 über Bienenhaltung auf Kreta

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