MCS – Verbesserte Lebensqualität durch EM (Teil 3)

Erfahrungsbericht eines Menschen, der unter vielfacher Chemikalien-Sensibilität leidet:
Umsetzung in der eigenen Wohnung – Wände, Möbel und Lampen

Verständnislosigkeit und Hoffnungslosigkeit prägen das Leben von MCS-Patienten. Über die Möglichlichkeit der EM-Technologie, aus dieser Hoffnungslosigkeit herauszukommen, wurde schon mehrfach berichtet. Wir stellen den authentischen Bericht einer Betroffenen vor, die mit Hilfe von EM den Weg in ein einigermaßen normales Leben gefunden hat und ihre Erfahrungen weitergeben möchte.

Für Chemikaliensensible ist Dreh- und Angelpunkt das Immunsystem. Das ist das Kernstück, an dem du als Betroffene arbeiten musst. Damit ist die Quelle allen Übels aber längst noch nicht gefunden. Bis der Auslöser für den Einbruch deines Körpers gefunden wird, kann es Jahre oder Jahrzehnte dauern, wenn du ihn überhaupt jemals findest. Während dieser Zeit heißt es an allen Fronten und auf allen Ebenen dem Immunsystem Hilfestellung zu geben. Essen und Trinken, medizinische Versorgung, Körperpflege, Kleidung, Freizeitverhalten, Verkehrsmittel, Wohnraum, usw., du hast einen Fulltime-Job, deinem Körper die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu geben, aber oft keinen spürbaren Erfolg. Bei mir wurde der Erfolg in Minischritten erkennbar. Meine zeitaufwendigen EM-Aktionen trugen erste, ganz kleine Früchte. Sie veränderten zwar meine Krankheit nicht direkt, aber indirekt, indem sie ein verbessertes Milieu für meinen Körper schafften und die heftigen Körperreaktionen reduzierten. Trotzdem war meine Leistungsfähigkeit, meine Kraft, meine Energie fast am Ende und ich musste mich zu den so notwendigen EM-Aktivitäten quälen und selbst motivieren. Ohne die Hilfe Dritter hätte ich das nie geschafft. Aus heutiger Sicht kann ich jedem nur empfehlen, frühzeitig mit prophylaktischen Maßnahmen zu beginnen und zwar bereits, wenn er sich noch nicht krank fühlt.

Wände

Der Fußboden war nun nach den Behandlungen in Ordnung. Die größten Flächen in einer Wohnung sind aber die Wände. Wir hatten vor einem Jahr die Tapete wegen des Klebers entfernen und die Wände mit Mineralfarbe streichen lassen. Wie schon gesagt: In kleinen Mengen sind Materialien für MCS-Kranke oft in Ordnung, in großen Mengen dann jedoch nicht mehr verträglich. So war es auch mit der Mineralfarbe. Ich entschloss mich also nach einem Jahr die Mineralfarbe mit Lehmfarbe zu überstreichen, denn abmachen ging nicht. Nachdem es in einem Zimmer ausprobiert worden war, wurde klar, dass ich immer noch Probleme hatte. Aber Lehmfarbe ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Inzwischen ist sie mit etlichen Zusatzstoffen angereichert. Beim Lehmputz hatte ich mehr Erfolg. Der mit Lehmputz erneuerte Raum war super. Im Lehmputz sind längst nicht die Zusätze enthalten wie in Lehmfarbe. Ich mischte also in die Lehmfarbe EM-Keramikpulver (ich habe das Amron A-Pulver genommen, das hier praktisch nicht mehr erhältlich ist, die Alternative ist das graue Super Cera Pulver) und zwar auf 10 kg Farbe 200 g EM-Keramikpulver. Das war ein wesentlich höherer Anteil als man üblicherweise in Farbe einmischt, nämlich 1-3 g auf 1 Liter. Inzwischen ist die gesamte Wohnung mit Lehm-EM-Farbe gestrichen und für mich gut auszuhalten. In die Imprägnierung habe ich ebenfalls EM-Keramikpulver gemischt. Hier war es mir egal, ob sich die Imprägnierung farblich ins Gräuliche veränderte oder nicht. Bei der Deckfarbe wäre ein Grauschleier nicht so schön gewesen.

