Kastanienbäume retten!

Wer kann sich je an den traurigen Zustand so vieler Kastanienbäumen in unseren Städten und Dörfern schon im Sommer gewöhnen?

Spätestens seit Erika Rokitas schönem Bericht über ihre Kastanienbehandlungen mit EM im EMJournal 22 wissen wir, dass den Bäumen mit der EM-Technologie sehr geholfen werden könnte. Darum hat der Vorstand des deutschen EM-Vereins vorgeschlagen, dass als Anfang jeder Stammtisch sich einer dieser angeschlagenen Kastanien (hauptsächlich sind die weißblühenden von der Miniermotte befallen!) annimmt und diese so gut wie möglich mit EM versorgt.

Vorstellbar sind mehrere Stufen der Behandlung:

Das Einfachste ist, den Bäumen genügend große Mengen EMa über den Boden zu geben. Wo möglich, kann auch mehrmals im Jahr gemulcht werden, wie es Erika Rokita in ihrem Projekt gezeigt hat. Zusätzlich hilft auch EM-Keramikpulver und Urgesteinsmehl. Vielleicht findet die eine oder andere Gruppe sogar die Unterstützung der örtlichen Feuerwehr oder einer Gartenbaufirma, um den ganzen Baum bis in die Spitze mit EMa oder EM5 zu versorgen.

Ferdi Dufner schlägt zur Sprühung der Bäume auch noch EM-fermentierten Pflanzenextrakt (u.a. mit Rheinfarn) vor, das speziell gegen Insektenbefall wirkt.

Sigemar Gruno, dessen Buch EM-Pflanzenschutz Anfang 2009 erscheint, hat uns vorab schon sein Rezept zur Behandlung gegen die Miniermotte geschickt. Er empfiehlt, das Fallaub zu behandeln, weil die Puppen der Miniermotte (Cameraria ochridella) dort überwintern: Herstellung von EM-T (= Traubenkrautblätterextrakt mit EM): Als Grundlage für EM-T setzt man EMa an. Nach Abschluß der Fermentation die Heizeinrichtung abschalten und das fertige EMa im Ansetzgefäß auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Danach fügt man pro 1 l EMa 50 g frische, kleingeschnitte Traubenkrautblätter zu, für die Grundmenge von 5 Litern EMa also 250 g. Das EMa mit den kleingeschnittenen frischen Traubenkrautblättern sieben Tage bei etwa 35°C fermentieren lassen, dann absieben und das fertige EM-T in Flaschen oder Kanister (am besten aus HDPE) füllen; Beifügung von EM-Keramikpipes erhöht die Haltbarkeitsdauer. Kühl und dunkel aufbewahren. Ausbringung: EM-T 1:150 mit Wasser vermischen, nach Beseitigung und Entsorgung (Bokashierung!) des unter Umständen vorzeitig abgefallenen Laubs das restliche Fallaub abends (ab 17 Uhr Winterzeit, d.h. ab 18 Uhr Sommerzeit) mit dieser verdünnten Lösung gut einsprühen, damit es gut durchfeuchtet wird, 1-2 x wöchentlich, insgesamt 5 x; Behandlungsbeginn: Wenn die Blätter fallen, auch wenn dies vorzeitig geschieht. Wichtiger Hinweis: Zum Sammeln und Verarbeiten der Traubenkraut-Blätter unbedingt Handschuhe tragen, weil der Kontakt mit Blättern, Blüte und insbesondere der Pollen Allergien auslösen kann. Wir können die herrlichen Bäume retten. Lassen Sie uns gemeinsam beginnen.

Pit Mau

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