EM-Bienen sind Vital-Bienen

Als ich im EMJournal 16/ Mai 2006 von „EM-Honig zu Honig-EM“ erzählte, ahnte ich nicht, dass hunderte von Anrufen auf mich zukommen würden – immer abends, wenn ich todmüde von den Bienen heimkam. Aber es waren lauter schöne Gespräche mit der EM-Familie, auch mit guten Anregungen für mich. Heute will ich dankbar berichten, was für gesunde, vitale Immen (Bienen) mir Honig-EMa bescherte.

Von Frühling bis Herbst

Anfang 2007 bekam ich endlich den geflochtenen Bienenkorb, den ich lange gesucht hatte. Also kam im Mai ein starker Schwarm hinein, der sich selbst überlassen wurde. Er entwickelte sich prächtig, baute seine Waben hinein und füllte sie mit Brut und Honig. Ich sprühte lediglich alle paar Tage verdünntes Honig-EMa (Wie schon vorher bei den frei aufgestellten 15 Völkern in den Magazinbeuten (Beute=Bienenstock)). Im Winter hatte ich kein einziges Volk verloren und im Frühjahr waren sie schon so stark, dass ich eine dritte Zarge (Seitenwand) mit zehn Mittelwänden aufsetzen mußte, die zügig ausgebaut wurden. Bis zum Schleudern Anfang Juni waren jeweils pro Volk drei halbe Zargen mit Dickwaben, die ich nach und nach aufsetzte, voll Honig und restlos gedeckelt. Das sonnenreiche Frühjahr schenkte eine gute Honigernte und alle Töpfe wurden randvoll. Auf den Tipp eines ostdeutschen Kollegen habe ich diesmal in den flüssigen Honig je 25l ein 35mm EM-Keramikröhrchen gehängt, worauf er beim Kristallisieren sehr viel weicher und cremiger wurde. Den größten Teil davon dürfen die Bienen selbst behalten.

Überwintern

Überwintert wird in drei Zargen, gut geschützt durch Vogelnetze und Mäusegitter vorm Flugloch. So träumen sie vom Frühling und zehren sich in die beiden oberen Räume durch. Im Frühjahr, wenn ich das Bodenbrettwechsel, entnehme ich das untere leere Magazin und schneide daraus Dickwaben, später kommt es wieder mit Mittelwänden oder leeren Rähmchen gefüllt obendrauf. Einige Tage vorm Schleudern wird ein Fluchtschied (Zwischenboden mit Öffnungen für die Bienen) eingelegt, so dass die Honigräume bienenleer sind. Das schont Imker wie Bienen. Und wenn sich dann die Schleuder dreht und der Honig durchs Doppelsieb in den Eimer läuft, freue ich mich über den Erfolg. Der kommt ja nicht von ungefähr:

Irrwege

Über 50 Jahre halte ich nun schon Bienen und bin den Irrweg der herbstlichen Zuckereinfütterung jahrzehntelang mitgegangen. Die Bienen wurden restlos ausgeplündert: Viel Honig, der nicht abzusetzen war und billigen Zucker als Ersatz. Zwar kommen sie damit recht und schlecht über den Winter, aber für die Brut und für vitale Nachkommen im zeitigen Frühjahr braucht man unbedingt „Vollwertkost“ – und das ist Honig. Oft kommt so früh nämlich von aussen noch gar nichts herein. Das Ergebnis sind dann schwächliche und krankheitsanfällige Völklein. Der zweite Irrweg kam durch geschickte Werbung. Was habe ich mir Königinnen schicken lassen, auch sündhaft teure Reinzuchtköniginnen, oft von weit her, aber es hat nichts Nennenswertes gebracht. Jetzt züchte ich sie mir selbst. Im 10-Waben Ableger mit viel Honig und Brut und einer Weiselzelle (von den Honigbienen auf Bienenwaben gebaute besondere Zellen zur Aufzucht einer Königin) vom besten Volk – ohne Umlarverei, Schlüpfkäfig und sonstigen Kram. Heute habe ich eine an unsere Gegend angepasste Carnica (Biene ursprünglich aus dem Kärntener Rosental), sanftmütig und überdurchschnittlich fleißig. Vom „Bienensterben“ habe ich bei mir noch nichts bemerkt. Zwar kenne ich den Befall durch die Varroamilbe auch. Dagegen hilft aber ganz gut die verdampfte Oxalsäuretablette mit EM-Keramikpulver (erhältlich bei Josef Greinöcker, www.kurdrogerie.at) oder Ameisensäure. Honig-EMa tut meinen Bienen außerordentlich tut und macht sie kräftig und vital. So soll es auch bleiben. Dankbar schließen möchte ich mit dem Satz, den ich schon während der EM-Festa auf der Fraueninsel gesagt habe: „Prof. Higa, thank you for EM!“ (Das Foto zu dieser Bemerkung im EMJournal 18.)

Erich Fuchs

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