Schon früh lernte Familie Zerlett die Wirksamkeit und Vorzüge der Effektiven Mikroorganismen kennen und schätzen. Seither werden EM ganz selbstverständlich und regelmäßig in den verschiedensten Bereichen des Hofes eingesetzt – was die Pferde sehr zu schätzen wissen.

von links: Alina, Henrik, Marion, Helmut und Jessika Zerlett mit der selbstgezogenen Stute Ciara
Seit 1986 betreibt Familie Zerlett ihren Pferdewirtschaftshof. Sowohl Pensions- als auch Zuchtpferde leben in dem Familienbetrieb im kleinen Dorf Rösberg im schönen Vorgebirge, das zur Köln-Bonner Bucht gehört. Rund 50 Pferde werden hier liebevoll umsorgt. Die gesamte Familie ist in die Arbeiten eingebunden.
Der Zucht- und Pensionsbetrieb ist aus dem elterlichen Gemüseanbaubetrieb entstanden, so konnten die Zerletts ihre Passion für Pferde und Landwirtschaft perfekt miteinander kombinieren.
Heute liegt das besondere Augenmerk des Betriebes auf der Pferdezucht und der Ausbildung von Pferd und Reiter. Schwerpunkt in der Pferdezucht ist das Springen. Ein zusätzliches Standbein ist die Haltung von Pensionspferden – hier steht das Wohlergehen der Pferde mit ihren individuellen Bedürfnissen im Vordergrund.
Eine bestmögliche Versorgung und gute Trainingsmöglichkeiten sind allen Familienmitgliedern wichtig.
Die Ställe
In den Stallungen werden regelmäßig Boxen und Gänge mit einer Verdünnung von 2:10 Teilen EM mit Wasser ausgesprüht – in den Sommermonaten teilweise wöchentlich sowie nach jeder Grundreinigung der Boxen (pur angewendet). Betriebsleiter Helmut Zerlett betont: „Wir haben deutlich weniger Fliegen in unseren Ställen als in der Zeit vor dem Ausbringen der fleißigen Mikroben.“ Jetzt werden die Pferde im Stall seltener durch die Insekten belästigt und fühlen sich sichtbar wohler.
Zerlett ergänzt: „Auch das Stallklima profitiert, bei uns riecht es weder nach Ammoniak noch nach Fäulnis. Die Tiere haben weniger Atemwegsprobleme und fühlen sich auffallend wohl.“ Kein Wunder, denn die Besiedlung der Stallungen mit EM kann schadhafte pathogene Keime reduzieren und so zu mehr Gesundheit der Atemwege sowie von Fell, Haut und Hufen beitragen.

Henrik hilft fleißig beim Versprühen der EM in den Stallungen.

Hier werden die Heulageballen gewickelt und die Mieten gestapelt.
Eigene Heulage
Bei der Futterwerbung spielen die EM ebenfalls eine wichtige Rolle. Zerlett erklärt: „Wir produzieren auf knapp 20 Hektar rund 300 bis 350 Heulageballen für den Eigenverbrauch. Vor dem Pressen werden sie mit einem EM-Silierzusatzstoff besprüht (250 ml/t 1:20 verdünnt) und dann foliert. Das hilft eine stabile Silierung in Gang zu setzen. Futterverluste durch Fehlgärung haben wir seither keine mehr.
Die Heulage riecht hervorragend, leicht süß säuerlich und herrlich krautig. Sie wird von den Pferden gern angenommen und gut verdaut. Kotwasser aufgrund von Heulage gibt es in unserem Stall so gut wie nicht.“ Natürlich spielen für eine qualitativ hochwertige Heulage zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle: Es beginnt mit der Saatmischung, über die Bodenbearbeitung wie Striegeln, Mulchen, Nachsaat und Düngung weiter über den Schnittzeitpunkt, die Schnitttiefe, Wend- und Schwadarbeiten, den Trocknungsgrad, den Pressdruck bis hin zum Wetter, das ebenfalls eine entscheidende Rolle für die Qualität des Futters spielt.
Zwar zaubern EM aus schlechtem, nassen Wetter keinen Sonnenschein, jedoch können sie die Keimbelastung eindämmen, Pilze verstoffwechseln und positiv auf die Silierung Einfluss nehmen. Schäden wie Erdbeimischungen durch Wildtiere oder durch Schlechtwetterperioden können so abgemildert werden. Die Milchsäurebakterien senken den pH-Wert ab und können dadurch die Entstehung von Buttersäure ausschließen.

