Zoos profitieren von EM

Zoos sind wichtig, sagt der berühmte Tierfilmer Sir David Attenborough. Heutige Zoos wollen Verständnis dafür zu wecken, wie wichtig es ist, Tiere zu schützen. Und dafür müsse man sie kennen.

Vor allem die älteren Leser kennen noch die Zoos, in denen Tiere in kleinen Gehegen eingepfercht lebten, wo es zum Teil erbärmlich stank und viele Tiere wirklich unglücklich aussahen. Es war das Erbe von Zoos des 19. Jhd., die Tiere sammelten wie Museen ihre Bilder, um sie wie Trophäen dem Publikum zu zeigen. Das hat sich geändert. Heute versuchen die meisten Zoos, die Tiere so artgerecht wie möglich zu halten und dem Publikum bewusst zu machen, wie gefährdet viele der Tierarten sind. Bei allem Fortschritt gibt es dennoch Probleme, wenn viele Tiere auf relativ geringem Raum gehalten werden.

Im EMJournal haben wir mehrfach über Tiere in Zoos berichtet, denen durch der EM-Einsatz geholfen werden konnte. Wenn es den Tieren besser geht, wenn sie sich wohlfühlen, ist der Stress bei den Mitarbeitern gering und auch die Besucher des Zoos haben mehr von den aufgeweckten Tieren. In dieser Ausgabe wollen wir von zwei sehr unterschiedlichen Zoos berichten, die in jüngster Zeit mit Erfolg begonnen haben, die EM-Technologie einzusetzen.

Für duftendes Heu müssen sich die Elefanten strecken.

Für duftendes Heu müssen sich die Elefanten strecken.

Der  Züricher Zoo

In wenigen Jahren wird der Zoo Zürich 100 Jahre alt. Er gilt als europäischer Spitzenzoo, im europäischen Ranking steht er gegenwärtig an dritter Stelle. Das Motto des Zoos ist: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen.“ Von daher hat er auch eine lange Tradition, mit Natur-schutzprojekten auf allen Kontinenten eng zusammenzuarbeiten. Der Zoo versteht sich als Naturschutzzentrum. Er engagiert sich in internationalen Zuchtprogrammen für bedrohte Tierarten und setzt sich für den Schutz bedrohter Ökosysteme und deren Biodiversität ein.

Masoala

2003 wurde der Masoala Regenwald eröffnet. Er markiert einen Meilenstein in der Entwicklung des Zoo Zürich zum Naturschutzzentrum. Im „Mini-Regenwald-Ökosystem“ erleben die Besucher Tiere soweit es möglich ist in ihrem natürlichen Lebensraum. Seit 2013 ermöglicht der Masoala Baumkronen-Weg zudem einen Blick aus den Baumwipfeln.

Masoala Regenwald für artgerechtes Leben exotischer Tiere

Masoala Regenwald für artgerechtes Leben exotischer Tiere

Das größte Naturschutz-Engagement leistet der Zoo Zürich in der Region Masoala in Madagaskar. Zusätzlich zu finanzieller Unterstützung werden in umliegenden Gemeinden Projekte zur Regenwalderhaltung, Aufforstung, nachhaltigen Landwirtschaft, Wasserversorgung und Hygiene sowie zur Schulbildung von Kindern unterstützt. Diese Projekte ermöglichen der Bevölkerung wirtschaftliche Alternativen zur Brandrodung des Regenwaldes und werden in enger Kooperation mit dem  Masoala Nationalpark, der Wildlife Conservation Society WCS und Medair durchgeführt.

Farbenprächtiger Bienenfresser

Farbenprächtiger Bienenfresser

Als Botschafter für die Schönheit Masoalas fördert der Zoo Zürich die Wertschätzung des Regenwaldes sowohl in der Schweiz als auch in Madagaskar. Es ist das Ziel, die große Biodiversität Madagaskars langfristig zu erhalten. Viele Pflanzen- und Tierarten wie der Rote Vari (Lemurenart) sind nur in dem zum UNESCO Weltnaturerbe gehörenden Schutzgebiet zu finden.

Flughund im Masoala Regenwald

Flughund im Masoala Regenwald

Vielfältiger EM-Einsatz

2013 wurde Walter Dörig, EM-Verantwortlicher der EM Schweiz AG in der Ostschweiz, von dem Mitarbeiter des Züricher Zoos angesprochen, der für die Masoala Halle zuständig war (Er ist mittlerweile in Rente). Er suchte eine umwelt- und tierfreundliche Methode für verschiedene Probleme in der Halle. An einer niedrigen Stelle gab es immer wieder Fäulnisprobleme durch anhaltende Staunässe, auch der Teich war trüb und unansehnlich. Er hatte von einer Schweizerin gehört, die Geruchsprobleme bei Kamelen in Ägypten mit EM bewältigt hatte, und da verschiedene andere Methoden ihre Probleme im Zoo nicht lösten, versuchten sie es mit EM.

