Agriton NL – die erste EM-Firma in Europa wurde 25

Am 9. September 2016 feierte der niederländische Partner der weltweiten EM-Familie sein 25-jähriges Jubiläum. Auch wenn der nunmehr 80-jährige Gründer Frits van den Ham nicht dabei sein konnte, wurde ein fröhliches Fest gefeiert, das zudem viele interessanten Informationen rund um die Firma und EM und natürlich viele Gelegenheiten zum persönlichen Austausch bot.

Einer der Geschäftsführer: Jan Feersma Hoekstra

Einer der Geschäftsführer: Jan Feersma Hoekstra

Der Anfang

1982 hatte Prof. Higa das Basisprodukt der EM-Technologie, die Multimikrobenmischung EM·1® zur Marktreife gebracht. In den folgenden Jahren beginnend 1989 in Thailand wurde all zwei Jahre auf je einem anderen Kontinent eine internationale EM-Konferenz durchgeführt. 1995 fand diese in Paris statt; auch Agriton-Gründer Frits van den Ham nahm daran teil. Er gehörte zu den ersten Europäern, die EM verstanden und sich für dessen Verbreitung einsetzten. Für seine Firma wurde EM der Schlussstein eines Konzeptes zur Förderung gesunder Böden und einer nachhaltigen Landwirtschaft.

Zunächst hatte der leidenschaftliche Gärtner allerdings die Schrebergärtner im Blick, denen er naturgemäßes Gärtner zeigen wollte; nach der Lektüre des Buches Die Geheimnisse des fruchtbaren Bodens von Erhard Hennig weitete er seine überzeugungsarbeit aus auf Garten-bau- und landwirtschaftliche Betriebe. Er entwickelte das „System Agriton“, das bis heute die Grundlage für den Erfolg der Firma ist.

Auch für die Entwicklung von EM in Deutschland und den Aufbau der Firma EMIKO war Frits van den Ham wichtig. Der 10 Jahre ältere Franz Mau besuchte ihn schon wenige Monate nach der Konferenz in Paris und erhielt damals die ersten Flaschen EM von ihm. Ebenso wichtig war seine freundschaftliche Betreuung in den Anfangsjahren, wo er großzügig seine Erfahrungen und Kenntnisse mit uns in Deutschland teilte und auch immer wieder zu Beratung auf Höfe reiste, um den deutschen EM-Pionieren unter die Arme zu greifen.

Betrieb in jüngeren Händen

Mit Albert Puijsselaar und Jan Feersma Hoekstra fand er bald zwei kompetente und engagierte Mitarbeiter, denen er seine Anteile verkaufte, als er ins Rentenalter kam. Im Laufe der Jahre entwickelten sie mit einer wachsenden Zahl von Mitarbeitern und einem starken Händlerkreis das Konzept weiter, so dass EM Agriton NL heute, nach 25 Jahren, stark und selbstbewusst im niederländischen Markt steht.

Kooperationen mit Firmen in anderen Ländern begleiteten die Arbeit von Agriton. Schon früh fand sich mit Jürgen Degraeve ein Partner in Belgien, der das System Agriton dort ausbaute. Es folgten Kooperationen in Schweden, Norwegen, Dänemark, in der Türkei, in Großbritannien, und von Belgien aus wird heute auch mit Partnern in Frankreich zusammengearbeitet – wo sich EM nun endlich auch beginnt zu verbreiten.

Stärker als in anderen EM-Ländern ist Agriton mit seinem System, das als Basis den Einsatz von Tonmineralien, Seemuschelkalk und EM vorsieht, in der Landwirtschaft verankert. Der Bereich des EM-Einsatzes in den Haushalten, in der Gewässersanierung und im Umweltschutz wächst aber ebenfalls.

Die Jubiläumsfeier

Es war ein guter Zeitpunkt, um auf die Entwicklung der Firma zurückzuschauen. In diesem Jahr konnte der letzte Teil des Gebäudeensembles gekauft werden, so dass die Firma nicht nur ausreichend Platz für die vielen in- und ausländischen Gäste hatte, sondern nun auch vom Raumangebot für die Zukunft gerüstet ist.

Jan Feersma und Albert Puijsselaar ließen in ihren Reden die Geschichte der Firma noch ein-mal Revue passieren, während die renommierte Utrechter Mikrobiologin und Veterinärin Prof. Dr. Johanna Fink-Gremmels die Rolle der Mikroorganismen in der Landwirtschaft erläuterte. Ein gelungener Abschluss vor dem prächtigen Abendbuffet war die Stimm-Performance von Niek Boes, der immer wieder die Firma Agriton einwebend den Weg von der Industrialisierung bis in die Zukunft mit Geräuschen darstellte, die er allein mit dem Mund (und einem sehr guten Mikrofon) erzeugte. Sehr überraschend und vergnüglich. Der Rest des Abends war danach offen für Gespräche – die meisten draußen bei lauem Spätsommerwetter – oder (für die jüngeren) zum Tanzen in der Halle.

Wir gratulieren herzlich und wünschen Agriton weiterhin viel Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gesunde Zukunft!

Pit Mau

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