Hilfe bei der Umstellung

Der Beerbekhof in Zahlen:

135 Milchkühe, 8.800 Liter Milch/Kuh/Jahr, 2,6 Melkungen pro Kuh/Tag, insgesamt 380 Tiere (Milchvieh, Kälber-, Jungviehaufzucht, Bullenmast) 140 ha bewirtschaftete Fläche, davon 100 ha Grünland, 37 ha Ackerland (Silomais) und 3 ha Mischwald

 

EM-Erfahrungen in der Milchviehhaltung auf dem Beerbekhof der Familie Harder in Riesbriek / Nordfriesland

Im Jahre 2003 haben Dörte und Hans- Jürgen Harder auf dem Beerbekhof in Riesbriek/Nordfriesland begonnen, ihre Ideen von einem modernen, wirtschaftlich geführten Betrieb umzusetzen, der gleichzeitig wieder mehr auf die natürlichen Haltungsbedürfnisse des Milchviehs eingeht. An erster Stelle soll die Gesundheit der Tiere stehen und dann kommt die Leistung. So läuft z.B. in der Fürsen-Herde ein Bulle mit, die erste Bedeckung ist damit natürlich. Später wird die Trächtigkeit der Tiere durch künstliche Befruchtung herbeigeführt.

Trotz intensiver Bemühungen verschiedener Tierärzte gab es in der Vergangenheit eine stetige Krankheitsrate im Milchviehbestand, Melkzeiten waren stets ein hoher Stressfaktor für die Tiere und mit einer enormen Geräuschkulisse verbunden. Um den – bis heute konventionellen – Betrieb auf diese neue Stufe zu stellen, auch um wieder mehr Freude am Beruf zu finden, wurde zunächst eine professionelle Hofaufstellung durchgeführt. Schwächen und Stärken des Betriebes wurden deutlich, Lösungen für den Betrieb und die Familie konnten herbeigeführt werden. In der Tierheilpraktikerin Michaela Gimm fand sich die geeignete Begleitung bei der sanften Behandlung mit Homöopathie und mit vielen Ideen für eine artgerechte Haltung. Sukzessive wurde der Betrieb seitdem weiterentwickelt.

Der EM-Einsatz ist Alltag

Seit 2004 gehört auch EM auf dem Beerbekhof zum Alltag: Ob im Futter, in der Einstreu oder beim Melken. Dörte und Hans-Jürgen Harder lassen die hilfreichen Mikroben überall wirken. „Was für uns gut ist, ist auch für unsere Tiere gut,“ meint Dörte Harder. Der Einsatz von EM bei eigenen Erkrankungen überzeugte sie, so dass sie mit den eigenen Erfahrungen im Rücken jetzt auch den 135 Schwarzbunten und ihrem Nachwuchs EM zu gute kommen lassen. Alle 10 bis 14 Tage werden auf dem Hof ca. 400 Liter EMa hergestellt, etwa die Menge, die für Stall und Tiere in 14 Tagen benötigt werden. Sie setzen EMa in zwei 200 l-Füssern an und können die Qualität mittlerweile schon am Geruch erkennen. Unterstützt und begleitet werden sie in Sachen EM von Kurt Petersen und Silke Petersen von EM-Nord. Dörte Harder hat u.a. festgestellt, dass die eigene Befindlichkeit auch Auswirkungen auf die Qualität hat: Je ausgeglichener und gelassener sie selbst ist, desto besser gelinge das EMa. Täglich werden durchschnittlich etwa 50 ml EMa pro Kuh dem Futter im Futtermischwagen beigegeben, um das Immunsystem der Milchkühe zu verbessern. Das Futter wird aufgewertet, die Tiere sind weniger anfällig für Krankheiten. Das spart natürlich enorme Tierarztkosten. Anfangs wurde EM nur im Futtermischwagen beigemischt, doch die Vorteile überwiegen, wenn EM gleich beim Silieren zugesetzt wird. Es erhöht die Stabilität der Silage von Anfang an, die Qualität des Futters ist besser, und es kommt zu keiner Nacherwärmung. Die Mikroorganismen bilden in der Futtermasse wertvolle Substanzen als Stoffwechselprodukte, die den Immunstatus der Tiere unterstützen.

Im Stall und beim Melken

Früher litten Kälber oft nach der Geburt an Darmproblemen. Inzwischen wurde die Haltung verändert, indem die Kälber in Außen-Iglus gehalten werden und sie stundenweise in der Stallgasse des Kuhstalles laufen können. So genießen sie den sonst unterbundenen Kontakt zur Mutterkuh. Jüngere Kälber bekommen auf dem Stallgang einen abgetrennten Bereich, wo mit EM ausgiebig gesprüht und Cera-Pulver (EM-Keramik) verteilt wird. Dies bereitet dem Kalb ein angenehmes Klima und hält lästige Fliegen ab. Außerdem verrottet der Mist besser. In der Umbruchphase, in der EM und Homöopathie erstmals eingesetzt wurden, stellten die Harders fest, dass die so behandelten jüngeren Kälber größer und stärker wurden als die unbehandelten; sie hatten auch ein schöneres Fell. Diese Beobachtungen bestärkte sie auf ihrem neuen Weg. Die Kälber erhalten heute täglich 20 ml EMa in ihre Milch. Die Nabelpflege nach der Geburt wird auch unterstützt durch übergießen einer EM-Wasser-Mischung über den Nabel; das hält unerwünschte Erreger ab und verhindert dadurch Entzündungen.

