MCS – Verbesserte Lebensqualität durch EM (Teil 2)

Erfahrungsbericht eines Menschen, der unter vielfacher Chemikalien-Sensibilität leidet:
Umsetzung in der eigenen Wohnung – Fußböden und Teppiche

Verständnislosigkeit und Hoffnungslosigkeit prägen das Leben von MCS-Patienten. Über die Möglichlichkeit der EM-Technologie, aus dieser Hoffnungslosigkeit herauszukommen, wurde schon mehrfach berichtet. Hier stellen wir den authentischen Bericht einer Betroffenen vor, die mit Hilfe von EM den Weg in ein einigermaßen normales Leben gefunden hat und ihre Erfahrungen weitergeben möchte.

In der Schweiz hatte ich EM kennen gelernt, insbesondere EM1. Erste Erfahrungen mit der Anwendung von EM1 hatten mir gezeigt, dass diese klitzekleinen Dinger, die als Effektive Mikroorganismen bezeichnet werden und die ich bisher trotz vieler Recherchen überhaupt nicht gekannt hatte, meine körperlichen Beeinträchtigungen wie Urtikaria, Psoriasis, Schuppen oder Wasserunverträglichkeit positiv beeinflussen konnten. Also hatte ich mir auf dem Heimweg von der Schweiz nach Hessen einen ziemlich genauen Plan erarbeitet, wie ich diese Erkenntnis für mich als stark chemikaliensensible Person auch in meinem häuslichen Umfeld nutzen konnte, um die Rahmenbedingungen in unserer Wohnung für mich verträglicher zu machen. Chemikaliensensibel heißt: Der Körper bzw. der Organismus reagiert bereits bei geringsten Mengen (1/1.000stel und kleiner der üblichen Dosis) auf Schadstoffe und/oder Chemikalien und führt zu starken bis stärksten Körperreaktionen, nicht nur äußerlich, sondern besonders der inneren Organe. Und nicht nur ein Organ ist betroffen, sondern mehrere gleichzeitig. Das ist das typische Merkmal einer Chemikaliensensibilität. Ich kam voller Tatendrang zuhause an und hatte doch gewisse Schwierigkeiten meinem Mann klar zu machen, dass unsere rund zwei Jahre andauernde Baustelle und das entsprechende Chaos noch nicht beendet werden konnten.

Fußboden

Vor gut einem Jahr hatten wir unseren Teppichboden hauptsächlich wegen des Klebers rausreißen und unbehandeltes Fertigparkett verlegen lassen. Es hatte ewig gedauert, bis ich ein Holz und einen Leim gefunden hatte, von denen ich nach vielen Austestungen glaubte, dass ich es vertrage. Ein Irrtum. Nach Fertigstellung musste ich feststellen, dass mich der neue Fußboden, trotz ewigen Lüftens und Putzens, sehr stark belastete. Es war der allergikergerechte Leim. In geringen Mengen ok, in größeren Mengen doch zu viele Schadstoffe drin. Diese Situation erleben Chemikaliensensible sehr oft. Jetzt war EM gefragt.

EM-Varianten

Als Erstes putzte ich das Parkett jeden zweiten oder dritten Tag mit EM-Wasser. Hieß jedes Mal die halbe Wohnung umräumen. Es besserte sich etwas, aber auch nach einigen Wochen stieg mir immer noch schon beim Öffnen der Eingangstür dieser inzwischen für mich auch körperlich fast nicht mehr erträgliche Geruch in die Nase. Dann entschloss ich mich zum Äußersten. Ich pinselte mit einem mittelgroßen Farbpinsel den gesamten Fußboden Strich für Strich mit EM1 pur ein. Das restliche auf dem Parkett stehende EM zog ich mit einem Putzlappen ab. Unsere Wohnung roch jetzt zwar nach Hefe, aber das war in Ordnung. Nach einigen Stunden wischte ich die Wohnung mit EMWasser und wartete ab. Nach dem Trocknen konnte man erkennen, dass das Holz einen leichten Grauschleier bekommen hatte. Das jedoch war mir egal, denn ich hatte das Gefühl, dass ich freier atmen konnte und meine Beschwerden am ganzen Körper weniger wurden. Es dauerte noch einige Zeit bis ich die wirklichen Auswirkungen richtig spüren konnte. Einige Monate später war der Fußboden für mich optimal, wobei ich auch weiterhin für das wöchentliche Putzen EM-Wasser benutzte. Nur: das Parkett sah nicht mehr wirklich schön aus.

Floorsoap mit EM-Anteil

Im April 2009 lernte ich auf einer Produktpräsentation bei EMIKO die Diolin-Produkte kennen. Für mich in vielerlei Hinsicht ein echter Glücksfall. Es war mir sofort klar, dass die vorgestellte Floorsoap mit EM-Bestandteilen das Schönheitsproblem meines Fußbodens lösen könnte. Ich wische seitdem den Holz- und auch den Fliesenfußboden mit Floorsoap-Wasser. Der Holzfußboden hat wieder einen sehr schönen und geschmeidigen Glanz bekommen, genau wie unsere Fliesenböden. Diese Floorsoap ist die optimale Kombination für mich: gute Beschaffenheit und Aussehen des behandelten Materials und gute Verträglichkeit für sensible Menschen dank EM. Ein nicht geölter oder versiegelter Fußboden weist nach einiger Zeit deutliche Laufspuren auf. Es bleibt nicht aus, dass sich die Staubpartikelchen in die porösen Holzstrukturen eintreten, wenn man keinen Teppich drauf legen kann. Also bürste ich alle 4-5 Monate die entsprechenden Stellen mit einer echten (gibt es noch!) Wurzelbürste und ein 1:8 gemischtes Floorsoap-Wasser. Der Parkett-Fußboden sieht danach aus wie neu und ist schmutz-beständiger.

