Das rote EM-Einfamilienhaus

Im Mai 2008 berichtete Gabriella Höfler, damals im Vorstand, heute Präsidentin des Schweizer EM Vereins, über ihren ersten umfassenden Einsatz der EM-Technologie beim Bau eines Einfamilienhauses. Da es sich um ein Nachbargrundstück zu ihrem eigenen Haus handelte und sie die Bauherrin kannte, konnte sie alle ihre Erkenntnisse dort einbringen und selbst mit Hand anlegen.

„Der Bauherrin,“ so Gabriella damals, „ging es grundsätzlich um gesundheitsfördernde Maßnahmen.“ Angefangen von der Behandlung der Baugrube mit EMa über das Besprühen der einzelnen Bauteile im Laufe der Errichtung bis bin zur Nutzung von speziell hergestellten EM-Farben im Innen- wie Außenbereich ging die Palette der Anwendungen, um ein schadstofffreies, gesundes Haus zu errichten, in dem sich die Familie auf lange Zeit wohl fühlt. Von verschiedenen Besuchen bei Gabriella Höfler kannte ich das in fröhlichem Rot leuchtende Haus, allerdings nur vom Ansehen. Beim letzten Besuch im Frühling dieses Jahres klingelte ich an der Tür und traf auf eine sympathische, gastfreundliche Bewohnerin, die mich gern herumführte und ausführlich über die Entstehung und das Wohnen in diesem besonderen Haus erzählte.

Die Farbe von Diolin

Bei einem Urlaub in Schweden hatte sie sich in die roten Holzhäuser Schwedens verliebt. Ein solches Rot wollte sie auch für ihr eigenes Haus haben. Zusammen mit dem Farbenhersteller Diolin, der zufällig seinen Sitz im gleichen Ort hat, wurde dieses Schwedenrot gemischt und mit EM angereichert. Wichtigster EM-Inhaltsstoff wurde das Keramikpulver, das hier natürlich so professionell gemischt werden konnte, dass die Partikel sich miteinander verbinden und nicht nur in die Farbe eingerührt worden waren. Der Entwickler, Ing. Mike Skrodzki, erklärt, dass gerade dieser Farbton wegen des hohen Anteils von organischen Bestandteilen insofern problematisch ist, dass er vom Wetter, insbesondere der Sonneneinstrahlung stärker und schneller betroffen ist, als die meisten anderen Farbnuancen. Er wird schneller matt und stumpf. Deshalb müsse man in der Regel nach fünf bis sieben Jahren den Anstrich auffrischen, um die Leuchtkraft wiederherzustellen.

Als wir auf der Terrasse saßen und darüber sprachen, erinnerte sich Frau Heim an die Farbproben, die sie ja seitdem in einer Schublade aufbewahrt – für den Fall, dass etwas ausgebessert werden muss oder auch für einen neuen Anstrich. Wir hielten die Vergleichsplatten an die rote Holzverkleidung vor und hinter dem Haus, an der Nord- wie an der Südseite, wo die Sonne tagtäglich direkt einwirkt, und fotografierten. Selbst sie als Bewohnerin war überrascht, dass nun nach inzwischen sieben Jahren mit dem bloßen Auge nicht der geringste Unterschied festgestellt werden konnte! Ursprünglich wollte sie für sich und ihre Familie nur ein möglichst gesundes Haus. Natürlich auch eins in ihrer Lieblingsfarbe. Aber wer sagt denn, dass die Gesundheit nicht auch gefördert wird, wenn man sich tagtäglich an der Schönheit des eigenen Hauses erfreut? Und sonst? – Es ist das alte Dilemma: Man weiß nicht, wie es Frau Heim ginge, hätte sie EM nicht in ihr Haus integriert, aber sie selbst kümmert das nicht. Sie ist gesund und fühlt sich wohl – ebenso ihre Tochter, die in der Souterrain Wohnung lebt. Wenn sich nun zu dem guten Wohngefühl auch noch die Gewissheit einstellt, dass die Werkstoffe länger halten als üblich, dann ist die Freude am eigenen Heim komplett. Bleibt nur zu wünschen, dass Frau Heim noch lange gesund und fröhlich in diesem ersten Schweizer EM-Haus wohnen kann.

Pit Mau

Siehe auch den Bericht über die Bauphase im EMJournal 24/Mai 2008

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