Schimmelsanierung mit EM

Schimmelpilze werden und wurden in ihrer Wirkung auf unsere Gesundheit stark unterschätzt. Sie verursachen und fördern viele Allergien und Krankheiten. Unser Wohlbefinden wird bei Befall unserer Wohnräume oft durch die Auswirkungen stark beeinträchtigt und die Spätfolgen können demenzartige Krankheitsbilder verursachen und den Verlauf von Krankheiten beschleunigen oder sogar karzinogen wirken. Tiefer will ich in diese Thematik nicht einsteigen, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass man Schimmelpilze in Wohnräumen ernst nehmen sollte. Deshalb müssten die Bewohner eigentlich immer mitbehandelt werden. Ab und zu ein bisschen EMa draufsprühen und das Beste hoffen, funktioniert in den meisten Fällen leider nicht. Um Schimmel erfolgreich langfristig loszuwerden, muss man bauphysikalische Ursachen beseitigen und die Luftfeuchtigkeit in einen Bereich zwischen 45% und maximal 60% bringen und halten. Bauphysikalische Ursachen können sein: Kältebrücken, falsche Dämmung, aufsteigende Nässe, undichte Regenrohre uvm. Durch richtiges Lüften bekommt man die Luftfeuchte in den Räumen meist gut in den Griff.

Die konventionelle Methode ist allerdings in vielen Fällen nicht zu empfehlen, denn konventionelle Mittel zur Schimmelentfernung enthalten oft bedenkliche Chlorverbindungen. Da holt man sich dann mit dem Sanierungsprodukt wieder neue gesundheitliche Risiken ins Haus. Die abrasiven (abrasiv = abtragen) Methoden dagegen sind meist sehr teuer, verursachen viel Feinstaub und machen den Wohnraum meist für die Dauer der Sanierung unbewohnbar. Hier sind Lösungen gefragt, die hochwirksam, aber gleichzeitig für Mensch und Umwelt gut verträglich sind.

Der Einsatz von EM-Produkten

Wenn man EMa und EM-Produkte richtig anwendet, sind sie eine gute Lösung. Damit die Effektiven Mikroorganismen ihre Wirkung voll entfalten können, müssen wir ihnen helfen. Die Schimmelpilze müssen geschwächt werden. Meine Vorgehensweise bei der Schimmelsanierung: Zuallererst kommt der Selbstschutz, das heißt, etwas EMIKO®SAN innerlich und etwas EMa auf die Haut, damit meine inneren und äußeren Körperoberflächen gut besiedelt sind, dann die passende Schutzkleidung und Atemschutz und schon kann es losgehen. Bestimmung des Befalls und Ausmaß der Kontamination entscheiden über die weitere Vorgehensweise. Sind hohe Konzentrationen von Mykotoxinen* in der Raumluft messbar, sollte man einen Fachmann/-frau hinzuziehen. Den Raum mit EMa pur aussprühen (Wichtig: die Luft, nicht die Wände), danach mehrmals gut lüften. Den sichtbaren Befall mit 80% Alkohol (z.B. Spiritus oder Alkohol aus der Apotheke) einsprühen (Alkohol desinfiziert und schafft freie Siedlungsflächen für die EMs), nach 10-15 Minuten mit EM-Reiniger abwaschen und noch einmal mit EMa oder hellem EMa (EM-Blond) aussprühen.

Bauphysikalische Ursachen nach Möglichkeit beseitigen

Mit Schimmelschutzfarbe streichen, auf keinen Fall konventionelle Schimmelschutzfarbe verwenden, da die darin enthaltenen Acrylate nach dem Verdampfen der Chemikalien zuerst die Mikroben vergiften und danach uns, weil sie eine Nahrungsquelle für die überlebenden Schimmelsporen sind. Alle rein mineralischen Farben und Wandbeschichtungen hingegen sind ein schlechter Nährboden für Schimmelpilze. Wandbeschichtungen, die organisches Material wie z.B. Papier oder Acrylate enthalten, stellen einen guten Nährboden dar und sollten deshalb nicht mehr auf die Wand. Auch wenn der Schimmelbefall nur in einem Raum war, ist trotzdem das gesamte Haus betroffen. Sporen und Mykotoxine sind meistens in allen Räumen messbar. Deshalb sollte das gesamte Haus oder die ganze Wohnung und alle Bewohner (!) mitbehandelt werden. Die Raumluft (überall) wiederholt mit einer EMa-Lösung auszusprühen und häufiges Lüften sorgen für ein gutes Raumklima. Beim Wäsche waschen kann EMa im Weichspülerfach seine Wirkung gut entfalten; es bleiben ausreichend EMs in der Kleidung. Innerlich helfen EMIKO®SAN und andere EMFermentationsgetränke. Beim Baden oder Duschen am besten auch EMa dazugeben.

Schimmelbildung durch Nässe von außen

In diesem alten Keller (Foto unten) hatten die vorherigen Bewohner jede Menge Müll vergammeln lassen. Ein Heizölfass und ein Kanister mit Karbolineum waren durchgerostet, und es stank fürchterlich nach Karbolineum, Schimmel und Heizöl. Nachdem der Keller ausgeräumt war und zwei Wochen lang täglich EMa vernebelt wurde, verschwanden alle unangenehmen Gerüche. Danach habe ich den Keller mit Sumpfkalk gespritzt, dem etwas Super Cera C Pulver, etwas weißer Zement und meine informierte Mineralienmischung beigefügt worden war. Der Keller riecht jetzt trotz der noch vorhandenen Feuchtigkeit absolut frisch und ist ganz schimmelfrei. Als die Küchenzeile ausgetauscht werden sollte, wurde der Schimmelbefall dahinter sichtbar. Auch der Estrich war vom Rand her verschimmelt. Im Randbereich musste ich den Estrich entfernen, das Styropor darunter war völlig mit mykotoxinbildenden Schimmelpilzen durchwachsen. An der Außenecke war auch der Gipsputz bis auf die Steine duchsiedelt. Gipsputze sind ein sehr guter Nährboden für Schimmelpilze. Der Gipsputz musste entfernt werden, danach habe ich mit Trasskalkputz verputzt. Kalkputz ist aufgrund seiner hohen Alkalität ein schlechter Nährboden für Schimmel. Damit eine ausreichende Belüftung der Wand hinter und unter der Küchenzeile gewährleistet ist, wird eine Modulküche mit offemen Sockel und 5 cm Abstand zur Wand eingebaut. Alle Arbeitsschritte habe ich mit EMa und EM-Keramikpulver optimiert.

Jörg Feistauer

*Mykotoxine – Mykos = Pilz, toxin = Gift; Mykotoxine sind also Gifte, die von vielen Pilzen wie z.B. Schimmelpilzen gebildet werden.

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