Ein Japanischer Garten in Schwaben

Will man Klaus Maier besuchen, dann findet man ihn am leichtesten in seinem Garten. Dorthin gelangt man durch ein Torii, eine Imitation der vielen Tore, die in Japan den Zugang zu einem Schrein oder einer Tempelanlage markieren. Dahin­ter finden sich überraschend viele Elemente japanischer Gar­tenkultur; seit ein paar Jahren werden diese nun verbunden von der in Japan entwickelten EM-Technologie.

Zwar ist Klaus Maier in dem schwäbischen Ort Bretzfeld-Scheppach, in der Nähe der Kreisstadt Öhringen, fest ver­wurzelt, dennoch ist der ehemalige Kriminalbeamte jemand, der sich schon immer mit einer großen Offenheit für andere, ferne Kulturen begeistert. So bildete er sich beispielsweise als Sachverständiger für Edelsteine aus und besuchte Brasi­lien über viele Jahre regelmäßig.

Die Kois

Wie jeder weiß, sind Kois kostbare Tiere, um deren Preise sich Legenden ranken. Daher ist es verständlich, dass Koi-Besitzer aufmerksam verfolgen, was die Gesundheit ihrer Tiere dau­erhaft erhalten könnte. Das ging Klaus Maier nicht anders, der von Natur aus offen für neue, besondere Ideen ist. Mit dem Bau seines Teiches begann er, sich intensiv mit der Haltung der japanischen Karpfen zu beschäftigen. So stieß er kurz darauf über einen Koi-Händler auf ein dänisches Milchsäurebakterien-Pro­dukt. Das biologische Prinzip überzeugte ihn, wenngleich die Ergebnisse nicht ganz zufrie­denstellend waren. Es gab immer wieder Gesundheitsprobleme bei den Tieren, so dass er medizinisch eingreifen musste.

Vor etwa vier Jahren erfuhr er von Bekannten, dass es ja auch die Original-EMs gibt, herge­stellt und kontrolliert von der Organisation des Erfinders, Prof. Higa – deren europäische Zentrale sich zufällig auch noch im gleichen Ort befindet. Was ihn vor allem begeisterte, war, dass er vor Ort sein eigenes EMa herstel­len konnte, dessen Qualität er nun ganz in den eigenen Händen hielt.

Um die wachsende Zahl der Fische in seinem 45 m³ großen Teich gesund zu halten, hat Klaus Maier ein ausgeklügeltes System verschiede­ner mechanischer und biologischer Filter. Denn Karpfen, zu denen die Kois gehören, scheiden viel aus. Wird dies nicht gereinigt, entstehen schnell Krankheiten – die den Züchter meist teuer zu stehen kommen. Inzwischen gehört auch die EM-Keramik zu diesem System. Lässt man sich die Filteranlage von ihm zeigen, spürt man wieder seine Freude, das bestmögliche System für sein Hobby gefunden zu haben. Mit EM spart er mittlerweile sogar 50% der Stromkosten dafür.

Oftmals wissen Koi-Besitzer sich bei einem Befall von Kiemenwürmern nicht anders zu helfen als eine Behandlung mit Formalde­hyd durchzuführen – was bei der Zucht von Speisefisch inzwischen verboten ist. Seitdem Klaus Maier aber EM einsetzt, ist dies nicht mehr nötig gewesen. Überhaupt hat er keine Krankheiten mehr in seinem Teich gehabt, seit er mit EMa arbeitet.

Von dem guten Teichwasser profitieren aber auch deutlich sichtbar die Wasserpflanzen, die in einem Flachwasserbereich am Rand des Beckens wachsen. Wuchs und Farbe könnten nicht schöner sein.

Der Garten

Der Garten erstreckt sich über zwei Ebenen; oben ist der Japanische Garten mit den Bonsai, den an Miniaturlandschaften erinnernde Stein- und Pflanzenformationen, japanischen Skulp­turen und natürlich den kaiserlichen Karpfen, den Kois. Der Nutzgarten liegt unterhalb da­von; dort wird Gemüse und Obst gezogen, das die Küche der Familie bereichert. Er profitiert wiederum von dem mit EM und Nährstoffen angereicherten Abwasser, das vom Karpfen­teich kommt und ideal ist für die Bewässerung der Kulturen.

