Augenoperation unter freiem Himmel

Mit 27 Jahren darf man mit Recht noch als junger Mensch bezeichnet werden. Im Sport gibt es für die Altersspanne zwischen 25 und 30 den Begriff „bestes Fußballeralter“. Ein Pferd von 27 Jahren hingegen ist bereits ein Methusalem und so bleiben auch körperliche Gebrechen nicht aus. Dank EM erfreut sich die Ponystute „Flicka“ der Familie Buske im norddeutschen Cloppenburger Land trotz ihres hohen Alters aber noch bester Gesundheit und überstand sogar einen schwierigen medizinischen Eingriff.

Im Frühsommer vergangenen Jahres fiel es Rita Buske das erste Mal auf: Aus Flickas Auge tränte es, gleichzeitig wirkte das Reitpony leicht verwirrt und orientierungslos. Die Behandlung mit EM brachte kurz Linderung, aber keine Heilung. So rief die besorgte Familie die Tierärzte Meike und Klaus Rottinghaus, die nach kurzer Untersuchung einen erschreckenden Befund stellten: Ein Insektenstich in der Nähe des Auges hatte sich entzündet und ein Tumor bildete sich, der auf Dauer zur Erblindung führen würde.

Vor einem Eingriff aber schrecken zunächst alle zurück: zu unsicher war, wie und ob Flicka die notwendige Narkose und die Operation in ihrem betagten Alter überstehen würde. Doch alle Heilungsversuche blieben erfolglos und so wurde die Pferdeweide in Bethen im Juli 2011 kurzfristig zum Operationssaal. Nicht ganz ungefährlich, denn auch wenn nur ein kleiner Eingriff vorgenommen wurde, musste das Pony betäubt werden. Für viele Tiere im fortgeschrittenen Alter ist dies durchaus risikobehaftet, bedeutet die Narkose doch eine enorme körperliche Belastung, vor allem Stress. „Bei einem Großpferd in diesem Alter hätten wir nicht operiert. Aber Flickas Konstitution war so gut, dass wir die Operation wagen konnten,“ erklärt Meike Rottinghaus. Mit Recht, denn nur eine Stunde nach dem Eingriff stand die Stute wieder, zunächst noch etwas wackelig, aber ohne weitere Probleme. „Schon seit Jahren unterstützen wir Flicka und unser anderes Pony Louis, der inzwischen auch schon 18 Jahre alt ist, mit EM.

Morgens bekommen sie eine „Suppe“ mit EMa“ erklärt Rita Buske. „Man kann richtiggehend sehen, dass es den beiden gut geht, auch trotz ihres Alters.“ Dadurch konnte Flicka auch die Operation gut überstehen. Die Wunde heilte schön ab und wenige Wochen nach dem Eingriff sollte das Pony den Stall wieder verlassen, sich auf der Weide austoben. Doch nun meinten es die körpereigenen Helferchen zu gut: Durch den Heilungsprozess kam es zu einem unangenehmen Juckreiz an der operierten Stelle und Flicka begann sich an Pfählen, Baumstämmen und Ästen zu scheuern und zu kratzen. „Dabei muss etwas ins Auge gekommen sein, es wurde jedenfalls perforiert“, erklärt Meike Rottinghaus. „Eine äußerst gefährliche Situation, denn so etwas führt schnell zu einer Entzündung und Blutvergiftung.“

Rita Buske mit dem Pony, das nach der schweren Augenoperation wieder fröhlich über die Weide läuft.

Die Entscheidung fiel zügig: am 11. August wurde eine OP im Grünen ein zweites Mal vorbereitet. Bei Sturm und Regen versuchen Tierärzte und Besitzer Ludger Buske, das Pony zu einer zweiten Operation zu bewegen. Dieses Mal musste der Augapfel entfernt werden, er war nicht mehr zu retten. Dafür wurde das Pony komplett in Tiefschlaf versetzt, was wieder ziemlichen Stress für das Tier bedeutete. „Bei älteren Pferden und Ponys besteht hier eine größere Gefahr, weil ihr Immunsystem normalerweise nicht so stark ist und sie die Narkose nicht so gut vertragen“, erklärte die Tierärztin. Doch auch dieses Mal machte sich Flickas gute Konstitution bezahlt und schon kurz nach der Operation war sie wieder auf den Beinen. Rita Buske begann sofort mit der EM-Nachbehandlung: EM-X Gold wurde mehrmals auf die Wundstellen aufgebracht, unterstützte den Heilungsprozess und sorgte dafür, dass die erforderliche Tamponage in der Augenhöhle nur drei Tage später bereits entfernt werden konnte.

Weniger als zwei Wochen nach der Operation wurden die Fäden gezogen und auch die Tierärzte zeigten sich begeistert von dem Heilungsverlauf: „Das lief alles weitgehend komplikationsfrei ab. Bemerkenswert, denn wir haben die Operation nicht unter sterilen Bedingungen durchgeführt und es war ja auch der zweite Eingriff innerhalb kurzer Zeit.“ Die antioxidative Kraft von EM förderte den Heilungsprozess und schnell bildete sich wieder Fell auf der Wundstelle. Auch typische, postoperative Probleme blieben bei Flicka aus: „Oft kommt es nach Operationen bei Pferden oder Ponys zu Colitis, einer Darmerkrankung. Aber Flicka hat eine gut funktionierende Darmflora, was sicherlich auch auf die langfristige Versorgung mit effektiven Mikroorganismen zurückzuführen ist. Solche Probleme sind dadurch ausgeblieben.“ Dem flüchtigen Betrachter fällt inzwischen kaum noch auf, dass dem Pony ein Auge fehlt und Flicka selbst hat sich bereits gut an das eingeschränkte Sichtfeld gewöhnt. Die rüstige Dame galoppiert wieder voller Lebensfreude über die Weiden und nimmt das nächste Lebensjahr in Angriff.

Lesetipp: Im EMJournal 30 wurde der Hof der Familie Buske vorgestellt

Björn Buske

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