Nach der Katastrophe – erfolgreicher Neuanfang mit EM

Als Dick van der Maat an einem schönen Morgen im Jahr 1998 die Beregnungsanlage seiner Baumschule in Gang setzte, war er noch guter Dinge. Erst vor wenigen Jahren war der väterliche Betrieb hierher gezogen und die Entscheidung des Sohnes, sich zusammen mit seiner Frau Marjan ausschließlich auf die Zucht von japanischem Ahorn zu konzentrieren, hatte sich als richtig erwiesen. Seit Jahrhunderten wird der Boden um die niederländische Stadt Boskoop bei Utrecht erfolgreich genutzt für Baumschulen und Gärtnereien. Die vielen Polder und Kanäle bieten genügend kostenloses Wasser für die Betriebe. Als Dick van der Maat an dem besagten Tag seinen Kontrollgang machte, bemerkte er gleich den absonderlichen Schaum auf dem Polder. Da daraus das Wasser für seinen Beregnungsanlage gezogen wurde, erkundigte er sich sofort bei seinen Nachbarn, aber niemand konnte ihm die Ursache dafür nennen. Mit mulmigem Gefühl betrachtete er seine Felder. Erst am nächsten Tag sah er das ganze Ausmaß der Katastrophe: Alle seiner 50.000 Pflanzen hingen schlaff herunter und lagen ganz offensichtlich im Sterben als seien sie mit einem starken Unkrautvertilgungsmittel besprüht worden. Selbst wenn er den Verlust von tausenden von Pflanzen im Laufe der Zeit würde ersetzen können – den vergifteten Boden würde er nie und nimmer austauschen können.

Hilfe in der Not

Wie gerufen kam gerade zu diesem Zeitpunkt der niederländische EM-Pionier Frits van den Ham zu ihm. Vermittelt von Dicks Düngerlieferanten Charles Marchant hatte er schon vorher versucht, ihn für diese neue Bewirtschaftungsmethode mit Mikroorganismen zu gewinnen. Der war aber skeptisch gewesen. Nun gab es eine völlig neue Situation – er hatte nichts mehr zu verlieren. Gemeinsam entwickelten sie ein Programm: „Auf einem Streifen von 100 m² nahmen wir 25 kg Bokashi, 10 kg Tonmineralien (Bentonit) und 5 kg Seemuschelkalk und arbeiteten diese Mischung oberflächlich in den Boden ein. Das Ganze gossen wir mit 2 l EMa in 18 l Wasser. Dann pflanzten wir einige Fächerahorne und besprühten diese alle 14 Tage mit einer EMa Lösung. Wir waren verblüfft … Die Pflanzen reagierten sehr schnell. Schon nach wenigen Monaten sahen wir, dass die Pflanzen wieder wuchsen. Das hätten wir nicht einmal im Traum erwartet. Auf Grund dieser positiven Erfahrung beschlossen wir, die gesamte Baumschule auf diese Weise zu behandeln.“

Totale Umkehr

Auch wenn ihnen die Umstellung noch viel Kopfzerbrechen machte, bedeutete EM das Ende ihrer Chemie-Periode. Alles was sie in den vergangenen 30 Jahren über Chemikalien gelernt hatten, mußte nun über Bord geworfen werden. Zunachst hieß es, gutes, unbelastetes Wasser zu bekommen. Sie sammelten Regenwasser von den Dächern der Gewächshäuser und hängten einen Beutel EM-Keramik Pipes pro tausend Liter hinein. Nach dem Besuch von Prof. Higa im Zusammenhang mit der 1. europäischen EM-Konferenz in Amsterdam modifizierten sie die Bewässerungsanlage auf seinen Rat hin: Ein 5000-l Tank wird seitdem mit Kanalwasser gefüllt und durch ein Plastikrohr gepumpt, das mit 35 mm großen EM-Keramik Pipes gefüllt ist. Diesem Wasser setzen sie 20 Liter EMa zu und lassen es 24 Stunden zirkulieren, bevor es verwendet wird. Trotz anfänglicher Bedenken, dass dies Filterung nicht ausreicht, hat sie sich bis heute vollauf bewährt.  Insgesamt dauerte es über fünf Jahre, den Boden zu entseuchen und ihn wieder zum Leben zu erwecken. Während all dieser Jahre verwendeten sie Bokashi, Seemuschelkalk, Tonmineralien, EM und EM Keramik. Die Pflanzen auf dem ganzen Gelände sind von hervorragender Kraft, Gesundheit und Schönheit. Dick van der Maat hat die größte Sammlung verschiedener Sorten von Ahorn – über 1000 – und gemeinsam mit seiner Frau gelingt es ihm er immer wieder, neue Sorten zu kreieren.

Zum Vergleich – Blätter eines Ahorns mit Wasser aus dem Polder gegossen (links), die anderen mit EM-Wasser:

Die EM-Vereniging

Dick und Marjan van der Maat engagieren sich seit seiner Gründung in dem niederländischen EM-Verein, der EM-Vereniging. (www.emvereniging.nl) Jedes Jahr sind sie Gastgeber eines sehr gut angenommenen EM-Tages mit Vorträgen, Ständen, Diskussionen und natürlich Führungen über die wunderbare Baumschule. Besucher haben sie fast das ganze Jahr über, nicht nur EM-interessierte Gruppen, auch Ahorn-Fachleute aus der ganzen Welt kommen dorthin, um sich zu informieren. Seinen Betrieb zu besuchen und die Freude und Überzeugung, das Richtige gefunden zu haben, zu erleben, kann man jeder und jedem nur empfehlen.

Pit Mau

Kontakt: www.em-maple.com

 

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