Bonsai

Als Klaus Maier begann, in den 1980er Jahren häufiger nach Brasilien zu fahren, gab er seine stattliche Sammlung Kakteen an die Wilhelma, den zoologisch-botanischen Garten Stuttgart. Bald darauf stürzte er sich in ein neues Aben­teuer, nämlich Bonsai zu sammeln und selbst zu kultivieren. Die Zucht von Bonsai, der japa­nischen Kunst, Pflanzen in Schalen zu ziehen und zu Miniaturausgaben ihrer Art zu formen, ist eine alte Kunst. Im alten Japan und vorher schon in China wurden diese künstlich klein ge­haltenen Bäume in Miniaturlandschaften ge­stellt. Bei der Kultivierung der Bonsai ist hand­werkliches Wissen, äußerste Präzision und eine große Sorgfalt notwendig, um diese Pflanzen lange gesund und schön zu halten. Klaus Maier hat dies gelernt und verschiedene Bonsai aus heimischen Bäumen gezogen, seine ältesten sind etwa 35 Jahre alt; er hat aber auch noch (anfangs gekaufte) Bonsai, die inzwischen ca. 140 Jahre alt sind.

Die Bedrohung der Buchsbäume

In Baden-Württemberg hat sich in den letz­ten Jahren der gefürchtete Buchsbaumzünsler stark verbreitet, auch in Bretzfeld wurde er gesichtet. Der größte europäische Buchsbaum­wald an der Schweizer Grenze gegenüber von Basel wurde in diesem Jahr so schwer geschä­digt, dass um seinen Erhalt gebangt werden muss. Allerdings begannen die Schädigungen schon 2007 mit einem Pilz, dem der Zünsler folgte. Die Schäden variierten in den Jahren da­nach; der ursprünglich aus Asien eingeschlepp­te Schädling verbreitete sich aber immer weiter nach Norden.

Auch in Klaus Maiers Garten versuchte der kleine Schmetterling Fuß zu fassen. Doch der bekämpfte ihn frühzeitig mit einer Spritzbrü­he aus EMa mit sehr scharfem Chili. Und zwar schon im Februar, wenn die Eier gelegt wer­den. Das macht Sinn: denn einerseits werden die Tiere, die noch vom Winter geschwächt sind, durch die Schärfe vertrieben, andererseits werden die Eier durch die Mikroorganismen fermentiert und können sich nicht entwickeln.

Eine Nachbarin mit einem großen Garten ge­genüber hatte einen großen, alten Buchsbaum­bestand, der vom Zünsler langsam dezimiert wurde. Klaus Maier bot ihr Hilfe mit seiner EM-Methode an, aber sie wollte nichts davon wissen. Sie versuchte alles Mögliche, um die Pflanzen zu retten – aber alles war vergeblich. Inzwischen mussten sämtliche Buchspflanzen aus ihrem großen Garten entfernt werden, während sie in Klaus Maiers Garten prächtig gedeihen.

Die EMa Produktion

Alle 10 bis 14 Tage setzt Klaus Maier 12 Liter EMa an, von denen er selbst knapp die Hälf­te braucht, der Rest geht an befreundete Koi-Züchter, die er von seiner Methode überzeugen konnte, und die äußerst zufrieden mit ihren Er­gebnissen sind. Auf Klaus Maiers regelmäßige Lieferungen von erstklassigem EMa möchten sie nicht mehr verzichten.

Auch hier will er sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufriedengeben. Er besorgte sich das beste Gär­fass in genau der Größe, die es braucht, um ein Drittel der EM·1 Literflasche zu fermentieren (12 l). Außerdem hat er einen genauen Tempe­raturfühler, einen Auslaufhahn aus Edelstahl sowie eine kleine Pumpe am Boden des Fer­menters, die die kühlere Flüssigkeit am Boden in Intervallen nach oben pumpt. Zur eigenen Bestätigung notiert er sich jede Fermentation. Diese Mühe hat sich bewährt: die pH-Werte sei­nes EMa liegen zuverlässig zwischen 3,1 und 3,5.

Klaus Maier ist jemand, der sich 100 Prozent für eine Sache einsetzt, wenn er einmal Feuer ge­fangen hat. Mit Zielstrebigkeit und Kreativität verfolgt er sein Ziel, das er so gut wie irgend möglich fertigstellen möchte. Man könnte ihn Perfektionisten nennen, wenn er nicht gleich­zeitig ein Genussmensch wäre, der die Freude am Erreichten genießen kann. Sei es an seinem selbst Geräucherten oder dem Schoppen Wein, den er am liebsten in seinem Garten – auch sehr gern in Gesellschaft – genießt, oder ein­fach an den herrlichen Kois, die majestätisch durch ihr EM-Becken gleiten.

Pit Mau

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