Naturschwimmbad Ampfing

Naturschwimmbäder sind im Kommen. Anscheinend wollen viele Menschen lieber in einem chemiefreien Wasser schwimmen als in einem gechlorten Bassin. Ob die Kommunen, die sich dafür entscheiden, ihre umweltfreundliche Ader entdeckt haben oder ob sie sich eine Kostenersparnis erhoffen, ist nicht immer klar. Allerdings kollidieren bei diesen Bädern oft die naturgegebenen Prozesse wie die Algenentwicklung mit den Erwartungen der meisten Besucher, die zwar Natur, aber doch möglichst glasklares Wasser haben wollen. Dieses Dilemma kann mit der EM-Technologie zu einem gewissen Grad behoben werden – wie dieser beherzte Einsatz von Manfred Epp in Niederbayern zeigt.

Der Ruf nach Ampfing

Im März 2006 erreichte mich ein Anruf vom Bürgermeister der Gemeinde Ampfing in Niederbayern, dass ihr schönes Schwimmbad sehr veralgt sei. Sein Bauhofleiter sei in Sand in Taufers gewesen und habe dort vom positiven Einsatz von EM im Schwimmbad gehört. Der Planungsingenieur des Schwimmbades von Ampfing sei schon öfters in Thailand gewesen, und er habe dort immer wieder von positiver Wirkung von Mikroorganismen im Wasser gehört. Er könne sich nur nicht so richtig vorstellen, ob man diese auch in Ampfing zum Einsatz bringen kann. Und nun wende er sich hoffnungsvoll an mich, ob ich ihm weiterhelfen kann. Es klang wie ein Hilferuf; also setzte ich mich sofort ins Auto und fuhr zu einem Besichtigungstermin nach Ampfing.

Das größte Naturschwimmbad Bayerns

Dort fand ich ein wunderschön angelegtes Naturschwimmbad vor, bekannt als das größte Naturschwimmbad Bayerns, das die schönen Bezeichnung „die grüne Lagune von Ampfing“ wirklich verdient. Leider war das Wasser des ganzen Bads mit Algen durchzogen. Ich holte alle Erfahrungen und Informationen aus meinem Gedächtnis hervor, und gemeinsam erarbeiteten wir ein Konzept, wie das Schwimmbad mit EM und EM-Keramik erfolgreich behandelt werden könnte. Meiner Meinung nach bot das Schwimmbad ideale Voraussetzungen für EM, da es eine bepflanzte Flachwasserzone, einen Pflanzenfilterbereich und eine ständige Umwälzung über wunderschön angelegte, mit Steinen besetzte Wasserläufe besitzt.

Im April machte ich mich dann wieder auf den Weg nach Ampfing, bepackt mit tausend Litern EMa und großen Mengen EM-X Keramik in allen Formen und Variationen. Wir brachten die EMs sofort im Wasserbereich ein, die Keramik bauten wir an verschiedenen Stellen ein, nämlich dort, wo Wasser fließt. Der Bauhofleiter erklärte sich bereit, wöchentlich eine kleine Menge EM nachzuimpfen. Und dann ließ ich die Ampfinger den Sommer über mit unseren „kleinen Helfern“ allein. –

Nach dem Sommer handfeste Ergebnisse

Im Oktober ging der Sommer zu Ende, und ich machte mich wieder auf den Weg nach Ampfing zur Visite. Was ich da vorfand, war einfach großartig: Drei strahlende, zufriedene Gesichter empfingen mich, und ein wunderschönes, algenfreies Schwimmbad mit sauberem Wasser. Wir hatten eine Sichttiefe von 3 Metern bis auf den Grund; der Kies war sauber und algenfrei. Eine zusätzliche Überraschung zeigte sich in der Kneipp-Anlage. Wo früher die Teile des unter Wasser gelegenen Geländers immer unappetitlich schmierig waren und der Kies voll von Algen, war nun alles sauber, obwohl die Anlage mit frischem Quellwasser gespeist wird, und nicht mit EM behandelt wurde. Nur die EM-Kanister wurden dort wöchentlich ausgewaschen!

Der bewachsene Pflanzenfilterbereich war inzwischen abgemäht, und wo Wasser in Senken stand, war es klar und roch nach Moos und Streuwiesen, aber nirgends gab es eine Spur von Fäulnisgeruch. Die Gemeinde Ampfing braucht das Wasser im Schwimmbad nun nicht mehr abzulassen, und aufwendige Reinigungsarbeiten entfallen. Das spart Arbeit, Geld und Ärger. Die Badegäste finden wieder sauberes und angenehmes Badewasser vor, so dass schon im vergangenen Sommer viele ausgebliebene Badegäste wieder zur „Grünen Lagune von Ampfing“ zurückgefunden haben.

Für uns alle ist dies wieder einmal ein schlagender Beweis dafür, dass wir uns auf die Hilfe und die Wirkung unserer Effektiven Mikroorganismen verlassen können.

Manfred Epp

 

Nachtrag im EMJO 21

Im EMJournal 20 wurde in dem Artikel über das Naturschwimmbad der schöne Ort Ampfing versehentlich von Ober- nach Niederbayern verlegt, was ja – wie jeder weiß – ein himmelgroßer Unterschied ist. Ampfing liegt im Landkreis Mühldorf (am Inn), der allerdings an niederbayrische Landkreise grenzt. Man möge uns Nordlichtern diese geographische Unschärfe verzeihen. Ausserdem möchten wir noch einige Details nachtragen, deren Fehlen viele Leser mit Recht bemängelt haben, nämlich eine genauere Beschreibungen des EM-Einsatzes. Das Ampfinger Naturschwimmbad hat etwa 6.000 Kubikmeter Wasser und ein Regenerationsbecken von 1500 m3. Als erstes wurden wie beschrieben 1000 Liter gutes EMa eingebracht, anschließend wurden jede Woche 10 Liter EMa nachgeimpft. Die Technik ist ganz einfach: In einen 10 l Kanister wurde ein kleines Loch gebohrt, woraus kontinuierlich EMa in das Wasser im Pumpschacht tropft. Wenn das Wasser besonders belastet ist, in der Regel, wenn es sehr warm ist und das Bad gut frequentiert wird, dann kommen statt 10 l wöchentlich 20 l in das Wasser. In die Flachwasserzone sowie in den Pflanzenfilterbereich wurde zudem einmalig mit einer Schaufel 60 kg EM-Keramikpulver (Super Cera C Pulver) verteilt. Darüberhinaus wurden Keramikröhrchen direkt ins Wasser gegeben. Insgesamt wurden 20 Beutel EM-Keramik-Pipes sowie 20 Stück der 35 mm Keramik- Pipes in das Wasser des Pumpschachts gehängt bzw. gelegt. Zum Schluß noch eine gute Nachricht: In diesem Jahr wird die Grüne Lagune Ampfing weiterhin mit 10 bis 20 l EMa pro Woche versorgt. Die sonst üblicherweise einsetzende Algenblüte nach 14 Tagen Badebetrieb blieb in diesem Jahr ganz aus.

Redaktion/Manfred Epp

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