EMa

EMa ist die Abkürzung für „EM aktiv“ oder „EM aktiviert“.
Als Prof. Higa um 1982 EM·1® zur endgültigen Reife entwickelt hatte, veröffentlichte er gleichzeitig ein Rezept zur Aktivierung dieser Muktimikrobenmischung EM·1, in der sich die Mikroben in einem Ruhezustand befinden. Diese Aktivierung der Mikroorganismen stellt gleichzeitig eine Vermehrung dar, die die großzügige Anwendungen stark erleichtert.

Das Grundrezept zur Aktivierung von EM·1 für den eigenen Gebrauch lautet:
3 % Zuckerrohrmelasse in warmem bis heißem chlorfreiem Wasser auflösen, das Gefäß mit Wasser auffüllen; die Wasser-Melasse Mischung sollte möglichst eine Temperatur von um die 37° haben. Schließlich gibt man 3% EM·1 dazu. Das Ganze muss nun 7-10 Tage unter Luftabschluß und bei gleichbleibender Temperatur zwischen 30 und 37° C fermentieren, wobei ab dem 6. Tag durchaus auch Sauerstoff an die Oberfläche gelangen darf. Am Ende der Fermentation muss die Flüssigkeit einen pH-Wert um 3,5 haben. Liegt der pH-Wert über 4 ist der Vorgang misslungen, was meist auch schon am muffigen bis unangenehmem Geruch festgestellt werden kann. Ein pH-Wert unter 3,5 (bis zu 3,2) ist aber in Ordnung. Der Fermentationsbehälter muss möglichst ganz gefüllt sein, so dass keine oder nur eine geringe Menge Sauerstoff sich darin befindet. Zudem muss er einen Gärspund oder eine Deckel mit Ventil haben, damit entstehende Gase entweichen können.

Nach 7-10 Tagen kann das EMa genutzt werden. Es ist oft günstig, die Menge in kleinere Behälter abzufüllen (z.B. leere EM-Flaschen), um zu vermeiden, dass das fertige EMa frischem Sauerstoff ausgesetzt ist. Da die Mikroben aber nach einer Woche den Zucker aufgebraucht haben, benötigen sie nun in absehbarer Zeit wieder etwas zu fressen. Sonst können einige der Mikroorganismen aus der Mischung verschwinden. Am wirkungsvollsten ist EMa daher innerhalb der ersten 2-4 Wochen. Haltbar ist es allerdings durchaus länger, nur läuft man dann Gefahr, dass die erwünschte Vielfalt darin verschwunden ist und die Wirksamkeit sich verringert.

Tipps zur Qualitätsverbesserung
– Zugabe von EM-Keramik Pipes (kleine oder größere Zylinder) oder EM-Keramikpulver (z.B. 1 Teelöffel auf 10 l)
– Zugabe von naturbelassenem Salz (z.B. EM-Salz) um 3%
– Ansatz von 5% statt 3 % EM·1, um größere Sicherheit bei der Qualität zu haben.

Mögliche Gründe für den Misserfolg

War das Wasser in Ordnung? – Gegebenenfalls Wasser aus der Leitung eine Weile offen stehen lassen, damit Chlorgas entweichen kann. Dies geht schneller, wenn EM-Keramik Pipes in das Wasser gelegt werden.
War die Melasse gut genug? – Auch bei der Melasse gibt es Qualitätsunterschiede, die recht groß sein können. Eventuell Zuckerrohrmelasse vom EM-Händler nehmen.
War das EM in Ordnung? – Vielleicht war das EM·1 zu alt, oder es war zu lange zu viel Luft in der angebrochenen Flasche. Außerdem gibt es mittlerweile verschiedene Hersteller von etwas, das „EM“ heißt. Gegebenfalls auf das von Prof. Higas Organisation kontrollierte EM·1 zurückgreifen.
Stand der Fermenter vielleicht an einem ungünstigen Ort? – Behandeln Sie die Mikroorganismen als lebende Organismen. Die Fermentation von EMa geling oft nicht an Orten, die starken elektrischen Schwingung ausgesetzt sind, z.B. an Starkstromkabeln. Auch auf Wasseradern kann eine Fermentation misslingen. Im Zweifel wechseln Sie den Ort, an dem Sie fermentiert haben.
Ist der Fermenter in Ordnung? – Prüfen Sie Temperatur möglicht in der Flüssigkeit. Manchmal heizen Heizstäbe höher als auf den Skalen angegeben. Achten Sie darauf, dass die Temperatur gleichmäßig ist.
Sauberkeit – Die Behälter, in denen fermentiert wird, müssen möglichst unmittelbar nach der Fertigstellung des EMa sorgfältig gereinigt werden. Mit Wasser ausspülen genügt nicht. Es sollte mit heißem oder sogar kochendem Wasser gereinigt werden. In der Regel handelt es sich um Plastikbehälter; diese sollte man nach vielen Durchgängen des Fermentierens durch neue ersetzen. Vor allem, wenn man bemerkt, dass die Qualität nachlässt.

 

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