In dem malerisch gelegenen Gewässer, gleich am Panoramafenster des Masoala Cafés, wird das EM zur Wasserbehandlung eingesetzt, das in der Schweiz Teich-fit heißt. Für die Stellen in dem tropischen Wald, wo leicht Fäulnis entsteht, wurde Boden-fit verwendet. Unter der Decke der Halle sind mehrere Futterstellen für die Flughunde angebracht. Auf dem Boden darunter akkumulieren sich organische Reste, die leicht zu Fäulnis führen können und damit zu einem Problem in diesem sensiblen System. Auch hier hilft EM, da das einfache Besprühen oder Begießen dieser Stellen Fäulnis in Fermentation umwandelt und so die Gefahr von Krankheitsentwicklungen gebannt ist. Der Kot mancher Tiere stinkt besonders stark, auch der der Flughunde. Man hat begonnen, das bewährte Ergänzungsfutter der EM Schweiz zu verwenden, das Carbon-Futter, und hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht, z. B. dass der Kot erheblich weniger stinkt.

Ein anderes Problem konnte danach an anderer Stelle in Angriff genommen werden. Die Königspinguine bewegen sich nicht so viel in ihrem Raum; dadurch sammelt sich der Kot, der entsprechende Geruchsprobleme mit sich bringt. Aber noch unangenehmer war, dass die Tiere in ihrem Kot stehend, ihr Füße verätzten. Mit dem regelmäßigen Sprühen von EM waren diese Probleme glücklicherweise bald vorüber. Mittlerweile wurden aber Matten angeschafft, auf denen die Tiere stehen, wenn sie sich drinnen aufhalten, so dass die Füße insgesamt besser geschützt sind.

2014 wurde der Kaeng Krachan Elefantenpark eröffnet, benannt nach dem Kaeng Krachan Nationalpark in Thailand, der zu den Partnerprojekten des Züricher Zoos gehört. Neben dem attraktiven Außengelände gehört die beeindruckende Halle dazu, Herberge für acht asiatische Elefanten. Kurz nach der Eröffnung wurde ein Elefantenbaby geboren, das natürlich bald zum Publikumsliebling avancierte.  Allein wegen ihrer Größe lassen Elefanten größere Hinterlassenschaften unter sich, deren Geruch sich in der Halle fängt und vor allem in der „Thailodge“, einer gern für Veranstaltungen genutzten, ein Stockwerk erhöhten Veranstaltungsterrasse, unangenehm auffällt. Die Behandlung mit EM konnte auch hier eine bedeutende Verminderung der Gerüche schaffen. Dies ist nicht nur für Besucher schön, sondern auch für Mitarbeiter und die Tiere.

EM-Einsatz ausgedehnt

Auf Grund der guten Erfahrungen mit EM sind im Laufe des Jahres 2018 weitere Bereiche hinzugekommen, in denen mit gutem Erfolg EM eingesetzt wird, so etwa das Gorilla-Gehege im Menschenaffenhaus. Auch in den Häusern für Kleinaffen konnten insbesondere Geruchsprobleme beseitigt werden.

Beratungsgespräch: S. Tschall, D. Leyla Davis, W. Dörig (v. l. n. r.)

Beratungsgespräch: S. Tschall, D. Leyla Davis, W. Dörig (v. l. n. r.)

Der Züricher Zoo ist in ständiger Entwicklung. Auf dem Erweiterungsgelände neben dem Kaeng Krachan Elefantenpark entsteht gegenwärtig die Lewa Savanne für Nashörner, Giraffen und weitere afrikanische Savannentiere.

Ist das Prinzip der EM-Technologie einmal erkannt und sprechen sich die Erfolge herum, kann in vielen Bereichen über die Behandlung der Umgebung und/oder des Futters sowie des Trinkwassers mit EM viel für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere getan werden. Tiere, die sich wohlfühlen, sind sehr viel besser zu beobachten. Und wenn Sie dann den wunderbaren Züricher Zoo besuchen, freuen Sie sich mit Betreuern und Tieren, dass es mit EM diese einfache, aber effektive Möglichkeit gibt, das Leben für alle besser zu machen.

W. Dörig mit Kiurator Dr. M. Bauert

W. Dörig mit Kiurator Dr. M. Bauert

Pit Mau

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