EM in Usingen und Wernborn

Hessen: Eine EM-Gemeinde entsteht

Die über drei Meter hohen Hainbuchenhecken im Usinger Schlossgarten hatten schon seit längerer Zeit viele kahle Stellen bekommen. Mit dem Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (EMa) wollten die Stadtgärtner versuchen, diese zu retten.

Zunächst wurden sie im Frühjahr 2013 auf 1,50 m Höhe und 1 m Breite gekürzt, damit sie von unten her wieder neu austreiben konnten, und mit EM versorgt. Zusehens erholten sich die Hecken. Regelmäßig wurden sie mit EMa (1:1000) und einem organischen Dünger versorgt. Heute sind die vielen kahlen Stellen fast komplett verschwunden. Erstaunlich war Mitte September 2014, dass aus dem alten Holz überall neue Austriebe mit zahlreichen Blättern wuchsen, wie es eigentlich nur im Frühjahr der Fall ist. Dies berichtete Sigrid Büschken, Försterin und Umweltbeauftragte der Stadt Usingen, und zusammen mit dem Forstamtmann Karl-Matthias Groß zuständig für die Waldbewirtschaftung des Usinger Stadtwaldes. Sie vertritt die Ansicht, dass die Natur mit EM ökologisch und umweltschonend gepflegt und aktiviert werden kann.

Im Frühjahr 2013 bepflanzten die Stadtgärtner vor dem im Zentrum gelegenen Usinger Schloss, in dem heute das Gymnasium untergebracht ist, die städtische Flächen mit Beetrosen, die von Juni an bis zum Frost blühen. Da der vorhandene Boden hier sehr schlecht war, wurde er gut vorbreitet und nach der Pflanzung regelmäßig mit EMa gegossen. Die Rosen sind heute sehr gut angewachsen und blühen reichhaltig. Durch diesen Erfolg bei den Hainbuchenhecken sowie bei den Rosen wurde der Stadtgärtner Wadim Heinrich auf EM aufmerksam. Er ist zuständig für die rund 3.500 Bäume im Usinger Stadtgebiet. Nachdem er sich ausführlich über die Einsatzmöglichkeiten informiert hatte, begann er die Bäume mit EM zu versorgen. Inzwischen wendet er EMa bei Neuanpflanzungen von Bäumen regelmäßig an, mit dem Erfolg, dass die jungen Bäume schneller und gesünder anwachsen als vorher. Aber auch alte Bäume sollen mit Hilfe von EM widerstandsfähiger werden. Er behandelt auch die durch Anfahrschäden verletzten Bäume, die noch vor der Wundbehandlung mit EMa bestrichen werden. Er berichtet, dass die Wunden so schnell abtrockneten und auch die überwallung der Wunde schneller als normal begann. Auf seinem Betriebswagen hat er einen 1000 Liter-Behälter montiert, mit dem er direkt an die Bäume heranfahren kann. Er beantragte Mittel für die Anschaffung eines eigenen Groß-Fermenters, um in Zukunft kostengünstig für die Stadt eigenes EMa herzustellen. So haben die Stadtgärtner hoffentlich in Zukunft genügend EMa für die vielseitigsten Anwendungsbereiche, die noch angegangen werden sollen.

Weihersanierung

Ein weiteres Projekt, das ich begleitet habe, war die Sanierung eines Weihers. Wasserlinsen hatten ihn flächendeckend zugewuchert, im Sommer stank er fürchterlich. Die Fische darin waren schon verendet. Sigrid Büschken, die in ihrer Freizeit die Kindergruppe der Usinger Vogelschutzgruppe betreut, fragte mich, ob man hier etwas mit EM machen könne. Kurz erklärte ich den Kindern, was Effektive Mikroorganismen sind und wo man sie überall anwenden kann. Danach stellten wir über hundert Dangos her, die nach der Fermentierung in einer fröhlichen Aktion in den Weiher geworfen wurden. Im Abstand von 14 Tagen wurden rund um den Weiher im Uferbereich mehrfach je 10 Liter EMa verteilt, das ich zur Verfügung gestellt hatte. Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei der Sache, so dass sie die verschiedensten Vorschläge machten, wo man EM noch einbringen könnte. Das warme Wetter begünstigte die Vermehrung der Mikroorganismen im Sediment und bereits nach kurzer Zeit traten Faulgase in Blasen an die Oberfläche. Ein Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr, die die Wasserlinsen mit ihrem Schlauch an eine Seite des Weihers zum leichteren Abfischen gespritzt hatten, begünstigte die Sanierung. Im September stellten wir fest, dass das Wasser nicht mehr stank. Um den Kindern die Beobachtung von Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung zu ermöglichen, möchte Sigrid Büschken die Uferbereiche nun so gestalten, dass sich dort wieder die unterschiedlichsten Wasserlebewesen ansiedeln können.

Einsatz von Effektiven Mikroorganismen in Wernborn

In einem seit fünf Jahren laufenden Projekt der Stadt Usingen mit dem ortsansässigen Obst- und Gartenbauverein Wernborn unter seinem Vorsitzenden Karl Zwermann wurden alle städtischen Freiflächen im Dorf mit Rosen, Rhododendren und anderen blühende Sträuchern bepflanzt und mehrere Blumenwiesen angelegt. Die Materialkosten übernahm die Stadt, der Obst- und Gartenbauverein ehrenamtlich die Planung, das Pflanzen und Pflegen der Beete. Schon gleich nach der Anpflanzung wurden begonnen, alle Flächen regelmäßig mit EM zu gießen. Vor unserem Bürgerhaus, der Eichkopf-Halle, wurden Rosen auf extrem schwierigem Boden an einem Hang angepflanzt. Pflanzlöcher konnten meist nur mit einem Pickel vorbereitet werden. Auf alle neu bepflanzten Beete wurde Basalt-Splitt (6 cm, Körnung 8-16 mm) ausgebracht. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden. Wasser, EM und Dünger dringen schnell zu den Wurzeln durch. Außerdem schafft man ein trockenes und gesundes Klima zwischen den Rosen, so dass Pilzkrankheiten stark reduziert, wenn nicht gar ganz vermieden werden. Wildkräuter wachsen kaum noch durch. Das Ausschneiden verblühter Triebe wird erleichtert, da man den Basalt-Splitt gut begehen kann, ohne Boden zu verdichten. Alle Flächen werden dreimal pro Jahr mit einer EMa-Lösung (2:1000) gegossen. Schon im ersten Jahr setzte ein unglaubliches Wachstum bei den Rosen ein, so dass die dicht gewachsen Beete bald ein einziges Blütenmeer bildeten.

In Zusammenarbeit von Gemeinde und Gartenbauverein ins Leben gerufen: Blumenwiesen als Bienenweiden

Die alten Bäume in unserer Kirchstraße waren morsch und wurden durch Amber-Bäume ersetzt, die Mitbürger gespendet hatten. Der ortsansässige GaLaBau-Betrieb führte die Pflanzung kostenlos durch. Rund um die Bäume wurden Rosen gepflanzt, die gleich mit EM-Keramik-Pulver bestreut und mit EMa eingegossen wurden. Bäume und Rosen sind inzwischen gut angewachsen und entwickeln sich hervorragend. Dies ist eine kleine Erfolgsgeschichte mit EM in unserer Stadt und in unserer Gemeinde. Es wäre zu wünschen, dass noch viel mehr Städte und Gemeinden auf EM aufmerksam würden, um kostengünstig vorhandene Probleme durch den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen zu lösen. Gerne helfen hier die zertifizierten EM Berater sowie der EM-Verein und die EMIKO weiter.

 

Karin Zwermann

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