Kuschelzeit mit Jessika: Die Fohlen und Jungpferde bekommen regelmäßige Streicheleinheiten und erlernen so den natürlichen Menschenkontakt.
Kreislaufwirtschaft
Auch bei der Düngung des Grünlandes spielen die kleinen mikrobiellen Helfer eine große Rolle. Die Familie ist sich einig: Alle legen großen Wert auf eine Kreislaufwirtschaft. Der auf dem Hof anfallende Pferdemist wird – als Dünger aufbereitet – auf die Flächen gebracht. Durch das regelmäßige Sprühen mit EM in den Stallungen ist der Mist bereits mit nützlichen Mikroben versetzt. Hinzu kommt die Fütterung der Pferde sowohl mit der EM-versetzten-Heulage als auch die Zusatzfütterung spezieller EM-Pferdefuttermittel, die kurweise oder bei Bedarf eingesetzt werden.
Der Mist der Pferde wird auf einer Mistplatte verdichtet und abgelagert, reift und wird im Herbst und zeitigen Frühjahr ausgefahren. Diese „Rückführung“ der Nährstoffe sorgt im Boden für Humusaufbau, der wiederum den Pflanzen wertvolle Nährstoffe liefert. Durch den Humus und ein positives mikrobielles Milieu wird in Trockenzeiten die Wasserhaltekraft des Bodens verbessert. Gleichzeitig wird der Boden gut durchlüftet. Die Pflanzen bilden kräftige Wurzeln, die auch in tiefere Schichten vordringen und die Pflanze besser versorgen können. Eine starke, gesunde Pflanze ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Grundfutter mit nährenden Inhaltsstoffen – dessen ist sich Familie Zerlett bewusst.
Die Gesundheit der Pferde
Das Wohlergehen der eigenen wie der eingestellten Pferde liegt allen Familienmitgliedern am Herzen. Beispielsweise wird den Fohlen direkt nach der Geburt jeweils 2 ml EM-Lösung ins Maul gegeben. Dies sichert ihnen einen guten Start und erleichtert die enorme Umstellung auf ihr komplett neues Lebensumfeld.
Kommen neue Einsteller mit einem gesundheitlich belasteten Pferd, wird gleich an der Optimierung der Fütterung gearbeitet – nicht selten kommen hier Zusatzfuttermittel mit EM ins Spiel. Das entscheiden natürlich die Einsteller selbst, aber in der Regel vertrauen sie den überzeugenden Argumenten von Marion und Helmut und deren jahrelanger Erfahrung. Die beiden können auf Erfolge bei Kotwasser oder kolikanfälligen Tieren verweisen ebenso wie auf positive Erfahrungen bei Haut-/Fell-Problemen oder Atemwegserkrankungen.
Auch die Verwertung des Futters kann verbessert werden: Liegen Mangelerscheinungen vor, sind diese häufig die Auswirkung eines minderwertigen Mikrobioms. Gerade beim Pferd spielen Mikroorganismen bei der Verstoffwechslung des Futters eine entscheidende Rolle. Ist das Mikrobiom nicht gut aufgestellt, können Inhaltsstoffe der Nahrung nicht aufgeschlossen und bioverfügbar gemacht werden. Langfristig entstehen so Defizite in der Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Durch die Fütterung der Zusatzfuttermittel werden dem Darm wertvolle und erforderliche Bakterien wieder zugefügt und das Mikrobiom verbessert sich. So kann das Futter besser verwertet, Inhaltsstoffe aufgeschlossen und dem Organismus zur Verfügung gestellt werden – kurzum der Stoffwechsel wird verbessert.
Oftmals bessern sich äußerlich sichtbare Symptome des mangelnden Stoffwechsels: Ekzeme klingen ab, Mauke beginnt abzuheilen, Strahlfäule verbessert sich – und sogar Wundheilung kann positiv beeinflusst werden. Bei all diesen Indikationen empfiehlt es sich, sowohl innerlich als auch äußerlich mit EM zu behandeln.
Podcast-Folge mit Marion
Kennen Sie schon unseren Podcast Die EM-Perspekte? In einer Folge haben wir mit Marion detailliert über den EM-Einsatz auf dem Markushof gesprochen.
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Gerade bei der Wundheilung greift Marion immer wieder zu den aufbauenden Mikroben. Sie hat sich das physische und psychische Wohlergehen der Vierbeiner zur Hauptaufgabe gemacht und erklärt: „Eine Wundbehandlung ohne EM kann ich mir nicht mehr vorstellen. Haben uns die Pferde doch deutlich gezeigt, wie wirksam sie eingesetzt werden können. Immer wieder kommt es vor, dass Jungpferde, die in den Sommermonaten auf der Wiese das Leben genießen, sich heftig verletzen.

Ein Jungpferd hatte sich eine Verletzung zugezogen. Zum Nähen war es bereits zu spät.

Die Wunde wurde täglich gereinigt und mit einer EM-Lösung und Keramikpulver behandelt.

Teils kam auch eine EM-Pflegecreme zum Einsatz.

Bereits nach fünf Tagen sah die Wunde deutlich besser aus.
Obwohl wir die Tiere und Weiden täglich ein- bis zweimal kontrollieren, ist es manchmal für den Tierarzt zu spät, um eine Wunde zu nähen. Das ist der Moment, da schätze ich EM mehr denn je – schon ein gutes Zeug“, schmunzelt sie. Hier greift sie gerne auf eine flüssige EM-Lösung und die Pflegecreme zurück, aber auch das EM-Keramikpulver setzt sie zur Wundbehandlung und für Pasten ein.
Darüber hinaus bedient sie sich immer wieder der Homöopathie und anderen alternativen Heilmethoden. Osteopathie, Chiropraktik und regelmäßige Zahnbehandlungen gehören zu den üblichen Standards bei den Pferden.
Marion schwärmt: „Das Wohlergehen der Tiere ist uns sehr wichtig. Sie geben uns so viel an Zuwendung und Glück, das sind wir ihnen einfach schuldig“. Dabei bekommen ihre Augen einen besonderen Glanz: „Das Leben und die Arbeit mit diesen wunderbaren Tieren ist wirklich ein Geschenk!“ Helmut fasst zusammen: „Insgesamt kann die Nutzung von EM sicher noch ausgeweitet werden. Für die Einsteller lässt es sich gut integrieren, auch ohne ein großes Mehr an Aufwand leisten zu müssen. In diesem Jahr werden wir erstmals das Grünland mit dem Tiefenlockerer und Bodenaktivator behandeln, wir sind auf das Ergebnis gespannt…“
Autorin:
Sabine Zerlett
