Garten- und Schwimmteiche mit EM managen

In Olten durften wir am Abend des 24. April über 60 Interessierte zum Vortrag willkommen heissen. Alle Anwesenden lauschten gespannt den einmal mehr mit viel Engagement, Enthusiasmus, grosser Fachkenntnis und Liebe vorgetragenen Ausführungen von Ernst Hammes zum Thema Wasser. Wasser ist ein lebendiges System der Natur, dem ständig von der Aussenwelt Nährstoffe zugeführt werden wie Staub, Blätter, Vogelkot, Blütenstaub, etc. Alles verwertet das Biotop Teich, um mehr Lebendiges zu produzieren. Die ersten Lebewesen in dieser Nahrungskette sind die Algen, die bei Wärme und entsprechendem Vorhandensein von Nährstoffen ein extrem hohes Vermehrungspotential haben. Werden diese nicht von Fischen oder Kleinstlebewesen gefressen, sterben sie ab und sinken auf den Grund. Ist der Teich gesund, vermehren sich parallel zu den Algen kleinste Tiere (Zooplankton). Diese binden Nährstoffe viel konzentrierter als Pflanzen und komprimieren die Masse der Algen. In einem natürlichen Gewässer sind die Fische oder Amphibien die nächste Stufe der Nährstoffkomprimierung. Als logische Konsequenz würde man die Tätigkeit eines Fischers oder auch das Räubern eines Reihers als Gewässerreinigung bezeichnen, weil sie mit dem Fisch die eingetragenen Nährstoffe aus dem Wasser entfernen.

Folgende Grundsätze sind bei der Planung eines Teiches zu beachten:

  • Frostsichere Tiefe
  • Nährstoffarmes Sediment
  • 1/3 der Teichfläche ist Pflanzfläche, faule Pflanzerde aus dem Gartencenter ausspülen
  • Pflanzen sind im Winter ausnahmslos zu ernten
  • Fische nicht (oder möglichst wenig) füttern. Sie leben von der natürlichen Ertragskraft (dem Nährstoffeintrag des Gewässers).

Um gezielt Einfluss auf die mikrobiellen Biotope zu nehmen, ist es sinnvoll, schon bei der Anlage eines Teiches das Sedimentgestein, möglichst Zeolith, mit EM zu tränken. Auf 100 m² Teichgrund sollten 50 bis 100 Liter EMa vor der Flutung eingebracht werden. Die Mikroben setzen sich im porösen Material fest und verhindern längerfristig Fäulnis im Sediment. Bringt man zusätzlich eine spezielle EM-Keramik ein, wird der erwartete Nutzen noch sicherer eintreten. Im Verlaufe des Jahres lohnt es sich in Teiche, bei denen mit einer unerwünschten Trübung zu rechnen ist, ab März oder einer Wassertemperatur von 10 Grad alle vier Wochen 1 Liter EMa auf 10.000 Liter Teichwasser zu geben. In der Gewitterzeit kann es nötig sein, die Anwendung wöchentlich vorzunehmen. Sinken die Temperaturen und die Belastungen, kann wieder zur vierwöchigen Gabe zurückgekehrt werden.

Das Geheimnis richtigen Teichmanagements

  1. In jedes Gewässer werden Nährstoffe eingetragen. Füttert man Fische, düngt man gleichzeitig den Teich.
  2. Den eingetragenen Nährstoff lässt man am besten von Pflanzen auffressen. Die Pflanzen kann man einfach abernten und kompostieren. Dann macht man aus den Nährstoffen des Teiches Dünger für Pflanzen anderswo im Garten.
  3. Fault das Wasser, ist das Sediment, der Darm des Teiches, faul. EM hilft, die Fäulnis so umzuwandeln, dass die dort gelagerten Nährstoffe wieder von Pflanzen gefressen werden können. Die Pflanzen könnte man auch von Fischen fressen lassen und dann die Fische selbst essen. So käme der in den Teich eingetragene Nährstoff zur weiteren Bearbeitung in die örtliche Kläranlage (Kreislauf des Lebens).

Fazit: Kein Teich braucht wirklich Algenvernichter oder andere das Leben schädigende Produkte. Eine sachgerechte Teichanlage, eine sinnvolle Bepflanzung und eine sinnvolle Wasserführung können dazu beitragen, dass das Wasser im Gartenteich immer klar bleibt. Haben sich aber Fäulnisnester etabliert, sind die Effektiven Mikroorganismen eine preiswerte und effektive Hilfe.

Werner Wäfler

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