Das vollautomatische Melksystem

Die Investition in das automatische Melksystem brachte einige Veränderungen: statt langer, stressiger Melkzeiten gehen die Kühe selbständig (im Schnitt 6 mal am Tag) zum Melken, im Stall ist eine entspannte Ruhe. Die Tiere sind vitaler und deutlich gesünder. Nach dem Weidegang kommen die Kühe eigenständig in den Stall. Sie holen sich im Melkstand ihre Futterration ab und stehen während des Melkens entspannt da. Gibt es Schwierigkeiten beim Anlegen des Melkgeschirres infolge zu kleiner Zitzen oder ähnlichem, ruft der Computer Harders um Hilfe. Nach dem Melken wird das Euter mit EM abgesprüht, das hat den Vorteil, dass es positiv besiedelt ist, schön elastisch bleibt und eventuelle wunde Stellen schnell abheilen und sich keine Entzündungsherde bilden können. Durch den Wegfall der Arbeitsspitzen morgens und abends beim Melken kann sich Familie Harder wieder intensiver um die Tiere kümmern; das beinhaltet in erster Linie das Beobachten der Tiere und damit ein früheres Erkennen von Problemen und Auffälligkeiten. Dies hilft, größere Schwierigkeiten am Anfang zu verhindern.  Voll Interesse und Hingabe geht der fünfzehnjährige Sohn Martin als Hofnachfolger den neuen Weg in der Landwirtschaft mit.

EM auf alle Flächen

Durch die positive Besiedelung aller Flächen im Stall herrscht ein viel besseres Stallklima, damit nimmt der Erregerdruck ab und es riecht angenehm. Dadurch plagen auch erheblich weniger Fliegen im Stall. Das angenehme Klima reduziert zudem die Atemwegserkrankungen, nicht zuletzt, weil auch weniger Pilzbefall an den Wänden ist. Hauptsächlich wird ein Vernebler eingesetzt, um die Mikroben großflächig zu verteilen. Auf dem Stroh wie auch auf den freien Flächen wird EMa per Gießkanne verteilt. Euter-Mastitis ist längst nicht mehr das Problem, die Eutergesundheit wurde verbessert, es gab Verringerungen der Zellzahl um 150.000. Eventuelle Verletzungen der Kniegelenke oder offene Hautstellen können schneller zuheilen. Dies kann man durch direktes Aufsprühen von EM auf die betroffenen Stellen beschleunigen. Durch das Sprühen und Gießen von EM können die Mikroben in der Gülle ihre Arbeit gleich fortsetzen; hier sorgen sie dafür, dass die Gülle homogen und fließfähig bleibt und dass der aggressive Geruch abnimmt. Das wirkt sich dann auf das Gesamtklima des Stalles aus. EM wird außerdem direkt in die Gülle zugegeben, 1 Liter/ m³ ist ein gutes Maß. Hans- Jürgen Harder bemerkt, dass das Gras beim Ausbringen der Gülle nicht mehr verbrennt und die Nährstoffverluste geringer sind – das spart Mineraldünger.

Ein Blick in die Zukunft

Dörte und Hans-Jürgen Harder planen für die Zukunft, in einem Vorgang 1000 l EMa herzustellen, das dann mit einer Feldspritze auf die Felder, insbesondere die Weiden ausgebracht werden soll. Sind die Böden genügend aktiviert, kann die Mineraldüngung mit der Zeit reduziert und vielleicht irgendwann eingespart werden. Aus der Praxis anderer Milchviehbauern weiß man, dass es durch die Aktivierung des Bodens mit EM zu mehr Aufwuchs an Futter kommt, selbst unter ungünstigen Bedingungen. Bei den Kühen soll EMa zukünftig nach dem Melken automatisch auch auf die Klauen versprüht werden.

Fazit: Familie Harder ist sich einig: „Durch die Hofaufstellung, den Einsatz der Homöopathie und den Einsatz der Effektiven Mikroorganismen hat sich die Sichtweise zur Landwirtschaft völlig verändert. Der industrielle Einfluss wurde reduziert, und dies führte zu mehr Lebensqualität bei Mensch und Tier und zu mehr Freude am Beruf.“

Ute Thomsen & Silke Petersen

www.beerbekhof.de

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