Schimmelpilze

Bevor allerdings die Wände gestrichen werden konnten, musste eine Lösung für den wieder mal durch einen Wassereinbruch verursachten Wasserschaden gefunden werden. Unsere Dachkonstruktion mit vielen Gauben ist zwar wunderschön anzuschauen, aber nicht besonders praktisch. Im Laufe der Jahre reißt die Schutzhaut unter den Ziegeln hin und wieder und dann gibt es Wassereinbrüche. Wenn man dann nicht vor Ort, sondern mehrere Wochen verreist ist, ist eine Schimmelwucherung vorprogrammiert. Wie jeder erfahrene EM-Anwender weiß, können Schimmel und Schimmelsporen durch mehrmaliges Besprühen mit einer EMa- oder EM1-Lösung beseitigt werden. Um sicher zu gehen, wiederholt man das Ganze nach einigen Wochen.

Mobiliar

Unsere alten Schränke, auf die wir so stolz sind, machten mir wie fast alles in der Wohnung Probleme, ebenso die Bücherregale aus Holz oder unsere Ess-Sitzgruppe. Einsprühen mit EM-Wasser hatte zwei Nachteile. Erstens lief das Wasser am Schrank und an den Stühlen runter auf den schönen fertigen Holzfußboden und zweitens bewirkte es fast nichts, da es nicht genügend an der Schrankwand oder dem Stuhlbein haften blieb. Kurzum: Ich tränkte Küchentücher in EM-Wasser und heftete sie an die Schrankwände. Bis es abgetrocknet war, hatte es seine Wirkung getan und fiel zu Boden. In einigen Fällen habe ich die Prozedur mehrfach wiederholt. Mit Floorsoap-Wasser nachgewischt, das einige Male wiederholt und der Schrank war und ist bestens verträglich und hat äußerlich keinen Schaden genommen. Alle Holzmöbel und -teile wurden entsprechend behandelt.

Türschwellen, Deckenbalken und Diverses

Unsere Eingangstür-Schwelle sowie alle anderen Türschwellen haben wir vom Tischler aus Naturholz anfertigen lassen. Nachteil: Unbehandelt nimmt die Schwelle noch mehr Schmutz an als der Fußboden. Nachdem die Diolin-EM-Produkte auf dem Markt waren, habe ich das mit EM versetzte Aqua-Naturöl ausprobiert. Mein Probestück musste ich längere Zeit auf dem Balkon lüften lassen, bis ich es in der Wohnung vertrug. Also trotz EM nicht so optimal für eine fest verankerte Türschwelle, die sich nicht auf dem Balkon lüften lässt. Wieder mal ein Problemchen. Also vermengte ich das Diolin-Aqua-Naturöl zusätzlich mit EM-Keramikpulver. Aber es war immer noch nicht optimal. Umständehalber musste ich das mit EM-Keramikpulver versetzte Naturöl eine Woche stehen lassen bis ich es auf die Schwelle auftragen konnte. Das hatte den überraschenden Effekt, dass es nun für mich ohne Einschränkungen verträglich war und auch nach Monaten noch ist. Manchmal muss man EM einfach ein wenig Zeit lassen, damit es seine Wirkung entfalten kann.

Unsere geleimten Deckenbalken (Dachgeschoss) haben mir von Anfang an Probleme gemacht. Damals wusste ich nur nicht, warum. Auch hier war der Leim die Hauptursache. Ich habe sie mit EM1 pur eingepinselt und mit Floorsaop-Wasser abgewischt. Genau wie beim Fußboden wiederhole ich das alle paar Wochen.

Vor kurzem haben wir einen wunderschönen dunklen Bilderrahmen in einem Kunsthandwerk- Geschäft gekauft. Natürlich hat er den Geruch der anderen Verkaufsartikel wie Duftkerzen, Seife, etc. im Laufe der Zeit angenommen. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich den anhaftenden Geruch mit meiner „EM-Methode“ eliminieren konnte, hätte ich ihn nicht gekauft. Mit EM-Wasser einsprühen, mit Floarsoap-Wasser abwischen. Er sieht aus wie unbehandelt. Der große Vorteil ist, dass er das Raumklima nun nicht mehr negativ beeinflusst.

Silikon: Wir haben vor einiger Zeit für unsere Küche eine neue Arbeitsplatte aus Stein bekommen. Die Fuge zwischen Arbeitsplatte und Wand musste mit Silikon ausgefugt werden. Silikon ist auch so ein Problem für MCS-Geschädigte. Aber ich wusste, wie man das Problem lösen kann. Ungefähr eine halbe Stunde nach Anbringen der Silikonfuge diese mit EM-X-Gold pur einstreichen.