Teppiche

Ja, Teppich – ein weiteres Problemthema für MCS-Betroffene. Bei der Fußbodenrenovierung „durften“ wir auch 13 echte Teppiche entsorgen. Zum einen waren sie mit den Schadstoffen des Klebers vollgesaugt, zum anderen enthielten sie außerdem Permethrin, ein Mittel gegen Pilzbefall – und damit für mich nicht mehr zum Aushalten. Seitdem waren wir auf Suche nach Ersatzteppichen aus Baumwolle, weil dies das einzige für mich verträgliche Material war. Endlich einen Händler für Baumwollteppiche gefunden und Probeexemplar bestellt. Teppich gut gelüftet und hingelegt. Alles bestens.

Baumwollteppiche

Wir bestellten also ausreichend Baumwollteppiche, um die Laufbereiche damit abzudecken. Wegen Lieferschwierigkeiten kamen die Teppiche erst nach meiner Rückkehr aus der Schweiz bei uns an. Bereits beim Aufmachen der Pakete musste ich meine Arbeiten unterbrechen und raus, nur raus, um überhaupt atmen zu können. Also Lüften der Teppiche. Brachte nichts. „Na, ich habe ja jetzt mein Wundermittel EM“, dachte ich. Also mit EM einsprühen. Nichts. Mehrfach einsprühen. Nichts. Auch mit EM absolut keine Chance. Wie sich herausstellte, waren die Teppiche frisch aus Übersee gekommen und vermutlich mit Butan – einem Nervengift, das gegen Ungeziefer in die Frachtcontainer gespritzt wird – kontaminiert. Dagegen konnte auch EM nichts bewirken. Dank 14-tägigem Rückgaberecht wurden wir sie wieder los, aber unser Problem leider nicht. Woher verträgliche Teppiche nehmen. Ich musste lernen, dass meine „Wunderwaffe“ EM auch nicht jedes Problem lösen kann.

Flachsteppiche

Nach unendlichem Suchen sind wir auf eine kleine, traditionsreiche Teppichweberei gestoßen. Baumwolle: nein. Aber: Flachs. Ausprobieren. Proben schicken lassen von allen Materialien, die der fertige Teppich beinhalten würde. Tagelang getestet. Einige Farben waren nicht „gut“ für mich. Alles Unverträgliche aussortiert. Schließlich einen großen Teppich und einen Läufer bestellt. Zwar nur in Braun-beige-Tönen. Aber immerhin einen Teppich. Nach Wochen kam die Teppichlieferung. Eingepackt in eine Folie aus weichem Plastik, darunter Papier. Die Teppichrolle lag keine halbe Stunde in unserem Wohnzimmer und ich bin geflüchtet. Auspacken, damit das Verpackungsmaterial aus der Wohnung kommt. Teppiche: keine Chance. Lüften, aber wie lüftet man einen 3-4 m großen Teppich auf dem Balkon tagelang? Gott sei Dank war es eine warme Jahreszeit. Den Läufer (70×300) sprühten wir mit EM-Wasser ein und lüfteten ihn mehrere Tage auf dem Balkon, bis er für mich auch im Raum verträglich war. Den großen ließ der Teppichweber abholen und hängte ihn bei sich auf ein Gestell zum Lüften. Ursache für die Unverträglichkeit: Die Weberei hatte unsere Teppiche aus einer neuen Flachslieferung produziert und die war eben noch nicht so ausgetrocknet wie mein Testmaterial. Auch viele natürliche Stoffe beinhalten Gifte bzw. für das Immunsystem schwer zu verarbeitende Substanzen, vor allem wenn es auf Sparflamme brennt. Je frischer das Material, umso belastender für immun-geschwächte Menschen.

EM-Teppiche

Als wir ihn einige Monate später abholen wollten, war er nicht mehr da, sondern verkauft. Eigentlich gar nicht so schlecht für mich. Inzwischen hatte ich ja etliche Erfahrungen mit EM gemacht. Ich überzeugte also den sehr offenen und experimentierfreudigen Weberei-Chef, für mich einen EM-Teppich aus den bereits ausgewählten Materialien zu fertigen. Er war relativ schnell damit einverstanden, wenn auch noch nicht vollständig überzeugt. Dennoch wurden wir im Laufe der Zeit ein echtes Dream-Team. Er verantwortete die Prozessabläufe und die Produktion der EM-Teppiche. Ich zeichnete verantwortlich für die Materialauswahl und das Qualitätsmanagement. Für den Teppich-Fachmann war das ganze Verfahren und das Ergebnis ein echtes AHA-Erlebnis. Inzwischen liegt unsere Wohnung voll mit für mich optimal verträglichen Teppichen. Der einzige Nachteil: aus produktionstechnischen Gründen kann die maximale Teppichgröße von 4 qm nicht überschritten werden.

Probieren geht über Studieren

Nicht jede Farbe, jedes Material, jede Substanz wird dank EM verträglich. Siehe Butan. Nicht jedes EM-Produkt ist für jeden optimal. Mit EMa kann ich beispielsweise nichts anfangen. Aber in den meisten Fällen war EM1 für mich DIE LÖSUNG.

Dies sind meine persönlichen Erfahrungen und können Anregungen für andere sein. Die Patentlösung muss jedoch jeder für sich selbst finden.

Ich schreibe diese Artikel, um Menschen mit ähnlichen Einschränkungen Tipps zu geben und ihnen Mut zu machen. Wegen meiner eigenen Erfahrungen kann ich über die klassische EM-Beratung hinaus eine spezielle EM-MCS-Beratung anbieten und viele persönliche Erfahrungen weitergeben.

Gabriele Kernwein

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