Exkursion zu drei EM-Betrieben

Im Rahmen der Jahrestagung des EM e.V. unternahmen wir in diesem Jahr erstmalig eine Exkursion zu sehenswerten EM-Projekten in der Region um Pforzheim. Ein voll besetzter Bus und zusätzliche PKWs zeigten, wie sehr solche Angebote von unseren Mitgliedern geschätzt werden. Alle besuchten Betriebe sind beispielhaft und sollen in den nächsten EMJournalen ausführlicher dargestellt werden. Deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung dieses äußerst lehrreichen Tages.

Klaus Umbach fesselte die Besucher in seiner Gärtnerei nicht nur mit seiner fachlichen Kenntnis.

Der erste Stopp war bei der Familie Müller in Birkenfeld, wo uns die begeisterte EM Anwenderin und -Beraterin Gudrun Müller in Empfang nahm. Hier werden die Busse des Traditions-Busunternehmen MüllerReisen gereinigt und gewartet. Wo immer möglich wird die EM-Technologie eingesetzt: Die Bustoiletten werden mit EM gemanagt, jeder Fahrer hat eine Sprühflasche EM mit an Bord und das Trinkwasser wird mit EM-Keramik belebt. Die Waschanlagen nutzen EM und auch bei der Wartung setzt der KFZ Meister EM ein, wo es möglich und sinnvoll ist. Schon klasse, was damit erreicht werden kann!

In Ihrem eigenen Garten zeigte uns Gudrun Müller dann, wie sie Ihr Obst und Gemüse zieht. Besonders beeindruckend waren die mit verschiedenen Behandlungen gewachsen Kartoffeln.

Die mit EM-Schwarzerde versorgten hatten die größte Blattmasse, voraussichtlich dann auch den besten Ertrag. Frau Müller begeisterte uns mit Ihrer Freude am Garten und an den Einsatzmöglichkeiten der EM-Technologie in allen Facetten. Ihre regelmäßigen Stammtische und Vorträge erfreuen sich verständlicherweise großer Beliebtheit. Man spürt überall: Das ist gelebter EM-Einsatz.

In dieser Familie ist auch die nächste Generation EM-begeistert. Rafael Müller hat einen hochfunktionellen, mobilen Hühnerstall entwickelt, der natürlich mit EM gemanagt wird. Den zutraulichen, vergnügten Hühnern (und Hahn) konnte man die selbstbewusste Zufriedenheit geradezu ansehen.

Ökologischer Weinbau

Nach einem viel zu kurzen Mittagessen an einem malerisch gelegenen See ging es weiter zum Weinberg von Stefan Jesser. Dort wurde uns eine „Outdoor-Weinprobe“ vom Feinsten geboten. Die Bioweine, die er mit zwei Kollegen gemeinsam anbaut, bestachen durch Weichheit, Leichtigkeit und wenig Säure. Betreut von Rolf Zimmermann, setzt er EM, eigenes Bokashi und Pflanzenkohle sehr erfolgreich ein. So wächst hier ein ausgezeichneter Bio-Riesling, auch der Rose war ein richtiger Sommerwein von hoher Qualität.

Mit einer Begrünungsmischung in jeder zweiten Reihe schafft Jesser ein ökologisches Gleichgewicht. Diese Begrünungspflanzen sind natürliche Nährstofflieferanten für den Boden sowie Lebensgrundlage für viele Insekten und Kleinlebewesen. Sie verhindern Erosion und bieten dem Boden eine bessere Tragfähigkeit für landwirtschaftliche Maschinen (Schutz gegen Bodenverdichtungen). Die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen wird gefördert, das Nährstoff- und Wasserspeichervermögen wird begünstigt und das Bodenleben aktiviert. Durch tiefwurzelnde Pflanzen werden neue Poren geschaffen, die neben dem schnellen Eindringen von Wasser auch einen besseren Gasaustausch ermöglichen. Letztendlich dienen Begrünungspflanzen dem Weinberg als natürliche Düngerquelle und können direkt vor Ort angebaut werden.

Im „Jessers Hoflädle“ kaufte anschließend so mancher aus der Gruppe ein, selbst Reben wurden mit nach Haus genommen. Bemerkenswert auch die jungen Leute (Sohn und Praktikant) mit den pfiffigen „Nachwuchs“-T-Shirts, die bei unserem Besuch tatkräftig mithalfen.

Beim EM-Goji-Gärtner

Zur dritten und letzten Station des Tages ging es nach Heilbronn in die Gärtnerei Umbach, wo Klaus Umbach uns nicht nur seine beeindruckende Gärtnerei zeigte (25.000 m² Gesamtfläche, davon ca. 15.000 m² Glas-, Folien- und Schattenhallen), sondern auch seine Arbeits- und Lebens-Philosophie erklärte. Diese führte ihn zu EM und zu Bioland, wo er seit 2012 Mitglied ist. Für sämtliche Pflanzen in seinem Betrieb hat er eine ausgesuchte Spritzbrühe auf Basis von EM entwickelt.

Der Betrieb ist spezialisiert auf Topfpflanzen und -stauden, zur großen Leidenschaft wurde Klaus Umbach aber die Gojibeere, die als Frucht hochinteressant ist, für die Zucht aber eine Herausforderung. In der traditionellen chinesischen Medizin werden Gojibeeren verwendet, um das Yin zu erhöhen. Dort werden sie für eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden verschrieben. Man bekommt sie aber auch im Einzelhandel als vitaminreiches Naschwerk.

Diese zu den Nachtschattengewächsen gehörenden Pflanzen sind aber schwierig zu züchten. Nach langer Versuchsphase hat er eine Sorte entwickelt, die in Bioqualität alle Vorteile in sich vereinigt: schöner Wuchs, Schmackhaftigkeit, frühe Reife und wenig anfällig für Krankheiten. Dabei, so Klaus Umbach, ist ihm EM unverzichtbar.

Die ausgesuchten Ziele und die angeregten Gespräche machten unsere Exkursion zu einem Höhepunkt der diesjährigen Jahrestagung. Es war ein spannender Tag und ein Austausch auf hohem Niveau, der ruhig wiederholt werden kann.

Herzlichen Dank an Familie Müller, Familie Jesser und Klaus Umbach für die gastfreundschaftliche Aufnahme, die Zeit und Energie und das Wissen, das sie mit uns geteilt haben.

Gisela Kokemoor

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