Kleber oder Leim habe ich mit EM-Keramikpulver angemischt und kurze Zeit stehen gelassen. Sowohl der angemischte Kleber wie auch der Leim klebten überraschenderweise wesentlich intensiver als ohne EM-Zugabe.

So habe ich im Laufe der Zeit unsere gesamte Wohnung „bearbeitet“ und für mich verträglich gemacht. Wobei ich auch feststellen musste: oft ist weniger mehr. Ich musste lernen, EM richtig dosiert einzusetzen, sonst konnte der Schuss nach hinten losgehen. Lieber mehr EM-Behandlungen mit geringerer EM-Konzentration, als umgekehrt. Unsere Wohnung wäre dank dieser Anstrengungen fast zu meinem ersehnten Refugium geworden, wären da nicht unsere Lampen gewesen. Wie in nahezu allen Haushalten hatte jede unserer Lampen in irgendeiner Form Metallbestandteile oder bestand komplett aus Metall.

Elektrosensibilität

In den meisten Fällen ist Chemikaliensensibilität geprägt u.a. durch Stoffwechselstörungen und Entgiftungsprobleme. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass der Chemikaliensensible zum Sammler wird. Ich beispielsweise bin unter anderem ein Sammler von Jod, Kupfer, Aluminium, Arsen, Palladium und noch einigen weiteren Metallen, deren extrem hohe Werte in meinem Körper durch anerkannte Tests nachgewiesen wurden. Die meisten dieser Metalle sind Leiter oder Halbleiter. Wenn man als Mensch zu hohe Mengen davon im Körper bunkert, wird man schnell selbst zum Leiter und/oder zur Antenne. So auch ich. Ich spüre, wo in der Wand ein Kabel verläuft oder wenn drei Zimmer weiter der Herd an ist. Telefonieren oder PC-Arbeiten ist nicht möglich. Lampen mit Metall und/ oder Metallfassungen sind für mich der Horror. Für Menschen, die (Gott sei Dank) davon gar nichts spüren, eine unvorstellbare Situation. Sie sind sicher, einen Hypochonder vor sich zu haben.

Lampen

Also hieß meine neue Aufgabe, metallfreie Lampen zu finden. Es gibt eine Firma, die Lampen aus Glas und Kunststoffgehäuse herstellt. Aber das Design? Genauso „exklusiv“ wie das Material.

Auf unserem Weihnachtsmarkt 2008 bin ich dann fündig geworden. Ich entdeckte hier eine Keramikerin, die sich u.a. auf die Herstellung von modernen Lampenschirmen spezialisiert hatte. Irgendwann hatte sie in ihrer Werkstatt Zeit für mich. Wir konnten Materialien testen. Natürlich hatte ich mit allen Materialien wieder meine Verträglichkeitsprobleme, aber alle EM-Zutaten dabei.
Ergebnis: das Keramik-Rohmaterial haben wir mit EM-Keramikpulver versetzt, die Lasur mit Tropfen von EM-X-Gold. Meine Lampenschirme wurden allein im Brennofen gebrannt. Während des Brennvorgangs wurden graue und rosa Pipes um die Lampenschirme gelegt – genau wie bei Dentallaboren, die EM-Zahnersatz herstellen. Im Baumarkt habe ich mir dafür Fassungen aus Kunststoff besorgt.

Unsere Elektroverkabelungen habe ich, wo es möglich war, durch abgeschirmte Kabel ersetzen lassen.

Jetzt genieße ich mein lang ersehntes Refugium und merke, wie mein Körper durch die positiven Umweltbedingungen entlastet wird. Ohne EM-Einsatz wäre dies nicht möglich geworden. All meine vorangegangenen Maßnahmen waren leider mehr oder weniger erfolglos. Hätte ich EM einige Jahre früher kennen gelernt, hätte ich mir viiieeel Zeit, Geld und körperliche Beeinträchtigungen sowie Schmerzen erspart. Allerdings: Das Grundproblem, das Entdecken des MCS-Auslösers, ist damit noch nicht gelöst. Hier heißt es: weiter suchen. Dies sind meine persönlichen Erfahrungen und können Anregungen für andere sein. Die Patentlösung muss jedoch jeder für sich selbst finden.

Ich schreibe diese Artikel, um Menschen mit ähnlichen Einschränkungen Tipps zu geben und ihnen Mut zu machen. Wegen meiner eigenen Erfahrungen kann ich über die klassische EM-Beratung hinaus eine spezielle EM-MCS-Beratung anbieten und viele persönliche Erfahrungen weitergeben.

Gabriele Kernwein

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